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Gesundheitliche Schäden

Eltern ziehen wegen Maskenpflicht vor Gericht

Asthmatiker seien stark betroffen

++ THEMENBILD ++ Illustration zu den Themen Schule / Sommerschule / Schulbeginn / Unterrichtsstart. Im Bild: Eine Schutzmaske und Unterrichtsmaterial aufgenommen am Montag, 24. August 2020, in der Sommerschule in Purkersdorf.

Hunderte Tiroler Eltern ziehen für ihre Kinder vor den Verfassungsgerichtshof. Sie beklagen, dass ihre Kinder durch die Maskenpflicht im Unterricht gesundheitliche Schäden nehmen könnten.

Tiroler Eltern ziehen wegen der Maskenpflicht für ihre Kinder im Unterricht vor den Verfassungsgerichtshof (VfgH). Zehn Kinder vertrete ein Innsbrucker Rechtsanwalt, für zwei habe dieser bereits einen Musterantrag formuliert, berichtete die "Tiroler Tageszeitung". "Dahinter stehen hunderte Eltern", so der Anwalt. Die Eltern hätten große Bedenken, dass ihre Kinder gesundheitlichen Schaden nehmen könnten, weil sie stundenlang Maske im Unterricht tragen müssen, hieß es. 

Problematik mit Asthmatikern

Asthmatische Kinder seien als "Gefährder" denunziert worden, weil sie in der Klasse keine Masken getragen hätten. "Dabei sind die Kinder per Attest von der Maskenpflicht befreit", erklärte Anwalt Christian Ortner.

Um die Klage zu untermauern, würden Studien herangezogen, die das Maskentragen vor allem für Kinder als besonders abträglich darstellen. Kinder hätten kleinere Lungenvolumina als Erwachsene, zudem verbreite das ständige Zurechtrücken der Maske mit den Fingern mehr Keime, als die Maske abhalten könne. Gleichzeitig gibt es aber auch viele Studien, die das Maskentragen für Kinder empfehlen, um das Corona-Ansteckungsrisiko zu reduzieren.

15-Jährige klagt ebenfalls wegen Maskenpflicht

Erst am Montag war bekanntgeworden, dass eine 15-jährige Gymnasiastin aus der Obersteiermark wegen der Maskenpflicht im Unterricht Klage gegen die Republik eingebracht hat. Unterstützt wird sie dabei von der "Initiative für eine evidenzbasierte Coronainformation", die in der Vergangenheit etliche Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen initiiert hatte. Die Anwältin der Schülerin bemängelt fehlende Verhältnismäßigkeitsprüfung und Verletzung von Rechtsgütern wie Leben und Gesundheit, da gravierende Folgen für die Psyche von Kindern und Jugendlichen nicht ausgeschlossen werden könnten. Zudem wurde auf eine dänische Studie verwiesen, wonach Maskentragen keinen signifikanten Schutz vor einer Infektion biete.

Schülerin (15) klagt Republik wegen Maskenpflicht

Pixabay
(SYMBOLBILD)

Eine 15-jährige Gymnasiastin aus der Obersteiermark hat wegen der Maskenpflicht im Unterricht Klage gegen die Republik eingebracht, hieß es am Montag in einer Aussendung der "Initiative für eine evidenzbasierte Coronainformation", die die Musterklage unterstützt.

Ihr Argument: Es fehle Evidenz, dass Maskentragen eine Ansteckung mit Covid-19 verhindern kann, gleichzeitig könnten psychische und physische Beeinträchtigungen beim dauerhaften Tragen nicht ausgeschlossen werden.

Folgen auf Psyche von Kindern

Die Anwältin der Schülerin, Michaela Hämmerle, bemängelt in der Klage die fehlende Verhältnismäßigkeitsprüfung und die Verletzung von Rechtsgütern wie Leben und Gesundheit, da gravierende Folgen für die Psyche von Kindern und Jugendlichen nicht ausgeschlossen werden könnten. Hämmerle verweist zudem u.a. auf eine dänische Studie, wonach Maskentragen keinen signifikanten Schutz vor einer Infektion biete.

Bund soll für Folgeschäden der Maske haften

Die Schülerin verlangt laut Aussendung in ihrer Klage von der Republik die Feststellung, dass sie keinen Mund-Nasen-Schutz tragen muss. Andernfalls will sie, dass der Bund als Verordnungsgeber die Haftung für sämtliche Folgeschäden, die durch das Maskentragen auftreten, übernehmen muss. Die "Initiative für eine evidenzbasierte Coronainformation" (ICI) hat in der Vergangenheit mehrfach Demonstrationen von Corona-Skeptikern organisiert, sie sind außerdem Initiatoren des Volksbegehrens für ein "Wiedergutmachungsgesetz zu den Covid-19-Maßnahmen". Für den Fall, dass die Musterklage der Schülerin erfolgreich sein sollte, plant die ICI laut Aussendung das Führen großer Sammelverfahren.

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