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Salzburger Landtagswahl: Erster zweistelliger Verlust nach Grün-Rekordergebnis

Im Bundesrat verlieren die Grünen nach der Salzburger Landtagswahl einen weiteren Sitz. APA/EXPA/JFK
Im Bundesrat verlieren die Grünen nach der Salzburger Landtagswahl einen weiteren Sitz.

Die Grünen mussten bei der Salzburger Landtagswahl am Sonntag den ersten zweistelligen Verlust ihrer Parteigeschichte verdauen. Dies allerdings auch deshalb, weil Astrid Rössler 2013 bei der Finanzskandalwahl das mit Abstand beste Grün-Ergebnis je geschafft hatte.

Damit sind die Salzburger auch jetzt - nach einem Minus von 10,9 Prozentpunkten - bei weitem nicht die schwächste Landesgruppe.

Grüne in Salzburg weiter im Mittelfeld

Mit ihren fast zehn Prozent - 9,3 sind es laut vorläufigem Ergebnis ohne Wahlkarten - liegen sie vielmehr im Mittelfeld. Das Kärntner Ergebnis vom März war viel schwächer, dort flogen sie mit 3,1 Prozent aus dem Landtag. Aber auch in Burgenland, Niederösterreich und der Steiermark fanden die Grünen mit 6,4 bis 6,7 Prozent bei der letzten Landtagswahl um einiges weniger Zuspruch als in Salzburg. Und auch landesintern sind 9,3 Prozent gar nicht so schlecht - sondern vielmehr das zweit-beste (nach den 20,2 aus 2013) Ergebnis der Parteigeschichte. Um die drei Mandate, die sie jetzt hielten und ihnen den Klubstatus sichern, haben sie einige Wahlen lang vergebens gekämpft.

Grün-Wähler wechseln vor allem zu den NEOS

Die Wähler, die bei der heurigen Landtagswahl nicht mehr die Grünen unterstützen wollten, gingen vor allem zu den NEOS. Fast 10.000 der 39.904 Grün-Wähler aus 2013 kreuzten diesmal Pink an, ergab die Analyse des Instituts für Wahl-, Sozial- und Methodenforschung (IwsmF) von Andreas Kohlsche. Für die ÖVP entschieden sich demnach 7.200 Ex-Grüne, 6.500 blieben zu Hause, 4.400 wählten die SPÖ und 1.800 die FPÖ. Für die SPÖ hat das den - überraschenden - zweiten Absturz in Folge etwas gemildert.

Landtagswahl: Grüne verlieren auch Sitz im Bundesrat

Der Absturz bei der Salzburger Landtagswahl hat für die Grünen auch auf Bundesebene Auswirkungen. Sie verlieren einen weiteren Sitz im Bundesrat und sind dort künftig nur noch mit zwei Abgeordneten vertreten. Nach dem Klubstatus, der bereits nach der Tiroler Wahl weg war, verlieren sie damit auch das Anfragerecht an die Bundesregierung.

Für die Grünen sitzen somit nur noch Ewa Dziedzic aus Wien und David Stögmüller aus Oberösterreich in der Länderkammer des Parlaments. Sie sind dort auch die einzigen beiden fraktionslosen Abgeordneten.

(APA)

Aufgerufen am 17.12.2018 um 06:40 auf https://www.salzburg24.at/themen/landtagswahl/salzburger-landtagswahl-erster-zweistelliger-verlust-nach-gruen-rekordergebnis-58209619

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