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Die Salzburger Landtagswahlen von 1945 bis heute

Diese Spitzenkandidaten wollen am 5. Mai die Geschichte fortführen. Im Bild von links: Hans Mayer (Team Stronach), Wilfried Haslauer (ÖVP), Gabi Burgstaller (SPÖ), Karl Schnell (FPÖ) und Astrid Rössler (Grüne). Neumayr/ Archiv
Diese Spitzenkandidaten wollen am 5. Mai die Geschichte fortführen. Im Bild von links: Hans Mayer (Team Stronach), Wilfried Haslauer (ÖVP), Gabi Burgstaller (SPÖ), Karl Schnell (FPÖ) und Astrid Rössler (Grüne).

Anlässlich der Landtagswahlen am 5. Mai wirft Salzburg24.at einen Blick zurück auf die Geschichte der 14 Salzburger Wahlen seit 1945.  Bei den jeweiligen Wahlen gab es seit jeher ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen ÖVP und SPÖ, wie die folgende Chronik der Landtagswahlen zeigt.

Gleich nach Ende des zweiten Weltkrieges kam es zur Gründung der Parteien ÖVP, SPÖ und KPÖ. Diese drei Parteien waren es auch, die sich zur ersten Landtagswahl im Bundesland Salzburg am 25. November 1945 stellten.

1945: ÖVP bekommt Mehrheit

Als erster Sieger ging damals die neu gebildete Österreichische Volkspartei hervor, die im ersten Antreten mit 56,7 Prozent die absolute Mehrheit erzielte. Auf Platz zwei folgte die Sozialistische Partei Österreichs (SPÖ) mit 39,5 Prozent.

1949: ÖVP verliert absolute Mehrheit  

Bei der zweiten Salzburger Landtagswahl 1949 konnte die ÖVP ihre Position festigen, allerdings verlor die Partei von Franz Rehrl ihre absolute Mehrheit im neugewählten Landtag. Auch die die Sozialistische Partei Österreichs (SPÖ) büßte sechs Prozent ein. Großer Wahlgewinner war die Wahlpartei der Unabhängigen, die beim erstmaligen Antreten 18,5 Prozent erreichte.

1954: ÖVP und SPÖ legen zu

Bei den Wahlen 1954 konnte sich die Österreichische Volkspartei (ÖVP) stabilisieren und um 2,3 Prozent auf 45,9 Prozent zulegen. Auch die SPÖ legte deutlich zu. Mit 38,2 Prozent blieben die Sozialdemokraten aber weiter auf dem zweiten Platz.

1959: SPÖ holt auf

1959 konnte die SPÖ (38,6%) etwas Boden auf die regierende ÖVP gutmachen, welche mit 43,3 Prozent aber weiter unangefochten an der Spitze blieb. Wahlgewinner war die freiheitliche FPÖ, die mit 16,1 Prozent erstmals fünf Mandate errang.

1964: Josef Lechner wird neuer Landeshauptmann

Bei der Landtagswahl am 26. April 1964 konnte die ÖVP mit einem Plus von 1,6 Prozent ein Mandat hinzugewinnen und kam auf 15. Die SPÖ (40,90%) kam auf 82.177 Stimmen und hielt damit ihre 13 Mandate im Landtag. Die FPÖ kam dieses Mal nur auf 11,82 Prozent und verlor damit wieder ein Mandat.

1969: SPÖ holt ÖVP  fast ein

So knapp wie 1969 war der Zweikampf zwischen ÖVP und SPÖ bis dato noch nie ausgefallen: Mit 40,72 Prozent konnte die Partei von Spitzenkandidat Hans Lechner ganz knapp vor der SPÖ mit 40,41 Prozent die Führung behalten. Damit zogen aber beide Parteien erstmals gleich und erhielten gleich viele Mandate im Landtag.

1974: ÖVP mit bestem Ergebnis seit `45

Bei der Landtagswahl 1974 wurde durch die neue Wahlordnung erstmals 36 anstatt der bisherigen 32 Mandate vergeben. Gleichzeitig erreichte die ÖVP nach den Verlusten 1969 mit 47, 2 Prozent der Stimmen das beste Ergebnis seit 1945 und erhielt damit 18 Mandate. Auf Platz zwei kam mit 36,2 Prozent der Stimmen die SPÖ, die somit nur mehr 13 Mandate zugeteilt bekam.

1979: SPÖ erholt sich

Die SPÖ konnte sich nach der letzten Wahlschlappe wieder etwas stabilisieren und erreichte mit 39, 1 Prozent 14 Mandate. Die ÖVP blieb weiter vorne und stellte 17 Abgeordnete im Landtag. Drittstärkste Kraft blieb die FPÖ, die dieses Mal auf einen Stimmenanteil von 13,3 Prozent kam.

1984: ÖVP erhält wieder die absolute Mehrheit

Einen Paukenschlag gab es bei der Landtagswahl 1984, bei der die ÖVP unter Wilfried Haslauer enorm an Beliebtheit dazugewann und mit 50,15 % erstmals seit dem zweiten Weltkrieg wieder die absolute Mehrheit erlangte. Die SPÖ sank mit 35 Prozent auf einen Tiefpunkt und stellte nur noch 13 Landtagsabgeordnete.

1989: Grüne ziehen in den Landtag ein – FPÖ legt zu

Erstmals in der Geschichte der Salzburger Landtagswahlen zog 1989 eine vierte Partei in den Chiemseehof ein. Während die ÖVP unter Wilfried Haslauer mit 44 Prozent wieder die absolute Mehrheit verlor, zog mit der Bürgerliste Stadt-Salzburg/ Grüne zum ersten Mal eine neue Kraft in den Landtag ein. Mit 6,15 % erreichte die Bürgerliste immerhin zwei Mandatare.

1994: Großparteien verlieren weiter an Boden

Auch 1994 legte die Bürgerliste zu und bekamn ein drittes Mandat dazu. Die bislang führenden Großparteien ÖVP und SPÖ verloren weiter stark an Boden und kamen nur mehr auf 38 bzw. 27 Prozent der Stimmen. Mit nur mehr 11 Mandate erzielte die SPÖ zudem das schlechteste Ergebnis seit 1945.

1999: Die Ruhe vor dem Sturm

1999 konnte der Abwärtstrend der beiden Großparteien wieder etwas gestoppt werden: Sowohl ÖVP – die auf 38,7 Prozent kam -, als auch SPÖ (32,34%) konnten ein Mandat dazugewinnen und ihre Stimmenanteile leicht erhöhen. FPÖ und Grüne hingegen stagnierten und verloren jeweils einen Abgeordneten. Die Wahlbeteiligung lag bei 74 Prozent.

2004: Das große Beben – SPÖ gewinnt

Nach 60 langen Jahren übernahm am 7. März 2004 erstmals die SPÖ die Regierungsgeschäfte. Nach einem Erdrutschsieg bekam die SPÖ mit ihrer Spitzenkandidatin Gabi Burgstaller mit 45,4 Prozent die Mehrheit und zog mit 17 Abgeordneten in den Landtag ein.  Ex-Landeshauptmann Wilfried Haslauer, Spitzenkandidat der ÖVP, musste sich mit 37,9 Prozent Platz zwei abfinden.

2009: SPÖ bleibt an der Spitze

Trotz starken Einbußen konnte die SPÖ um Gabi Burgstaller auch bei den Wahlen 2009 ihre Spitzenposition festigen. Die Sozialdemokraten erhielten 39,4 Prozent der gültigen Stimmen und verwiesen damit die ÖVP mit 36,5 Prozent auf Platz zwei.

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