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"Gar nicht zufrieden"

Krafts Tief hält bei Innsbruck-Quali an

ÖSV-Adler bei Vierschanzentournee mannschaftlich stark

Stefan Kraft APA/GEORG HOCHMUTH
Bei Stefan Kraft läuft es derzeit nicht wie gewünscht.

Es ist nicht die Vierschanzentournee von Stefan Kraft: Der Salzburger, der das Neujahrsspringen verpasste, kam am Montag bei der Qualifikation für das Bergisel-Springen nicht über Platz 42 hinaus. Damit ist er aber immerhin im Bewerb der besten 50 dabei. Platz eins sicherte sich Tournee-Spitzenreiter Ryoyu Kobayashi vor ÖSV-Adler Jan Hörl.

Schwarzach im Pongau, Bischofshofen, Seekirchen am Wallersee

Neben dem Bischofshofener Hörl präsentierte sich mit Daniel Huber aus Seekirchen ein zweiter Salzburger am Montag auf der Bergisel-Schanze als Vierter hinter dem Schweizer Killian Peier stark.

 

Hörl fühlte sich auf der ersten zweier Tournee-Heimschanzen gleich auf Anhieb wohl. "Ich habe mich sehr gut auf die Schanze eingestellt, und in der Qualifikation habe ich noch ein bisschen etwas draufgelegt", meinte der 23-Jährige. Für den Bewerb (Dienstag, 13.30 Uhr, live ORF 1) nahm sich Hörl vor, wieder seine Punkte abzuarbeiten und bei den zu erwartenden windigeren Bedingungen eine gute Phase zu erwischen. "Aufessen und auf ein bisschen Glück hoffen", sagte der Tournee-Neunte.

Hörl segelt weiter als Kobayashi

Kobayashi sprang mit 126,5 m um 2,5 m kürzer als Hörl, erhielt aber mehr Windpunkte. Ähnliche Verhältnisse wie sein Landsmann hatte Huber bei seinem 128-m-Satz. "Meine Quali war mutig durchgezogen, es hat Spaß gemacht", wusste der Tournee-Zehnte zu berichten. Da die Trainingssprünge davor nicht so gepasst hatten, sollte dennoch eine beinharte Analyse folgen. Zufrieden mit sich war Manuel Fettner als 16. "Das war ein konstanter Tag, mein bisher bester bei dieser Tournee. Das tut dem Kopf gut."

Kraft "ganz und gar nicht zufrieden"

Der aus Schwarzach im Pongau stammende Kraft, der in Garmisch in der QuaIi gescheitert war, war mit Rang 42 "ganz und gar nicht zufrieden", wie er im ORF-Interview angab. "Es war wieder sehr schwierig. Es ist ein schmaler Grat, ob es funktioniert oder nicht, das hat man wieder gesehen", erklärte der Salzburger.

Stefan Kraft, Oberstdorf, Vierschanzentournee, APA/AFP/Christof STACHE
Stefan Kraft beim Springen in Oberstdorf.

Stefan Kraft verpasst Neujahrsspringen

Stefan Kraft verpasst das Neujahrsspringen bei der Vierschanzentournee. Der Salzburger landete in der Qualifikation für den zweiten Tourneebewerb in Garmisch-Partenkirchen nur an der 59. Stelle. …

Er müsse derzeit einfach kleinere Brötchen backen. 114 m reichten mit etwas Bauchweh zur Qualifikation. Er müsse zwar derzeit kleinere Brötchen backen, verunsichern lassen wollte sich Kraft aber nicht. Lieber blickte er auf die 126 m und Rang zwei im zweiten Training. "Das gibt mir ein gutes Gefühl, dass was Cooles rauskommen kann, wenn ich meine Sachen richtig mache."

Man könne bei ihm im Wettkampf mit allem rechnen, kündigte Kraft an. Für den Salzburger geht es im K.o.-Duell gegen den Slowenen Anzi Lanisek, der einen Rang hinter Kraft gelandete Daniel Tschofenig zog die deutsche Hoffnung Markus Eisenbichler. Der Kärntner sprang hinter seinen Ansprüchen hinterher. "Alle meine drei Sprünge waren nicht gut. Wenn die nötigen Punkte nicht erfüllt werden, dann fliegt das Ganze nicht mehr. Ich bin mit einem blauen Auge davongekommen."

Neun ÖSV-Adler in Innsbruck dabei

Von der rot-weiß-roten Stamm-Sieben bei dieser Tournee kam noch Philipp Aschenwald als 30. weiter, Ulrich Wohlgenannt blieb als 55. und schwächster Österreicher auf der Strecke. Aschenwald trifft in seinem Bewerbsduell auf seinen Landsmann Thomas Lackner, nach einem 121-m-Sprung als 21. klar Bester der nationalen ÖSV-Gruppe. Aus der stiegen auch Clemens Aigner als 45. und Stefan Rainer als 49. auf. Elias Medwed (52.) und Maximilian Ortner (53.) landeten knapp hinter Hayböck.

Der gab wie unmittelbar nach seiner Bandscheibenoperation Anfang Oktober erhofft nun sein Comeback, sein 113-m-Sprung wurde für den Aufstieg um 1,4 Punkte zu nieder bewertet. "Insgesamt hat für mich gar nichts zusammengepasst", sprach Hayböck bezüglich der Sprung-Qualität Klartext. "Aber dafür habe ich die drei Sprünge körperlich sehr gut vertragen. Und es ist schön, dass ich zumindest wieder mittun darf." Den Dienstag will er nun nutzen, um sich auf Bischofshofen vorzubereiten.

Einige prominente Namen schafften die Qualifikation nicht, so der polnische Titelverteidiger Kamil Stoch als lediglich 59. Unmittelbar dahinter landete der nur 106,5 m weit gesprungene Norweger Johann Andre Forfang, seinen Landsmann Fredrik Villumstad erwischte es als 69. (104,5). Der in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen siegreich gebliebene Kobayashi führt gesamt 13,2 Punkte vor dem in der Bergisel-Qualifikation auf Rang 14 gekommenen Norweger Marius Lindvik.

(Quelle: APA)

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