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Interview-Reihe zur Wahl

NEOS-LGF Markus Rosskopf: "Die Wahl ist die Zeit der Ernte"

Markus Rosskopf NEOS SALZBURG24/Posani
Der Landesgeschäftsführer der NEOS, Markus Rosskopf, im Gespräch mit SALZBURG24-Chefredakteurin Nicole Schuchter. 

In rund fünf Wochen schreiten die Salzburgerinnen und Salzburger erneut zur Urne. Neu gewählt werden diesmal die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister und Gemeinderäte. Während der Wahlkampf in den meisten Gemeinden schon begonnen hat, haben wir die jeweiligen Landesgeschäftsführer (LGF) zum Interview gebeten. Welche Chancen sich die NEOS ausrechnen, verrät uns Markus Rosskopf im Interview.

Markus Rosskopf (39) wurde 2018 zum Landesgeschäftsführer der NEOS bestellt. Der studierte Kommunikationswissenschafter war zwischen 2007 und 2010 Bezirksgeschäftsführer der Flachauer ÖVP, arbeitete von 2012 bis 2015 als Betriebsleiter der Therme Amadé in Altenmarkt-Zauchensee (Pongau) und kümmerte sich danach bis 2017 als Geschäftsführer der EZ-Werbegemeinschaft der Wirtschaftstreibenden um das Standort-Marketing für die Pongauer Gemeinden Schwarzach, Bischofshofen und St. Johann.

Die NEOS treten in der Landeshauptstadt, in Hallein und Kuchl im Tennengau, in Obertrum im Flachgau und in Mittersill im Pinzgau an. Mit welchem Gefühl gehen Sie in die Wahl?

Natürlich hoffen wir, die Erfolge von vor fünf Jahren wiederholen zu können. In die Gemeinden gehen wir mit einem guten Gefühl hinein, weil wir in Gemeinden antreten, in denen wir schon viele Unterschriften gesammelt haben, speziell Kuchl und Mittersill. Auch in Hallein und der Stadt Salzburg sind wir gut unterwegs.

Wo rechnen Sie sich die größten Chancen aus?

Wirklich gute Chancen haben wir in Obertrum und Mittersill. Denn in diesen Gemeinden treten wenige Parteien an. In Kuchl gehen wir ebenso davon aus, dass die Chancen, unser Wahlziel zu erreichen, gut stehen. In Kuchl und Mittersill ist unser Ziel, in die Gemeindevertretung zu kommen. Etwas schwieriger einzuschätzen ist für uns Hallein. Dort treten insgesamt fünf Bürgermeisterkandidaten an, aber das Stimmenergebnis von 2014 sollte dennoch haltbar sein.

In der Landeshauptstadt kamen die NEOS 2014 auf 12,4 Prozent, das war ein beachtlicher Wahlerfolg. Gehen Sie davon aus, auch dieses Ergebnis halten zu können?

Natürlich war Salzburg vor fünf Jahren ein nicht erwarteter Riesenerfolg. Wir hoffen auf jeden Fall, dass wir in Salzburg das Ergebnis halten können. Wir gehen aber nicht davon aus, dass wir es ausbauen können. Das wäre zu vermessen. Wir versuchen unser Bestes.

Das konkrete Wahlziel für die Stadt Salzburg lautet also?

Die Stimmen oder fünf Mandate plus den Stadtrat zu halten.

Was macht Lukas Rößlhuber zum Spitzenkandidat in der Stadt Salzburg?

Lukas ist ein Macher und setzt sehr schnell Dinge um, die liegen geblieben sind. Er versucht Lösungen für alle zu finden und hat schon gezeigt, dass das gelingen kann.

Inwieweit ist Sepp Schellhorn in den Wahlkampf involviert?

Sepp ist unser Landessprecher und wird in der Stadt sicherlich immer wieder mal auftauchen und Lukas unterstützen. Schellhorn hat durch seine Tätigkeit als Gastronom den wirtschaftlichen Background und kann uns in dem Punkt sicherlich viele Ideen liefern. Für Lukas ist das ein großer Pluspunkt.

Was können Sie uns zur Wahlkampfstrategie der NEOS verraten?

NEOS ist und war immer sehr erfolgreich mit Social Media. Dazu kommt der persönliche Kontakt zum Wähler, der in Salzburg sehr wichtig ist. Das heißt, wir werden viel auf der Straße und verschiedenen Veranstaltungen sein, um mit den Menschen zu sprechen. Wir werden Hausbesuche und Stau-Aktionen machen. Das ist das Um-und-Auf und kostet nicht viel.

Natürlich haben wir keine Plakatwände, aber ein paar Plakatständer schon und auch in einigen Printmedien werden wir zu sehen sein.

Wie viel Geld geben denn die NEOS für den Wahlkampf aus?

Unser Wahlkampfbudget beträgt 150.000 Euro, vor fünf Jahren waren wir bei 100.000 Euro. Wir sind ausfinanziert und glauben, dass wir mit dieser Summe einen guten Wahlkampf finanzieren können. Denn im Endeffekt kommt es darauf an, dass man fünf Jahre gute Arbeit leistet und nicht welche Partei mehr Geld für Werbung hat. Die Wahl ist die Zeit der Ernte, wo man das erntet, was man in den vergangenen fünf Jahren geleistet hat.

Sie haben es bereits erwähnt, die NEOS setzen stark auf die sozialen Medien. Kann der Wähler mit ähnlichen Aktionen wie Sepp Schellhorns Morgenvideos bei der Landtagswahl rechnen?

Nein. Bei Lukas geht es in eine andere Richtung. Wir denken da eher an Image-Videos und andere Aktionen. Aber ich möchte dazu noch nicht zu viel verraten. Grundsätzlich ist es so, dass der Wahlkampf sehr kurz ist. Der Zeitpunkt, wo wir stark nach Außen gehen werden, wird sich auf maximal drei Wochen beschränken. Und da lassen wir uns definitiv etwas Kreatives einfallen. Neben Facebook wollen wir auch Instagram ausbauen. Da das meiner Meinung nach aber ein sehr persönliches Medium ist, befüllt Lukas seinen Account selbst.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Rückblick vom heutigen Tag... #teamlukas #gehtnedgibtsned #lukas4salzburg #teamlukasrösslhuber #neossalzburg

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Was muss Ihrer Meinung nach ein guter Bürgermeister, eine gute Bürgermeisterin mitbringen?

Politiker müssen keine Fachexperten sein, sondern Experten für Menschen. Ein guter Bürgermeister, eine gute Bürgermeisterin ist jemand, der auf Menschen zugehen kann, der es schafft, sich ein gutes Team zu bilden und gute Berater hat. Egal ob Bürgermeister oder Politiker – in der Politik ist das Gespür für Menschen das wichtigste.

NEOS ist mittlerweile überall bekannt, dennoch ist es eine junge und kleine Partei. Wo gibt es Defizite und Schwierigkeiten – und andererseits, wo ergeben sich gerade durch diese Strukturen Vorteile für die Partei?

Es ist schwer für uns in den Gemeinden anzukommen. Das liberale Denken ist vor allem in den Städten und dem stadtnahen Bereich verankert. Im regionalen Bereich weniger, das merken wir. Ursprünglich war es unser Ziel, in zehn Gemeinden zu kandidieren, jetzt sind es fünf geworden. Da haben wir sicherlich noch Potential für die kommenden Jahre.

Wo wir uns sicher leichter tun, ist dass wir mit unseren Mitgliedern schneller und unkomplizierter kommunizieren können. Die Wege sind kürzer, man kennt die Mitglieder meist persönlich und kann daher auch sehr gut mobilisieren.

In diesem Sinne, herzlichen Dank für das Gespräch und alles Gute für die Wahl am 10. März.

(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 24.08.2019 um 10:57 auf https://www.salzburg24.at/themen/gemeinderats-und-buergermeisterwahlen/gemeinderats-und-buergermeisterwahlen-neos-landesgeschaeftsfuehrer-markus-rosskopf-im-interview-65036050

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