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Skisprung-Weltcup

Alle Hoffnungen ruhen auf Kraft

Österreichs Weltcup-Starter im Überblick

Ein früherer Serien-Sieger ist schon fast fünf Jahre sieglos, einer springt mit kürzeren Ski und wieder ein anderer ist "so frisch, wie nie". Österreichs Skispringer-Sextett, das am Wochenende den Weltcup-Auftakt in Wisla (POL) bestreitet, präsentieren wir euch im Überblick.

Alles Hoffnungen bei den ÖSV-Adlern ruhen abermals auf den Salzburger Stefan Kraft.

Überflieger Kraft hat große Ziele

Österreichs Paradespringer der vergangenen Jahre verspürte nach Schwierigkeiten bei der Materialabstimmung zuletzt noch Unsicherheit. der 26-Jährige sagt: "Bauen wir einmal die Sicherheit und das Selbstvertrauen auf, dann kann das schon wieder ein sehr guter Winter werden." Der Zweite des Vorjahres spitzt heuer neben dem Gesamtweltcup vermehrt auf die Vierschanzen-Tournee, die er schon einmal (2015) gewonnen hat. "Da kribbelt es noch einmal anders, da hat man als Springer noch einmal einen anderen Herzschlag. Bei mir baut sich da schon immer ein besonderes Gefühl auf."

Stefan Kraft SALZBURG24/Wurzer
Österreichs Skispurung-Ass Stefan Kraft im Gespräch mit SALZBURG24-Redakteur Aleksandar Andonov.

Schlierenzauer will Durststrecke beenden

Gregor Schlierenzauer ist der an Siegen (53) gemessen erfolgreichste Skispringer der Weltcup-Geschichte und wartet seit fast fünf Jahren (6. Dezember 2014, Lillehammer) auf einen Sieg, hat im Sommer aber neue Zuversicht gefunden. "Jetzt heißt es geduldig zu sein und sich an den Top Ten festzubeißen. Dann ist auch der Schritt wieder nach ganz vorne möglich." Eine Schlüsselrolle auf diesem Weg soll sein ehemaliger Stams-Lehrer und Ex-Chef des deutschen Teams, Werner Schuster, als Privat-Betreuer des 29-jährigen Tiroler einnehmen.

Gregor Schlierenzauer SALZBURG24/Wurzer
Österreichs Skisprung-Ass Gregor Schlierenzauer befindet sich im Aufwand.

Hayböck stellt auf Null

Mit Rang zehn als bestes Einzel-Resultat ist über die Vorsaison des fünffachen Weltcupsiegers Michael Hayböck eigentlich alles gesagt. "Ich habe nicht großartig analysiert, einfach ein Hakerl drunter gemacht und alles auf Null gestellt." Der Rücken zwickt seit Ende August nicht mehr, zudem ist der 28-jährige Oberösterreicher auf neuem Material unterwegs: "In den letzten zwei Jahren ist am Materialsektor bei mir wenig weitergegangen. Und das, was vor vier Jahren aktuell war, ist es heute sicher nicht mehr." Sein Ski und die Hublänge des Bindungsstabs sind nun kürzer. "Insgesamt sind es überall ein paar kleine Änderungen, wo ich hoffe, dass ein gutes Gesamtpaket rauskommt."

Michael Hayböck SALZBURG24/Wurzer
Der oberösterreichische Skispringer Michael Hayböck im Gespräch mit SALZBURG24-Redakteur Aleksandar Andonov.

Salzburger Huber baut auf Frische

Der 26-jährige Salzburger Daniel Huber hat seine Knieverletzung auskuriert. "So frisch bin ich sicher noch nie in eine Saison gestartet." Er möchte in dieser Saison endlich Konstanz in seine Sprünge bringen. "Die Tournee war letztes Jahr schon sehr cool, aber mit dem ein oder anderen Dämpfer. Das gilt es heuer wegzulassen." Dafür ist er guter Dinge. "Ich habe das Gefühl, dass der Weg stimmt. Die guten Sprünge sind jetzt immer mehr geworden."

Daniel Huber, Seekirchen, Skispringen SALZBURG24/VELIZ-DELGADO
Daniel Huber wurde nach seiner Silbermedaille im Mannschaftsspringen bei den Weltmeisterschaften 2019 in Seefeld in Tirol bei der Ankuft in seiner Heimatgemeinde Seekirchen frentisch gefeiert.

Aschenwald spuckt keine großen Töne

"Ich bin drauf gekommen, ich war materialmäßig schon recht gut aufgestellt. Grundsätzlich habe ich versucht, mich selber körperlich besser aufzustellen, sagte Philipp Aschenwald vor dem Weltcup-Auftakt. Andreas Felder, der Trainer des 24-jährigen Tiroler, sah ihn nach zwei vierten Plätzen im Weltcup und einer guten Heim-WM in der Weltspitze angekommen. "Natürlich habe ich es erstmals Schwarz auf Weiß bekommen, dass ich vorne dazugehören kann." Zur Weltspitze zählt er sich selbst noch nicht, vielleicht wenn er sein Saisonziel erreicht: "Richtung Podest zu kommen, ist heuer mein großes Ziel."

Philipp Aschenwald APA/GEORG HOCHMUTH
Philipp Aschenwald will heuer die Jagd auf die Podesplätze starten.

Fohlen aus Salzburg als größte Überraschung?

Der Jüngste im Team ist zarte 21 Jahre alt und hat Routinier Manuel Fettner und Clemens Aigner aus dem sechsköpfigen Weltcup-Aufgebot verdrängt. Von seinen Kollegen wird der Salzburger Jan Hörl lobend erwähnt, mit Rang zwei bei den Staatsmeisterschaften hat er sich Respekt verschafft. Auch Cheftrainer Felder sagt über den 21-jährigen. "Der Jan hat sich noch einmal weiterentwickelt."

Der Startschuss zur Weltcup-Saison fällt am Samstag um 16 Uhr mit dem Team-Bewerb in Wisla, ehe tagsdrauf um 11:30 Uhr das erste Einzelspringen über die Bühne gehen wird.

APA/BARBARA GINDL APA/BARBARA GINDL
Jan Hörl bekam das Vertrauen von Trainer Felder und rutschte in das Weltcup-Aufgebot in Wisla.
(Quelle: SALZBURG24/APA)

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