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Goldenes Ehrenzeichen an Thomas Hampson

Thomas Hampson und LH Wilfried Haslauer. Neumayr
Thomas Hampson und LH Wilfried Haslauer.

Als eine der prägendsten Persönlichkeiten der Salzburger Festspiele bezeichnete LH Wilfried Haslauer am Montag den Sänger Thomas Hampson, dem er in der Salzburger Residenz das Goldene Ehrenzeichen des Landes Salzburg überreichte.

Hampson und Salzburg verbindet eine über Jahrzehnte dauernde künstlerische Beziehung. Bei den Salzburger Festspielen begann er 1988 mit einem Konzert und sang den Conte di Almaviva in Le nozze di Figaro. 1989 gab er ein Konzert mit den Wiener Philharmonikern unter Claudio Abbado. 1990 und 1991 folgten Rollen in der Oper Così fan tutte und ab 1994 immer wieder Konzerte und war in Salzburg auch als Mozarts Guglielmo und Don Giovanni, Busonis Doktor Faust, Glucks Oreste sowie Verdis Posa und Giorgio Germont zu erleben. 2001 gestaltete er eine vierteilige "Reise durch die Welt der amerikanischen Musik". 2004 präsentierte er gemeinsam mit mehreren Kollegen einen von ihm konzipierten Hugo-Wolf-Marathon, der im vergangenen Jahr mit einem Projekt zum Schaffen Antonín Dvo?ák und seiner Zeitgenossen eine Fortsetzung fand. 2005 widmete sich Hampson Werken verfolgter Komponisten. Neben seinen Opern- und Konzertverpflichtungen beschäftigt sich der Sänger mit Musikwissenschaft und Pädagogik, und im Herbst 2003 rief er die Hampson Foundation ins Leben, die Forschungsprojekte, Symposien, Meisterkurse und Gesprächskonzerte unterstützt und veranstaltet. 2012 gab Hampson einen Liederabend, heuer singt er den Rodrigo in Don Carlo und tritt zum 100. Geburtstag von Benjamin Britten mit Sopranistin Anna Netrebko und dem Chor und Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia unter Dirigent Antonio Pappano auf.

Biografie Thomas Hampson

Thomas Hampson wurde am 28. Juni 1955 geboren und wuchs in Spokane im Staat Washington (USA) auf. Er war Schüler von Marietta Coyle, Elisabeth Schwarzkopf, Martial Singher und Horst Günther. Nicht zuletzt aufgrund seiner Vielseitigkeit in den Bereichen Oper, Operette, Musical, Oratorium und Lied zählt er seit fast zwei Jahrzehnten zu den gefragtesten Künstlern weithin. Sein Repertoire umfasst Titel- und Hauptpartien aus Opern Mozarts, Verdis und Tschaikowskys ebenso wie aus Werken von Gluck, Wagner, Strauss, Busoni und Szymanowski. Heute lebt Hampson als Vater dreier Kinder mit seiner Frau in Wien. Thomas Hampson ist regelmäßiger Gast renommierter Bühnen und Festivals, wobei ihn eine besonders enge Zusammenarbeit mit der Wiener Staatsoper, der Metropolitan Opera, dem Royal Opera House Covent Garden und den Opernhäusern von Zürich, Paris und San Francisco verbindet. Auch abseits der Musiktheaterbühne tritt er mit den bedeutendsten Orchestern und Dirigenten auf und setzte insbesondere als Liedinterpret Maßstäbe. Der größte Teil seiner zahlreichen Aufnahmen erhielt internationale Preise, er selber ist Ehrenmitglied der Royal Academy of Music und wurde unter anderem mit dem Orden Chevalier des Arts des Lettres ausgezeichnet. Hampson hält Ehrendoktorate der Hochschule Whitworth, von Spokane, von Washington und vom San Francisco Conservatory. Er ist Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste, Kammersänger der Wiener Staatsoper sowie Ehrenvorsitzender von RISM-Österreich (Internationale Quellenlexikon der Musik (Répertoire International des Sources Musicales.

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