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Auinger will mobiliseren

"Aigen soll nicht über Lehen entscheiden"

Auinger SALZBURG24/BERGER
Pressetermin im Vizebürgermeister-Büro (v.l.): Andrea Wanner, Bernhard Auinger und Anja Hagenauer.

"Das Champions-League-Hinspiel ist verloren." – Nein, hier geht es nicht um Fußball, sondern dieser sportlichen Metapher bediente sich SPÖ-Bürgermeisterkandidat Bernhard Auinger (SPÖ) am Dienstag nach dem ersten Wahlgang der Bürgermeisterwahl in der Stadt Salzburg. Er zeigt sich kämpferisch für die "Rückrunde" am 24. März.

Salzburg

Rund 5.000 Stimmen lag der Vizebürgermeister am Sonntag hinter dem amtierenden Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP). Besonders bitter für die Sozialdemokraten in der Landeshauptstadt ist aber der Verlust der Mehrheit im Gemeinderat. "Dieses Ergebnis haben wir nicht erwartet, denn die Rückmeldungen aus der Bevölkerung waren ganz andere", so Auinger bei dem Pressetermin in seinem Büro im Schloss Mirabell. Nur noch vier Stadtteile sind in roter Hand, vor fünf Jahren war das noch fast die gesamte Landeshauptstadt – ausgenommen den beiden ÖVP-Hochburgen Altstadt-Mülln und Gneis-Leopoldskron.

SPÖ gibt professionelle Analyse in Auftrag

Lag es an der Neutor-Sperre, der allgemein schwierigen Zeit der SPÖ oder war es doch die Person Bernhard Auinger? Über die Gründe beließ man es seitens der Parteispitze bei Stillschweigen. "Das ist zum jetzigen Zeitpunkt wie Kaffeesud lesen", sagte Klubvorsitzende Andrea Brandner. Nach der Stichwahl am 24. März werde die Stadt-SPÖ ein externes Institut mit einer genauen Analyse beauftragen, und danach die notwendigen Schlüsse ziehen, "um 2024 wieder auf die Erfolgsspur zurückzufinden". Darin sollen auch die Gründe der erschreckend niedrigen Wahlbeteiligung von etwa 30 Prozent in den als SPÖ-Hochburg geltenden Stadtteilen Elisabeth-Vorstadt, Lehen und Schallmoos gehen.

Ehemalige rote Hochburgen mobilisieren

Schon vor der Stichwahl am 24. März wollen die Roten um Auinger aber genau dort die Menschen mobilisieren. "Wir wollen ihnen klar machen, dass nicht die Menschen in Aigen darüber entscheiden sollen, was in Lehen passiert", so Auinger. Er erhoffe sich zudem die Wähler der Bürgerliste und auch der NEOS. Von Wahlempfehlungen halte der SPÖ-Kandidat aber nichts.

SPÖ steht hinter Bernhard Auinger

Auinger erinnerte an die Wahlen 2009, bei denen Preuner vor der Stichwahl schon 19 Prozentpunkte hinter dem damaligen Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ) zurückgelegen war, den Rückstand im zweiten Durchgang aber dann noch auf sieben Prozentpunkte verkleinern konnte. Und um auch mit einem sportlichen Vergleich zu schließen: An einen Spielertausch denkt die SPÖ nicht. "Wir stehen zu 100 Prozent hinter Bernhard Auinger", versicherten Brandner und Noch-Vizebürgermeisterin Anja Hagenauer.

(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 16.09.2019 um 08:03 auf https://www.salzburg24.at/themen/gemeinderats-und-buergermeisterwahlen/bernhard-auinger-spoe-aigen-soll-nicht-ueber-lehen-entscheiden-67139335

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