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Nach der Landtagswahl in Salzburg: Das kann Haslauer jetzt tun

15 der 36 Mandate im Salzburger Landtag besetzt für die nächsten fünf Jahre die ÖVP. Neumayr/Archiv
15 der 36 Mandate im Salzburger Landtag besetzt für die nächsten fünf Jahre die ÖVP.

Wie schon vor der Wahl hielt sich der Salzburger Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) auch am Sonntag noch bedeckt, wie er sich die künftige Landesregierung vorstellt. Bei der von ihm selbst präferierten Variante einer Zweierkoalition - also mit einem Partner - hat er genau zwei Möglichkeiten. Will er die Zusammenarbeit mit den Grünen fortsetzen, muss er sich eine dritte Partei ins Boot holen. Die NEOS stehen dafür jedenfalls bereit. 

Um über eine Mehrheit im Landtag zu verfügen, sind insgesamt 19 der 36 Sitze notwendig. Da die ÖVP künftig bei 15 Mandaten hält, sind zumindest vier weitere Abgeordnete nötig. Die SPÖ wird im neuen Landesparlament mit acht Mandataren vertreten sein und wäre somit rechnerisch ebenso ein Partner wie die FPÖ mit ihren sieben Abgeordneten. Da sowohl die Grünen als auch die NEOS künftig jeweils über drei Sitze verfügen, kommt von ihnen keiner alleine als Partner infrage, dafür aber möglicherweise im Doppelpack.

Haslauer will in acht Tagen erste Entscheidung

Eine Regierung ohne ÖVP wäre überhaupt nur mehr möglich, wenn sich SPÖ, FPÖ, Grüne und NEOS zusammenfinden. Abgesehen davon, dass eigentlich alle Spitzenkandidaten schon im Vorfeld angekündigt haben, die ÖVP nicht umgehen zu wollen, ist diese Konstellation auch inhaltlich so gut wie undenkbar. Dazu klaffen die Vorstellungen der einzelnen Parteien zu weit auseinander.

Haslauer möchte jedenfalls in acht bis neun Tagen wissen, mit wem er in Verhandlungen eintritt. Eine Dreierkoalition hat er am Wahltag allerdings schon als "nicht sehr wahrscheinlich" bezeichnet.

So viele Sitze haben die Parteien im Landtag

  • ÖVP: 15 der 36 Sitze (Plus vier Mandate)
  • SPÖ: 8 Sitze (- 1)
  • FPÖ: 7 Sitze (+ 1)
  • Grüne: 3 Sitze (- 4), gemeinsam mit den 15 der ÖVP fehlt auf die Mandats-Mehrheit ein Sitz
  • NEOS: 3 Sitze

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Kaum mehr Änderungen beim Wahlergebnis möglich

Die Wahlbeteiligung lag bei 64,9 Prozent - das sind rund sechs Prozentpunkte weniger als 2013.

Das vorläufige Ergebnis vom Sonntagabend wird sich durch die Auszählung der restlichen Wahlkarten am Mittwoch nicht mehr stark verändern. Denn die Briefwahlstimmen sind im Ergebnis vom Sonntag schon enthalten. Es fehlen nur mehr die in "fremden" Wahlkreisen abgebene Wahlkarten, diese werden nur ein paar hundert Stimmen ausmachen.

(SALZBURG24/APA)

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