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Ski-WM

Super-G-Silber für Vincent Kriechmayr

Hannes Reichelt scheidet aus

Kriechmayr hat die erste rot-weiß-rote Medaille für Österreich bei der Ski-WM in Aare geholt. Der Oberösterreicher musste sich am Mittwoch im Super-G nur dem Südtiroler Dominik Paris geschlagen geben und gewann Silber. Ex aequo auf Platz zwei landete der Franzose Johan Clarey, der mit seinen 38 Jahren nun der älteste Medaillengewinner in der Geschichte von Ski-Weltmeisterschaften ist. Hannes Reichelt verpasste ein Tor und schied aus.

"Es war oben gut und unten gut. Der Mittelteil war nicht so, wie ich es mir vorgenommen habe. Mich wurmt es, dass ich den Mittelteil nicht gut gefahren bin. Aber heute musste man riskieren, die Sicht war nicht leicht", erklärte Kriechmayr im ORF-Interview. Die Freude über seine erste Medaille bei einem Großereignis war aber ungetrübt. "Als ich gesehen habe, wie die Sonne herauskommt, habe ich schon noch g'scheit geschwitzt. Ich freu mich irrsinnig", sagte Kriechmayr.

Paris holt Super-G-Gold

Geschlagen geben musste er sich nur Paris, der seit Jahresende mit dem Doppelsieger in Bormio und dem Triumph in der Abfahrt von Kitzbühel in den Speed-Bewerben überzeugt hat. Der 29-Jährige bejubelte in 1:24,20 Minuten seine zweite Medaille bei Großereignissen nach WM-Silber in der Abfahrt von Schladming 2013. "Ein großartiger Tag. Mir fehlen momentan ein bisschen die Worte", meinte Paris.

Clarey ist ältester WM-Medaillengewinner

Hinter dem Südtiroler freute sich auch Clarey über Platz zwei, womit er mit 38 Jahren und 29 Tagen zum ältesten WM-Medaillengewinner der Geschichte wurde. "Das ist eine wirklich große Überraschung für mich", sagte der Franzose. "Ich habe gar nicht gewusst, dass ich der älteste Medaillengewinner bin, aber das ist völlig okay für mich."

Mayer: "Es zipft mich brutal an"

Aus rot-weiß-roter Sicht klaffte hinter Kriechmayr ein großes Loch. WM-Debütant Daniel Danklmaier landete mit 1,08 Sekunden Rückstand um Rang 20. Der Kärntner Olympiasieger Matthias Mayer schied kurz nach der zweiten Zwischenzeit auf Medaillenkurs liegend aus, auch Routinier Hannes Reichelt verpasste ein Tor. "Es zipft mich brutal an. Es wäre sicherlich alles drinnen gewesen. Der Speed war super, das Material war super", ärgerte sich Mayer. "Ich bin ein bisschen zu direkt reingefahren. Ich habe vorher im Fernsehen gesehen, dass alle eigentlich zu rund sind. Es ist sich aber leider nicht ausgegangen", beschrieb der Olympiasieger seinen Ausfall.

Reichelt-Attacke in Abfahrt?

Reichelt analysierte ebenfalls enttäuscht: "In der Traverse bin ich ein bisschen zu tief geworden, danach wollte ich alles riskieren. Es (das Aus) war eher die Folgeerscheinung von oben, dass ich mehr riskiert habe, als möglich gewesen ist. Es heißt, den Frust mitnehmen und in die Abfahrt einbauen."

(APA)

(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 22.08.2019 um 05:35 auf https://www.salzburg24.at/sport/wintersport/ski-wm-super-g-der-herren-im-liveticker-65300404

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