Jetzt Live
Startseite Feuerwehren
Jubiläums-Special

Gut gerüstet für den Notfall

"Rechtzeitig schauen, dass man’s hat, wenn man’s braucht"

SB, Feuerwehr, Berufsfeuerwehr SALZBURG24/Wurzer
Die Anzahl der Fahrzeuge für jede Feuerwehr im Land ist genau definiert.

Gute Organisation ist das Um und Auf für die erfolgreiche Feuerwehrarbeit. Auch für die freiwillige Feuerwehr gelten exakte Vorgaben, die sich in der Praxis bewährt haben.

Zur Themen-Seite "Salzburgs Feuerwehren"

Rechtzeitig schauen, dass man’s hat, wenn man’s braucht. Dieser alte Werbespruch gilt auch für die Ausrüstung der freiwilligen Feuerwehren der 119 Salzburger Gemeinden. Wenngleich die Feuerwehr im gesellschaftlichen Leben eine enorm wichtige Rolle spielt, ist sie nicht mit einem Verein vergleichbar. „Jede Gemeinde ist per Salzburger Feuerwehrgesetz dazu verpflichtet, eine leistungsfähige und den örtlichen Verhältnissen entsprechend ausgerüstete Feuerwehr aufzustellen“, klärt Landesfeuerwehrkommandant Günter Trinker auf.

Feuerwehr ehrenamtlich, mit Einsatzpflicht

Rechtlich ist die Feuerwehr damit vergleichbar mit Schulen, Kindergärten und den anderen Einrichtungen, die zu einem Gemeindebetrieb dazugehören. „Wir sind zwar ehrenamtlich, haben aber auch eine Einsatzpflicht. Schließlich kann es im Notfall auch einmal ums nackte Überleben gehen“, so Trinker. „Man darf niemals vergessen, dass das Engagement bei der freiwilligen Feuerwehr auch mit einem sehr hohen Eigengefährdungspotenzial einhergeht.“ Damit aber auch dafür die notwendige Ausrüstung, die Anzahl der Stellplätze im Feuerwehrhaus und die Mannschaftsanzahl definiert werden können, gibt es die sogenannten Ortsklassen. „Kurz zusammengefasst: Je höher die Ortsklasse, desto mehr Fahrzeuge, mehr Ausrüstung und natürlich auch mehr Personal sieht das Gesetz vor“, so Michael Leprich, Geschäftsstellenleiter beim Landesfeuerwehrverband Salzburg.

Von Schiebeleitern zu Atemschutzgeräten

Aber nicht nur die Anzahl der Fahrzeuge ist genau definiert, die Vorgaben sehen auch entsprechende Zahlen für Schiebeleitern, Funkgeräte oder Atemschutzgeräte vor. Welche Gemeinde welcher Ortsklasse zugeteilt wird, hängt von mehreren Faktoren ab. Orte mit bis zu 800 Einwohnern, 240 Bauten und maximal 500 Gästebetten fallen in die Ortsklasse eins, die laut Salzburger Feuerwehrgesetz mindestens zwei Gruppen vorsieht.

Zur Erklärung: Die freiwillige Feuerwehr ist grundsätzlich in Züge und Gruppen eingeteilt. Züge erfordern 22 Personen, Gruppen stets neun. So verteilen sich die Anforderungen auf insgesamt fünf Ortsklassen. Jene der Stufe fünf sieht mindestens fünf, besser jedoch sechs Feuerwehrgruppen für Gemeinden vor, die mehr als 12.000 Einwohner, 2000 Gebäude und mindestens 6000 Gästebetten aufweisen. Darüber hinaus gibt es auch noch weitere Faktoren, die bei der Zuordnung der Ortsklasse eine Rolle spielen – wenn etwa wichtige Verkehrswege, Tunnels oder Brücken, aber auch Unternehmen oder Fabriken mit einem Gefährdungspotenzial auf dem Gemeindegebiet zu finden sind.

PDF: Salzburger Feuerwehrgesetz zum Download

(Quelle: SALZBURG24/SN)

Aufgerufen am 03.10.2022 um 03:49 auf https://www.salzburg24.at/themen/feuerwehren/gut-geruestet-fuer-den-notfall-127054345

Kommentare

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Artikel. Starte die Diskussion.

Kommentare anzeigen K Kommentare ausblenden Esc Teile uns deine Meinung mit.

Mehr zum Thema