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Heim-WM

Stadlober führt ÖSV-Team in Seefeld an

Stadlober führt das Langlauf-Team an
Von Teresa Stadlober wird eine Spitzenplatzierung erwartet.

Nach den sechs nominierten Nordischen Kombinierern vom vergangenen Montag hat der Österreichische Skiverband (ÖSV) am Donnerstag die zweite Sparte für die Nordischen Heim-Weltmeisterschaften in Seefeld und Innsbruck bekanntgegeben. Angeführt von Teresa Stadlober werden zwei Damen und sieben Herren Österreich bei den am 20. Februar beginnenden Titelkämpfen im Langlauf vertreten.

Wäre es nach dem langjährigen Sportlichen Leiter für Langlauf im ÖSV gegangen, dann wären bis zu 14 Athleten nach Seefeld geschickt worden. "Ich hätte gerne ein paar mehr gehabt. Aber man muss ehrlich sagen, die Ergebnisse waren nicht da und ich habe sie zwar vorgeschlagen, aber sie sind auf höherer Ebene nicht genehmigt worden", meinte Gandler. "Damit muss ich leben, es sind trotzdem zwei Damen und sieben Herren - das ist auch nicht so wenig."

Zwei Salzburger in Herren-Staffel

Grundsätzlich hätte er gerne noch mehr Athleten die Chance gegeben, etwaige Kosten waren freilich bei einer Heim-WM nicht der Grund. "Es geht um die Leistung, die sind nur im Europacup gelaufen, da gibt es keine Weltcupleistung zu berücksichtigen." Mit dem aus dem Kombinierer-Lager kommenden Mika Vermeulen und Benjamin Moser hat Gandler aber zwei zusätzliche Nachwuchsleute genehmigt bekommen. Moser wird vorerst im Sprint ebenso Ersatz sein wie auch Vermeulen, der für die Staffel erster Ersatz ist.

Für die Herren-Staffel, in der Österreich vor 20 Jahren in der Ramsau (mit Gandler) sensationell WM-Gold geholt hatte, schwebt dem nunmehrigen Funktionär das Quartett Dominik Baldauf (V), Max Hauke (St), Luis Stadlober (S) und Bernhard Tritscher (S) vor. "Das ist mein Wunsch." Neben Vermeulen und Moser (T) ist auch noch Tobias Habenicht im Aufgebot.

Salzburgerin Stadlober führt Team an

Der angedachte Quereinstieg von Biathlet Julian Eberhard ist letztlich an einer Reglementänderung gescheitert. "Der Weg ist nur noch über die FIS-Liste. Es gibt keine Wildcards mehr, das ist bei diesem Großereignis das erste Mal. Das hätte uns geholfen." Nun müsse man aber FIS-Punkte machen, um startberechtigt zu sein. Einen Eberhard zusätzlich zum engen Weltcup-Kalender aber auch noch in weitere Rennen zu schicken, sei dann zu beschwerlich gewesen.

Eine Damen-Staffel, die sich Gandler ebenso gewünscht hätte, ist also für Gandler nicht ermöglicht worden. Dennoch liegt das Hauptaugenmerk freilich auf den Damen bzw. Aushängeschild Teresa Stadlober. Von ihr wird eine Spitzenplatzierung erwartet, auch eine Medaille ist im Bereich des Möglichen. "Das wäre natürlich der Wunsch. Sie hat auf jeden Fall das Potenzial für weit vorne, im Idealfall läuft sie um eine Medaille. Sie hat eine schwierige Vorbereitung gehabt, weil während der Tour eine zähere Krankheit in den Nebenhöhlen aufgetaucht ist", erklärte Gandler. Stadlober habe sich aber gut erholt, die erste richtige Standortbestimmung werde man dieses Wochenende beim Weltcup in Cogne sehen.

(APA)

Aufgerufen am 16.02.2019 um 09:01 auf https://www.salzburg24.at/sport/wintersport/stadlober-fuehrt-oesv-team-in-seefeld-an-65727148

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