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Salzburger Landestochter: Umstrittene Postenbesetzung zurückgenommen

Dass ein Mitarbeiter der Finanzabteilung vom Ex-Finanzreferenten David Brenner (S) nur eine Woche vor dessen Rücktritt zum Geschäftsführer der 100-Prozent-Tochter des Landes bestellt wurde, hatte vor allem für Unmut bei der ÖVP gesorgt. Neumayr
Dass ein Mitarbeiter der Finanzabteilung vom Ex-Finanzreferenten David Brenner (S) nur eine Woche vor dessen Rücktritt zum Geschäftsführer der 100-Prozent-Tochter des Landes bestellt wurde, hatte vor allem für Unmut bei der ÖVP gesorgt.

Im Land Salzburg wurde nun eine umstrittene Personalentscheidung zurückgenommen. Der zuletzt vor allem in die Kritik der ÖVP gekommene Geschäftsführer der "Land Salzburg Beteiligungen GmbH" hat am Donnerstag sein Amt zurückgelegt.

"Aufgrund der Turbulenzen der vergangenen Tage hat Gabi Burgstaller mit Stefan Huber ein Gespräch geführt. Dieser hat angeboten, die Geschäftsführungsfunktion zurückzulegen", informierte das Büro der Landeshauptfrau in einer Aussendung.

"In die Mühlen des Wahlkampfes" geraten

Burgstaller betonte in dem Schreiben, dass Huber aus 15 Bewerbern "mit Abstand" als Bestgeeigneter hervorgegangen, dann aber "in die Mühlen des Wahlkampfes" geraten sei. Denn das der Mitarbeiter der Finanzabteilung als ehemaliger politischer Sekretär vom Ex-Finanzreferenten David Brenner (S) nur eine Woche vor dessen Rücktritt zum Geschäftsführer der 100-Prozent-Tochter des Landes bestellt wurde, hatte vor allem für Unmut bei der ÖVP gesorgt, die ihre Zustimmung zu der Personalentscheidung verweigerte.

Hubers Besetzung umstritten

Im Finanzressort war man zuletzt um eine Versachlichung der Causa bemüht gewesen. Es sei bisher Usus gewesen, dass der für die Landesbeteiligungen zuständige Beamte die Geschäftsführung übernimmt. Huber sei interimistisch zum Geschäftsführer bestellt worden, weil die GmbH sonst nicht handlungsfähig wäre. Wären am 5. Mai keine Wahlen, dann hätte auch die ÖVP die Besetzung abgesegnet, so eine Sprecher von Finanzlandesrat Georg Maltschnig (S) zuletzt zur APA.

Hubers Posten soll nun von vom bisherigen Prokuristen der Gesellschaft übernommen werden. Laut Burgstaller habe die ÖVP zu diesem Vorschlag Zustimmung signalisiert. (APA)

(Quelle: S24)

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