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Salzburger Pfingstfestspiele 2015: Cecilia Bartoli ruft "alle Götter"

Am Donnerstag wurde das Programm für die Pfingstfestspiele 2015 präsentiert. Wildbild/Rohrer
Am Donnerstag wurde das Programm für die Pfingstfestspiele 2015 präsentiert.

Cecilia Bartoli hat ihre vierten Salzburger Pfingstfestspiele "So ruf ich alle Götter" genannt. Von 22. bis 25. Mai 2015 geht es in Oper, Konzert, Schauspiel, Ballett, Marionettentheater und Film um die griechische Mythologie.

"Salzburg darf sich also über ein Götterfest freuen", formulierte Festival-Präsidentin Helga Rabl-Stadler am Donnerstagmittag bei einem Pressegespräch.

Pfingstfestspiele 2014 starten

Während die Pfingstfestspiele 2014 Donnerstagabend, mit "Cenerentola" von Rossini mit Bartoli in der Hauptrolle beginnen und dabei gleich einen neuen Besucherrekord versprechen, gab Rabl-Stadler Bartolis nächsten Streich für Pfingsten 2015 bekannt. "Um aus dem 'Orfeo' zu zitieren, 'was täte ich ohne dich, Euridice', könnte ich sagen, 'was täten wir ohne Dich, Cecilia'". Rabl-Stadler rechnet 2015 mit einer ähnlichen Begeisterung wie 2014. Diese soll ausgelöst werden mit zehn verschiedenen, meist besonders prominent besetzten Programmen.

Vorne steht "Iphigenie en Tauride" von Christoph Willibald Gluck. Diese Reformoper wird von Bartolis "Hausregisseuren" Moshe Leiser und Patrice Caurier in Szene gesetzt und von Diego Fasoli und I Barocchisti aus der Schweiz musikalisch gestaltet. Die Hauptrolle singen wird Bartoli selbst, neben ihr auf der Bühne: Christopher Maltman, Topi Lehtipuu, Michael Kraus und Rebeca Olvera.

Goethe im Mozarteum

Derselbe Stoff in der Version von Goethe kommt am 23. Mai in den Großen Saal des Mozarteums. Sven-Eric Bechtolf, Jürgen Tarrach und andere Schauspieler werden "Iphigenie auf Tauris" lesen. Mit "Semele" von Händel bringen die Festspiele dann die zweite Oper - Cecilia Bartoli, Birgit Remmert, Andreas Scholl, Peter Kalman und andere werden in dieser konzertanten Produktion im Haus für Mozart die Hauptstimmen singen.

Nach einer Matinee mit "mythologischen Arien" von Monteverdi und Schubert sowie einem Konzert mit Händel-Arien von Countertenor Philippe Jaroussky präsentiert Bartoli eine Pfingstfestspiel-Novität: Das Ballett von John Neumeier aus Hamburg wird "Ein Sommernachtstraum" aus dem Jahr 1977 ins Große Festspielhaus bringen. Das Mozarteumorchester spielt die Musik von Mendelssohn und Ligeti.

Festkonzert mit Anna Netrebko

Um die "Lyra von Orpheus" geht es in einem Konzert mit Werken aus der Renaissance bis ins 20. Jahrhundert, und im Festkonzert werden Anna Netrebko, Cecilia Bartoli, Vesselina Kasarova, Juan Diego Florez und Christopher Maltman Arien von Purcell, Gluck, Haydn und Offenbach singen. Es musizieren die Camerata und der Bachchor unter Louis Langree.

"Bartoli schafft es, Kollegen zu überreden und für Rollen nach Salzburg zu holen, die man nicht von ihnen erwarten würde", sagte Festspiel-Konzertchef Florian Wiegand. "Da bräuchten wir selbst gar nicht anzurufen, das wäre sinnlos." Rabl-Stadler ergänzte: "Es war von Anfang an Bartolis Konzept, nicht nur internationale Stars, sondern auch die lokalen Institutionen, wie das Mozarteumorchester, die Camerata, den Bachchor, das Marionettentheater oder das Filmkulturzentrum 'Das Kino' in die Pfingstfestspiele einzubinden."

Sommernachtstraum im Marionettentheater

Im Marionettentheater wird es einen von Peter Breuer choreografierten "Sommernachtstraum" nach Shakespeare geben, und in Das Kino sollen Klassiker wie "Iphigenia" von "Sorbas"-Regisseur Michael Cacoyannis, "Orpheus" von Jean Cocteau, "Medea" von Pier Paolo Pasolini und "Ein Sommernachtstraum" von Max Reinhardt gezeigt werden.

Die Eintrittskarten für die Oper kosten von 20 bis 430 Euro, die Konzerte sind für zwölf bis 270 Euro zu haben. Für das Ballett werden Karten von zehn bis 200 Euro angeboten. (APA)

(Quelle: S24)

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