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Phänomenaler Abschluss

ÖSV-Adler segeln im Team-Bewerb zu WM-Silber

Deutschland verteidigt Titel

 (v.l.) Daniel Huber, Stefan Kraft und Philipp im Skisprung-Teambewerb der Herren auf der Großschanze im Rahmen der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf am Samstag, 6. März 2021. APA/GEORG HOCHMUTH
(v.l.) Daniel Huber, Stefan Kraft und Philipp Aschenwald jubeln im Skisprung-Team-Bewerb über WM-Silber. 

Österreichs Skispringer freuen sich bei der Nordischen WM über eine weitere Medaille. Im Team-Bewerb holen die ÖSV-Adler Silber.

Als Quartett sind die nordischen Ski-Asse des ÖSV immer für Edelmetall gut. Nach Gold durch die Skispringerinnen sowie Bronze durch die Kombinierer und das Mixed-Skisprung-Team bewiesen auch die Skispringer gemeinsam ihre Klasse. 

Silber für ÖSV-Springer im Team-Bewerb

Philipp Aschenwald, Jan Hörl, Daniel Huber und Einzel-Weltmeister Stefan Kraft holten am Samstag bei den Titelkämpfen in Oberstdorf Silber. Es war die siebente Medaille für das rot-weiß-rote Aufgebot im Allgäu. Den Titel sicherte sich Deutschland.

Alle Augen auf Stefan Kraft

Wieder einmal lag es in dem enorm spannenden Finale mit vier Teams im Medaillenrennen an Stefan Kraft. Vor den Schlussspringern waren die ersten vier Teams nur durch 13,8 Punkte oder acht Meter getrennt. Österreich hatte am Vortag im Einzelbeweb mit vier Athleten unter den ersten elf das beste Team-Ergebnis erzielt, doch im letzten Schanzenbewerb steigerten sich die Konkurrenten.

Vor Kraft waren die Österreicher Dritte, der Salzburger hatte 7,0 Punkte auf Polen und 6,0 auf Deutschland aufzuholen. Einmal mehr packte der zweifache Weltcup-Gesamtsieger seinen besten Sprung aus, wenn es darauf ankam und ließ auf 130 einen 133-m-Flug folgen. Doch Lokalmatador Karl Geiger, der Dritte des Einzelbewerbs, übertraf diesmal Österreichs Nummer 1 um drei Meter.

Zwölfte WM-Medaille für Salzburger

Mit Silber holte Kraft schon seine zwölfte WM-Medaille und verlässt den WM-Ort mit einem kompletten Medaillensatz. Begonnen hatte seine auch bei den vierten Titelkämpfen in Serie erfolgreiche Medaillenjagd mit Bronze mit dem Mixed-Team.

"Coolen Job gemacht"

"Es war ein Riesenfight, wir haben einen sehr coolen Job gemacht", meinte Kraft im ORF-Interview. "Die Deutschen waren richtig stark, man muss ihnen gratulieren und wir sind mega-happy, dass sich Silber ausgegangen ist." 

WM ging nicht spurlos vorbei

Doch nach dem letzten Einsatz gab der Skiflug-Weltrekordler zu, dass die WM Spuren hinterlassen hatte. Kraft hatte wegen Rückenproblemen nur eine stark reduzierte Vorbereitung absolviert und in dieser Saison das Training reduzieren müssen. Für die Skiflug-WM im Dezember musste er passen. "Heute habe ich den Körper schon wieder anständig gespürt. Aber jetzt ist es vorbei, ich kann mich ein paar Tage auf die Couch legen", schmunzelte der dreifache Einzel-Weltmeister.

Hörl holt erste Medaille bei Debüt 

Für Jan Hörl (136/126,5) gab es beim WM-Debüt mit 22 Jahren gleich Edelmetall. Er hatte Michael Hayböck im Silber-Team von 2019 ersetzt. "Ich bin so glücklich, meine erste Medaille und die mit dem Team", sagte der Salzburger, zeigte sich aber auch selbstkritisch. "Beim zweiten Sprung wäre mehr drinnen gewesen."

Huber (128/130,5) war am Vortag im Finale vom dritten auf den achten Platz zurückgefallen, zum Abschluss belohnte er sich mit seiner zweiten Silbermedaille. "Ich bin mega-stolz, dass wir Silber haben. Das war an Dramatik nicht zu überbieten", meinte der Salzburger.

(Quelle: APA)

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