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Landtagswahl: Das sind Salzburgs "Vorzugsstimmen-Kaiser"

Marlene Svazek holte rund 3.800 Vorzugsstimmen. APA/EXPA/JFK
Marlene Svazek holte rund 3.800 Vorzugsstimmen.

30.101 Mal haben die Salzburger bei der Landtagswahl eine Vorzugsstimme vergeben. Vorzugsstimmen-Kaiserin ist mit 3.801 Stimmen Marlene Svazek (FPÖ). Dahinter folgen Astrid Rössler (Grüne) und Sepp Schellhorn (NEOS).

Bei jenen Kandidaten, die in allen sechs Salzburger Bezirken um Vorzugsstimmen warben, konnte sich FPÖ-Chefin Marlene Svazek klar durchsetzen. Sie erreichte insgesamt 3.801 Stimmen, das sind 8,1 Prozent aller FPÖ-Wähler.

Noch-Grünen-Chefin Astrid Rössler bekam 2.097 Vorzugsstimmen (9 Prozent aller Grün-Wähler) und Sepp Schellhorn darf sich über 2.072 Stimmen (11,4 Prozent der NEOS-Wähler) freuen. Diese Zahlen gab am Dienstag die Landesstatistik bekannt.

Für eine Vorreihung innerhalb der Kandidatenliste eines Bezirks wären zwischen 5.651 Vorzugsstimmen (Lungau) und 7.815 (Pongau) nötig gewesen. Die Vorzugsstimmen ändern daher auch dieses Mal nichts an der Reihung auf den Bezirksparteilisten und damit bei der Vergabe der Landtagsmandate.

 

Die Vorzugsstimmen-Kaiser in den Bezirken

Enorm beliebt dürfte Landesrat Josef Schwaiger (ÖVP) im Salzburger Flachgau sein. Denn er stand nur in diesem Bezirk auf der Vorzugsstimmen-Liste und erhielt exakt 2.052 Stimmen (also „nur“ 1.749 Stimmen weniger als Marlene Svazek, die in allen Bezirken antrat). Umgerechnet sind das für Schwaiger 6,9 Prozent aller ÖVP-Stimmen im Flachgau.
Walter Steidl (nicht angetreten im Pinzgau und Pongau) erreichte 1.650 Vorzugsstimmen. Landeshauptmann Wilfried Haslauer trat nur in der Stadt als Vorzugsstimmenkandidat an und erreichte dort 1.118 Stimmen. Lungauer "Vorzugsstimmen-Kaiser" ist Manfred Sampl, der dort 1.404 Stimmen erreichte, mehr als ein Viertel aller Lungauer ÖVP-Stimmen. FPS-Spitzenkandidat Karl Schnell erreichte landesweit 636 Vorzugsstimmen. Hans Mayr konnte landesweit 188 Vorzugsstimmen für sich verbuchen.

Der Lungau nimmt Politik "persönlich"

Am vergleichsweise meisten Vorzugsstimmen wurden mit 19,5 Prozent aller gültigen Stimmen im Lungau vergeben, gefolgt von der Stadt Salzburg mit 15,2 Prozent und dem Flachgau mit 12 Prozent (entspricht dem Landeswert). Im Tennengau waren es 11,5 Prozent, im Pinzgau 9,1 Prozent und beim Schlusslicht Pongau 8,9 Prozent.

Grüne vergaben ihre Vorzugsstimme besonders oft

Nach Parteien gerechnet vergaben 16,8 Prozent aller Grün-Wähler eine Vorzugsstimme, 15,4 Prozent aller NEOS-Wähler, 14,5 Prozent aller KPÖ-Wähler, 12,3 aller ÖVP-Wähler, 10,9 Prozent aller FPÖ-Wähler, 10,1 Prozent aller SPÖ-Wähler. Bei der Liste Mayr waren es 9,2, bei der FPS 8,4 und bei der CPÖ 4,4 Prozent.

Aufgerufen am 16.11.2018 um 01:03 auf https://www.salzburg24.at/themen/landtagswahl/landtagswahl-das-sind-salzburgs-vorzugsstimmen-kaiser-58214992

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