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Walchhofer ist neuer Zauchensee-Boss

Michael Walchhofer APA/BARBARA GINDL
Walchhofer will den Zauchensee-Weltcup als Klassiker etablieren. (Archivbild)

Mit der Rückkehr des Damen-Weltcups nach Altenmarkt-Zauchensee (Pongau) hat auch Ex-Rennläufer Michael Walchhofer einen neuen Job übernommen. Der Abfahrts-Weltmeister von 2003 folgt Alex Rainer als Chef des Organisations-Komitees nach und ist damit nun "Boss" der Rennen in seiner Heimat. Dort will man sich mit Walchhofer an der Spitze als Klassiker im Damen-Weltcup etablieren.

Altenmarkt im Pongau

"Es ist einfach der nächsten Generation geschuldet", machte der 44-jährige Hotelier klar, dass für ihn die Übernahme der Führungs-Position quasi eine Selbstverständlichkeit war. Und das, obwohl Walchhofer mit seinen Häusern im romantischen Hotel-Dorf oberhalb von Altenmarkt sowie seinen weiteren beruflichen Engagements gut ausgelastet ist.

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Gepostet von Michael Walchhofer. am Mittwoch, 8. Januar 2020

Walchhofer: "Es ist spannend"

Der dreifache Abfahrts-Weltcupsieger ist aber als "Lokalmatador" mit dem Weltcup ohnehin stets eng verbunden gewesen. "Jetzt gilt es halt Entscheidungen zu treffen, die mehrere Stakeholder betreffen. Die Gemeinde, die Sponsoren, die Liftgesellschaft und so weiter. Es ist spannend, dass man alle passend am Tisch zusammenbringt."

Er schätze sich insgesamt aber glücklich, finde er doch eine geradezu ideale Ausgangsposition vor. "Weil wir alle in Zauchensee am gleichen Strang ziehen." Zudem habe man das Glück, dass auch die Liftgesellschaft extrem stark mitziehe und man eine erfahrene und eingespielte Pistencrew habe. "Das macht es schon viel leichter und einfacher."

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Gepostet von SkiWeltcup Zauchensee am Sonntag, 5. Januar 2020

Zauchensee als Damen-Klassiker?

Selbstverständlich ist das laut Walchhofer alles nicht. Zudem hat sich Zauchensee bisher mit St. Anton und Bad Kleinkirchheim abgewechselt, kam nur alle drei Jahre zum Zug. Künftig gibt es aber nur noch das Wechselspiel mit dem Ort am Arlberg, also einen Zweijahresrhythmus. Trotzdem werden in den Zwischenjahren Europacup-Rennen ausgetragen, um organisatorisch in Übung zu bleiben.

Das soll sicherstellen, dass sich Zauchensee endgültig zum Klassiker entwickeln kann. "Wir wollen der attraktivste Damen-Weltcup-Veranstalter sein", betont Walchhofer, der überzeugt ist, dafür die perfekte Abfahrtspiste schon zu haben. Ist doch die Strecke mit ihrem spektakulär steilen Start vom Gamskogel sowie Passagen wie Hot Air, Jägersprung, Wasserschloss, Kälberloch und Schmalzleiten ein Fall für komplette Skirennfahrer. Walchhofer: "Obwohl die Strecke so anspruchsvoll ist, wollen wir für bestmögliche Sicherheit sorgen. Es ist unser Anspruch, dass wir da die Besten sind."

Weltcup-Bewerbe aufwerten

Weil es auch im FIS-Kalender der Damen viele Durchschnittsrennen gibt, kann sich Walchhofer eine Aufwertung besonders attraktiver Veranstaltungen und damit eine Art Grand-Slam-Tour mit höherem Preisgeld durchaus vorstellen. "Es wäre auch für die Damen extrem gut, spezielle Rennen mehr in den Fokus zu rücken." St. Moritz im Dezember, Flachau (bzw. St. Anton) und Cortina d'Ampezzo im Jänner sowie Garmisch-Partenkirchen im Februar könnten diese "Majors" sein. Walchhofer: "Momentan ist es nur philosophieren. Aber so fangen ja oft gute Ideen an."

Eine gute Idee war es wohl auch, 2020 anlässlich 40 Jahre Weltcup in Zauchensee alle bisherigen Siegerinnen und Sieger einzuladen. Asse wie Renate Götschl, Petra Kronberger, Dominique Gisin, Katharina Gutensohn oder Elisabeth Görgl kamen gerne zur Jubiläumsveranstaltung. Gefeiert wird Freitagabend groß in Altenmarkt, schon Donnerstagabend lief auf ORF Sport + eine diesbezügliche Sondersendung (20.15 Uhr).

Walchhofer ist seit seinem Rücktritt 2011 erfolgreicher Geschäftsmann, engagiert sich politisch und ist auch seit Jahren Vizepräsident im Österreichischen Skiverband (ÖSV). Als solcher wird er immer wieder als möglicher Nachfolger von Präsident Peter Schröcksnadel (78) ins Spiel gebracht. "Irgendwann wird man sicher einen neuen Präsidenten brauchen. Aber wann, das wissen wir in Wahrheit alle nicht", behauptete Walchhofer. "Unser Präsident ist fitter denn je. Und bevor nicht klar ist, wie lange er noch macht, braucht man nicht zu spekulieren. Ich jedenfalls mache mir erst Gedanken darüber, wenn sich diese Frage überhaupt stellt."

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 19.01.2020 um 12:33 auf https://www.salzburg24.at/sport/wintersport/ski-alpin-michael-walchhofer-neuer-zauchensee-boss-81758383

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