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Wieder Überschwemmungen in Hallstatt

APA/Gindl Hochwasser: Nach Mühlbach machen Hallstatt See und Klause zu schaffen.
APA/Gindl

Nach dem der Mühlbach, der vergangene Woche mit verheerenden Folgen für Hallstatt (Bezirk Gmunden) über die Ufer getreten war (S24.at hat berichtet), macht dem Weltkulturerbe-Ort nun der See zu schaffen.

Er steige wegen der Regenfälle wieder an, Anrainer hätten bereits Wasser in den Häusern, berichtete Bürgermeister Alexander Scheutz (SPÖ) am Dienstag der APA. Aus Denkmalschutzgründen dürfe die rund 500 Jahre alte Seeklause aber nicht verändert werden. "Das ist ein furchtbarer Zustand."

Hallstatt: Ortszentrum seit Sonntag wieder geöffnet

Aktuell war man in Hallstatt mit den letzten Reinigungsarbeiten nach dem Murenabgang beschäftigt. Seit Sonntag sei das Ortszentrum offiziell wieder geöffnet, berichtete Scheutz. "Für drei Häuser ist aber noch lange kein Land in Sicht." Zwei Beherbergungsbetriebe und ein Privatgebäude hatte es besonders schlimm erwischt. Bis das idyllische Erscheinungsbild, für das die kleine Salzkammergut-Gemeinde bekannt ist, rundum wiederhergestellt ist, wird es noch länger dauern. Der Marktplatz muss teilweise neu gepflastert und der Mühlbach stabilisiert werden, u.a. durch Entlastungsgerinne.

Unmut in der Bevölkerung

Zwei Dinge bereiten dem Bürgermeister Sorgen: Wegen der Flutkatastrophe in vielen Teilen Europas seien Entfeuchtungsgeräte kaum zu beschaffen. Dass wenige Tage nach der Mure nun erneut der Hallstätter See über die Ufer steigt, sorge zusätzlich für Unmut in der Bevölkerung. Scheutz appelliert an die zuständigen Stellen, für eine moderne Lösung zu sorgen, mit der das Wasser entsprechend reguliert werden kann.

Vergangenen Dienstag war der Mühlbach nach einem Wolkenbruch über die Ufer getreten und hatte den historischen Marktplatz verwüstet: Die Wassermassen rissen unzählige Pflastersteine mit und zogen tiefe Gräben. Zahlreiche Häuser wurden vermurt, rund 30 Personen mussten in Sicherheit gebracht werden. Gemeindereferent LH-Stv. Josef Ackerl (SPÖ) schätzte den entstandenen Infrastruktur-Schaden auf rund eine Million Euro und sicherte zusätzlich zum Katastrophenfonds finanzielle Unterstützung aus seinem Ressort zu. Auch LH Josef Pühringer und der zuständige Landesrat Max Hiegelsberger (beide ÖVP) machten sich ein Bild von der Lage. (APA)

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