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Surft auf Erfolgswelle

Skisprung-Königin Kramer ist plötzlich die Gejagte

Gesamtweltcupsiegerin zeigt auch am Surfbrett ihr Können

Von Brettern kann Skisprung-Gesamtweltcupsiegerin Sara Marita Kramer kaum genug kriegen. Die Maria Almerin (Pinzgau) tauscht am Dienstag die Ski gegen ein Surfbrett und machte auch dabei eine gute Figur. Wir haben die 20-Jährige zu ausführlichen Video-Interviews getroffen und mit ihr über den Stellenwert des Damensports gesprochen.

Maria Alm am Steinernen Meer

Das Strahlen kann der Salzburgerin so schnell keiner wegnehmen.

Kramer steckt schwere Rückschläge weg

Auch nicht die vielen Rückschläge, mit der die erst 20-jährige Profi-Sportlerin in der jüngsten Vergangenheit konfrontiert wurde.

  • Verpasster Gesamtweltcup (2020/21) aufgrund eines falsch positiven Corona-Tests 
  • Vierter Platz bei der Weltmeisterschaft in Oberstdorf wegen einer (falschen) Jury-Entscheidung und dadurch keine WM-Medaille
  • Bei den Olympischen Spielen war Kramer aufgrund einer Corona-Infektion zum Zuschauen verdammt

Doch die Pinzgauerin schlug zurück und krönte sich in der abgelaufenen Saison mit dem Gesamtweltcupsieg zur Königin im Skispringen.

Skisprung-Ass ist sportliches Multi-Talent

Bei einem Medientermin im oberösterreichischen Ebensee verriet Kramer, wie sie die Enttäuschungen verdaute und worauf der Fokus derzeit liegt (siehe Video oben und unten).

 

Beim Surfen auf der Riverwave, einer künstlich erbauten zehn Meter breiten und rund eineinhalb Meter breiten Surfwelle, zeigte die Maria Almerin ihr sportliche Vielfältigkeit (siehe Video unten). Unter Anleitung des Salzburger Surf-Experten Lukas Haigermoser hatte sie schnell den Dreh raus.

"Ich stehe sehr gerne auf Brettern. Hier ist der Spaßfaktor riesig und im Trainingsalltag eine willkommene Abwechslung", erklärte Kramer im Gespräch mit SALZBURG24.

 

Schmerzen beim Skifahren zu groß

In ihrer Kindheit stand sie gerne auf Alpin-Skiern, musste diese jedoch aufgrund Schienbein-Schmerzen, die durch das Skispringen entstanden, wieder in den Keller stellen. "Durch meine Beinhautentzündungen kann ich in den Schuhen keinen Druck ausüben und bin daher auf Snowboarden umgestiegen", verriet die gebürtige Niederländerin.

 

Kramer macht gute Figur beim Surfen

Auf einem Surfbrett stand sie heute erst das dritte Mal, wusste jedoch auf Anhieb zu überzeugen. "Für die Balance und die Koordination war das sicher nicht schlecht. Im Vordergrund stand allerdings die Gaudi", verriet die Salzburgerin, die keine Angst vor Stürze und den riesigen Beton-Wänden auf den Seiten hatte. "Ich stehe auf den Adrenalin-Kick."

Dieser wird in der kommenden Saison definitiv höher. Denn am Ende des Winters werden die Damen erstmals von der Skiflug-Schanze abheben.

Salzburgerin begrüßt Damen-Tournee

"Das ist eine interessante Entscheidung, da wir noch nicht sehr viel von Großschanzen gesprungen sind. Uns geht die Dichte ab, aber vielleicht entwickelt sich das von selber. Aber ich finde es cool, dass wir – wie auch die Herren – die Gelegenheit bekommen, von größeren Schanzen zu springen und das Niveau nach oben zu heben."

Kramer begrüßt vor allem die im nächsten Jahr startende Vierschanzentournee der Frauen. "Das ist einer der größten Bewerbe, das habe ich mir früher als Kind auch immer im Fernsehen angesehen."

Abschalten kann Skisprung-Königin nur im Ausland

Abseits des intensiven Trainingsprogramms kommt die derzeit beste Skispringerin der Welt vor allem beim Reisen zur Ruhe. "Abschalten kann ich vor allem, wenn ich in ein anderes Land fahre. In Österreich bin ich schon sehr mit dem Sport beschäftigt. Wenn, dann fahre ich nach Holland und schalte dort mit der Familie ab. Oder eben ganz weit weg in den Urlaub."

Den Sommer genoss Kramer mit ihrer Schulfreundin auf Bali, mit der sie seit dem Skigymnasium Stams eine enge Freundschaft pflegt.

"Will weiterhin die Beste sein"

"Jetzt steht eine intensive Vorbereitung auf dem Programm. Denn heuer ist es ein bisschen schwieriger: Ich bin jetzt die Gejagte. Ich muss schauen, wo ich noch Potenzial habe. Ich will ja weiterhin die Beste sein."

Speziell am Schanzentisch und bei der Landung sieht Kramer noch Nachholbedarf und will in der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft-Saison weiterhin "Vollgas geben".

Der Weltcupstart ist für Anfang November im polnischen Wisla angesetzt.

(Quelle: SALZBURG24)

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