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Saalbach-Hinterglemm mit nächstem WM-Testlauf

Ersatzort regelmäßig zur Stelle

Skifahren, Saalbach, Ski-WM APA/BARBARA GINDL
Saalbach-Hinterglemm hat den Zuschlag für die Ski-WM 2025 erhalten.

Saalbach-Hinterglemm ist zwar in keinem Radl für regelmäßige alpine Ski-Weltcuprennen, aber als Ersatz stets zur Stelle. Erst im Vorjahr übernahm der Ort die wegen der Corona-Pandemie in China abgesagten Speedrennen der Herren, heuer sind es Abfahrt und Super-G aus Kvitfjell sowie eine Abfahrt aus Wengen.

Saalbach-Hinterglemm

Für die Herren bedeutet dies die sechste Alpin-Station in Österreich im Weltcupwinter nach Sölden, Lech/Zürs, Flachau, Kitzbühel und Schladming.

Weil dort die Hygiene - und Sicherheitskonzepte des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV) sehr gut funktionierten, zögerten die Saalbacher nicht mit der Zusage zum neuerlichen Einspringen. "Es ist bewiesen, dass die Konzepte funktionieren. Für uns war gleich klar, dass wir die Rennen übernehmen. Wir wollen wieder etwas Positives zeigen", sagte Bartholomäus Gensbichler, der Obmann des Skiclubs Saalbach Hinterglemm und Präsident des Salzburger Landesskiverbandes im APA-Gespräch.

ÖSV-Team trainiert in Saalbach-Hinterglemm

Die Schneesituation auf der "Schneekristall"-Strecke sei "tipptop", die Piste nochmals gefräst und präpariert worden, Minusgrade in der Nacht sind absolut erwünscht. Es soll die ganze Woche über tagsüber deutliche Plusgrade kriegen, Freitag/Samstag wird es wohl Niederschlag geben.

Das Österreichische Team trainierte vergangene Woche vier Tage im oberen Teil der Strecke. Hatte es vor einem Jahr in Abfahrt und Super-G nicht zu einem Podestplatz für den ÖSV gereicht, so bieten sich Doppel-Weltmeister Vincent Kriechmayr und Co. heuer gleich drei Chancen dafür.

"Freuen uns auf die Heimrennen"

Der Oberösterreicher Kriechmayr kann bei 101 Punkten Vorsprung auf Matthias Mayer, 116 auf den Schweizer Mauro Caviezel und 123 auf dessen Landsmann Marco Odermatt bereits den Gewinn der kleinen Kristallkugel im Super-G fixieren, steht danach doch nur noch das Finalrennen in Lenzerheide auf dem Programm. In der Abfahrt haben die Verfolger des Schweizers Beat Feuz (406) die Chance, dessen Vorsprung einzuschmelzen oder selbst in Führung zu gehen. Allen voran Mayer (358), Dominik Paris (ITA/288) und Johan Clarey (FRA/243).

"Wir freuen uns auf die Heimrennen, unsere Fahrer haben in Saalbach trainiert. Wir sind in Abfahrt und Super-G gut aufgestellt", sagte ÖSV-Herren-Rennsportleiter Andreas Puelacher. "Es geht um sehr viel. Vinc und Matthias kämpfen um die Kugeln. Hoffentlich läuft es für uns, damit wir am Schluss ganz oben stehen."

WM 2025 in Saalbach-Hinterglemm

Saalbach-Hinterglemm, das im vergangenen Oktober zum Ausrichter der Weltmeisterschaften von 4. bis 23. Februar 2025 gewählt wurde, nützt jedes Rennen und jede Vorbereitung als Testlauf für das Großereignis in vier Jahren. "Das Team wächst und kann sich einarbeiten. Die Sicherheit (Aufbauten/Anm.) hatten wir mit 50 Leuten in sechs Stunden aufgestellt. Da sind alle zusammengespielt, jeder weiß seinen Handgriff", berichtete Gensbichler. Zuschauer sind wie bei allen ÖSV-Weltcups in diesem Winter in Österreich nicht zugelassen.

In diesem Winter gab es bisher 29 Weltcuprennen, acht davon in Österreich, drei davon wurden von ÖSV-Läufern gewonnen. Manuel Feller gewann einen der zwei Flachau-Slaloms, Kriechmayr den Super-G in Kitzbühel und Marco Schwarz den Nachtslalom in Schladming.

(Quelle: APA)

Saalbach erhält Zuschlag für Ski-WM 2025

Ski-Weltcup Saalbach 2018 GEPA Pictures
(Archivbild)

Riesenjubel in Saalbach-Hinterglemm: Die Pinzgauer Gemeinde wird von 4. bis 23. Februar 2025 die alpinen Ski-Weltmeisterschaften ausrichten. Das hat der Vorstand des Ski-Weltverbandes (FIS) am Samstag via Videokonferenz entschieden. Die Salzburger, die sich auch schon für die WM 2023 beworben hatten, setzten sich diesmal gegen die Mitbewerber Crans Montana (Schweiz) und Garmisch-Partenkirchen (Deutschland) durch.

"Wie auch bei unseren Nordischen Weltmeisterschaften gehen wir mit Saalbach in Österreich ins Kernland des alpinen Skifahrens. Jedes Mal, wenn die FIS eine WM in Österreich veranstaltet hat, ist es ein besonderes Ereignis mit vielen Zuschauern und sehr professioneller Organisation. Ich habe keine Zweifel, dass Saalbach dieser starken Tradition gerecht wird", meinte FIS-Präsident Gian Franco Kasper zur Wahl.

Die Salzburger, die sich auch schon für die WM 2023 beworben hatten, setzten sich mit zwölf Stimmen gegen die Mitbewerber Crans Montana (Schweiz) und Garmisch-Partenkirchen (Deutschland) mit je einer Stimme sowie einer Stimmenthaltung durch. Zuletzt gab es in Österreich 2013 in Schladming Ski-Weltmeisterschaften. Auch die Nordische WM 2025 wurde vergeben und zwar an den einzigen Bewerber Trondheim.

Politik über WM-Vergabe erfreut

Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) freut sich über die Vergabe: "Wir haben in Salzburg schon oft gezeigt, dass wir hervorragende Gastgeber für Großereignisse sind, Saalbach-Hinterglemm hat zudem in den vergangenen Jahren häufig bewiesen, dass sie kurzfristig für Weltcuprennen einspringen können und perfekte Veranstaltungen organisieren. Das Land Salzburg steht voll und ganz hinter dieser Ski-WM, und ich persönlich freue mich sehr darauf. Der Dank geht an den ganzen Ort und das Bewerbungsteam, das offenbar die FIS überzeugt hat."

Sportlandesrat Stefan Schnöll (ÖVP) stößt ins selbe Horn: "Wir freuen uns riesig, dass nach 1991 die Ski-Weltmeisterschaft zum zweiten Mal in Saalbach-Hinterglemm stattfindet. Vielen Dank an das Organisationskomitee, das großartige Arbeit geleistet hat. Wir werden nun gemeinsam alle Vorbereitungen treffen, um im Jahr 2025 eine großartige Weltmeisterschaft zu veranstalten."

Sportminister Kogler sendet Gratulationen nach Salzburg

Sportminister Werner Kogler (Grüne) hat sich über die Entscheidung pro Saalbach-Hinterglemm als Ausrichter der Alpinen Ski-WM 2025 erfreut gezeigt. "Ein großer Tag für den österreichischen Sport und die österreichischen Sportfans! Ich gratuliere dem Organisationsteam, dem Österreichischen Skiverband, vor allem aber den Athletinnen und Athleten, für die eine Heim-WM die Extraportion Motivation liefert, um an jedem einzelnen Tag das Beste aus sich herauszuholen", sagte Kogler.

„Es ist uns eine große Ehre, dass sich der FIS-Vorstand für uns entschieden hat. Wir schätzen das Vertrauen in unsere Kompetenz, das uns damit entgegengebracht wird“, sagt Bürgermeister Alois Hasenauer (ÖVP) zufrieden. „Wir sind startklar!“ Der Obmann des Tourismusverbandes Saalbach-Hinterglemm, Heinz Fuchs, spricht von "unglaublichen Emotionen. Wir sind überglücklich, dass wir die WM beim zweiten Anlauf nach Saalbach-Hinterglemm holen konnten."

Wichtige Entscheidung "für ganz Österreich"

ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel, der sich bei der zweiten Bewerbung en suite sehr für Saalbach eingesetzt hatte, bedankte sich bei allen Mitarbeitern im ÖSV und in Saalbach. "Das Stimmenverhältnis spricht ja dafür, dass wir eine gute Bewerbung abgegeben haben. Ich glaube, für ganz Österreich ist das eine ganz, ganz wichtige Entscheidung", sagte Schröcksnadel im ORF-TV-Interview. Man wisse nicht, wie es mit der Corona-Situation genau weitergehe. "Aber ich denke, in fünf Jahren wird sich viel geändert haben, wenn wir dann wieder eine WM in Österreich haben werden."

Für Schröcksnadel, der neuerlich bestätigte, dass er im Sommer 2021 nicht mehr zur Wahl antreten wird, schließt sich ein Kreis. "Wie ich begonnen habe 1991 war es die erste WM in Saalbach, jetzt kann ich damit aufhören - also die WM geholt zu haben. Es ist ein großer Schritt für den österreichischen Tourismus und den österreichischen Skisport."

Wahlausgang deutlich für Saalbach-Hinterglemm

Mit einem so eindeutigen Ausgang (12:1:1-Stimmen plus eine Enthaltung) habe er nicht gerechnet. "Aber ich wusste, dass wir sehr viele Freunde haben, die uns die Stimme geben werden. Wir haben damals in Griechenland verloren und auch den Franzosen gratuliert und damals vorgearbeitet für die nächste Wahl. Wir sind sehr glücklich und werden jetzt nach Saalbach fahren und die Fahne übergeben." Die WM 2025 werde "sicher ein anderer Präsident machen", sagte Schröcksnadel und fügte scherzend hinzu: "Ich hoffe, es ist dann der gleiche, der das kommende Jahr gewählt wird."

Bartholomäus "Bartl" Gensbichler, Delegationsleiter der österreichischen WM-Bewerbung und Präsident des Salzburger Landesskiverbandes war bei einer sofort einsetzenden Feier in der Hinterglemm überglücklich. "Wir haben siebeneinhalb Jahre dafür gekämpft. Ich bin überglücklich. Jetzt geht es erst so richtig los. 2025 werden wir der Welt zeigen, wo man Skifeste feiert mit dem österreichischen Skiverband."

Investitionen bis zu 50 Mio. Euro

Den Vorstand hat wohl auch das Konzept der Veranstalter im Glemmtal überzeugt: "Ein Berg, alle Bewerbe". Sämtliche Rennen werden auf dem Zwölferkogel veranstaltet, es gibt nur ein Zielgelände und sämtliche Locations wie auch Medaillenplatz etc. sind in Gehdistanz. Zudem war Saalbach neben der WM 1991 Veranstalter von bisher 34 Weltcuprennen und zwei Weltcup-Finali und hat sich auch bei kurzfristigen Übernahmen von anderen Orten bewährt.

Rund 20.000 Gästebetten in Saalbach-Hinterglemm bzw. 50.000 in der Region sollen zur Verfügung stehen. Insgesamt sollen trotz der eben erst fertiggestellten neuen Seilbahn noch 40 bis 50 Mio. Euro in die Region investiert werden. Die nächsten alpinen Weltmeisterschaften gehen 2021 in Cortina d'Ampezzo und 2023 in Courchevel-Meribel in Szene. Österreich ist zum insgesamt zehnten Mal Veranstalter einer alpinen WM.

Aufgerufen am 09.05.2021 um 11:43 auf https://www.salzburg24.at/sport/wintersport/ski-alpin-saalbach-hinterglemm-mit-naechstem-wm-testlauf-100494670

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