Jetzt Live
Startseite Weihnachten
Weihnachten

Woher kommt der Heilige Nikolaus?

Der Nikolaus zu Besuch am Salzburger Christkindlmarkt. Neumayr/Archiv
Der Nikolaus zu Besuch am Salzburger Christkindlmarkt.

Allerorts ist Anfang der Dezember der Nikolaus unterwegs, begleitet wird er von seinen finsteren Gesellen, den Krampussen. Doch woher kommt der Heilige Nikolaus eigentlich? Und wie wird der Brauch in anderen Ländern zelebriert?

Sankt Nikolaus gilt als Verschmelzung zweier historischer Persönlichkeiten. Es sind Bischof Nikolaus von Myra (um 280 bis um 350) aus Kleinasien und der im Jahr 564 gestorbene Abt Nikolaus des Klosters Sion. Der Legende nach soll der Heilige Nikolaus - sein Gedenktag ist am 6. Dezember - als Nothelfer der Kinder armen Mädchen Geld für ihre Aussteuer zugesteckt haben.

Nikolaus beschenkt Kinder seit dem 11. Jahrhundert

Daraus entwickelte sich vermutlich die Tradition, Kinder in seinem Namen zu beschenken. Bereits seit dem 11. Jahrhundert zieht der großzügige Sankt Nikolaus als Vorläufer von Christkind und Weihnachtsmann von Haus zu Haus. In manchen Gegenden verteilt er seine Gaben im Bischofsgewand.

Christkind löst Heiligen Nikolaus ab

Das Christkind löste nach der Reformation in evangelischen Gebieten Sankt Nikolaus als Gabenbringer ab. Als Gegner der Heiligenverehrung ersetzte der Reformator Martin Luther den Heiligen Nikolaus durch das Christkind, das zwar den neugeborenen Christus darstellen sollte, oft aber als Mädchen im Engelsgewand erscheint.

Das Christkind vom Salzburger Christkindlmarkt./Neumayr

Der Weihnachtsmann auf dem Schlitten

Es gibt aber noch weitere Gabenbringer in der Weihnachtszeit: Der Weihnachtsmann etwa, ein bärtiger alter Mann, reist am Heiligen Abend auf einem fliegenden Rentierschlitten von Haus zu Haus und verteilt Geschenke. Seinen roten Mantel verdankt er wohl Sankt Nikolaus. Stiefel, Sack und Rute wurden von Knecht Ruprecht übernommen. Niederländische Auswanderer brachten Nikolaus (Sinterklaas) im 17. Jahrhundert mit nach Amerika. Aus dieser Figur entwickelte sich der amerikanische Santa Claus, der als Weihnachtsmann nach Europa zurückkehrte.

Saint Lucia, die schwedische Königin der Lichter./AFP PHOTO / SCANPIX-SWEDEN / FREDRIK SANDBERG/Archiv

Die schwedische Lucia-Königin

In Schweden kommt zum Höhepunkt der Adventzeit am 13. Dezember die weiß gekleidete Lucia-Königin mit einem Kranz brennender Kerzen auf dem Kopf. Die traditionelle nordische Lichtergestalt erinnert an die Heilige Lucia, die um das Jahr 300 den Märtyrertod erlitt. Am Heiligen Abend bringt dann der Weihnachtswichtel Jultomte schwedischen Kindern Geschenke.

Nisse, der dänische Wichtel

Nisse, der Name des Wichtels aus Dänemark ist von Nikolaus abgeleitet, seine rote Zipfelmütze erinnert an den Weihnachtsmann, in Dänemark Julemand genannt. Nisse ist der Brauch des Wichtelns in der Adventzeit zu verdanken. Dabei werden anonym kleine Geschenke verteilt. Am Heiligen Abend wird Nisse zum Dank für seine Gaben ein Teller Brei vor die Tür gestellt.

In Spanien bringen die Hl. Drei Könige die Geschenke

In Spanien gibt es erst am 6. Jänner Geschenke. Dann ziehen die Heiligen Drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar mit ihren Gaben durch die Dörfer. Der Brauch geht darauf zurück, dass das Jesuskind zwar am 24. Dezember geboren wurde, die Könige aber erst im Jänner eintrafen, um ihm zu huldigen.

In Italien finden nach Weihnachten Hexenumzüge statt./AFP PHOTO / TIZIANA FABI/Archiv

Die italienische Hexe Befana

In Italien bringt erst seit wenigen Jahren der Weihnachtsmann Geschenke. Früher mussten Kinder bis zum 6. Jänner warten. Dann flog die Hexe Befana auf ihrem Besen von Haus zu Haus. Ihr Name ist abgeleitet vom Fest Epiphanias (Erscheinung des Herrn) am 6. Jänner. Der Legende nach verpasste sie die Bescherung des Jesuskindes durch die Heiligen Drei Könige. Seitdem sucht Befana jedes Jahr das Christkind. Bis sie es gefunden hat, beschenkt sie alle Kinder.

(SALZBURG24/APA)

Aufgerufen am 18.12.2018 um 11:54 auf https://www.salzburg24.at/themen/weihnachten/woher-kommt-der-heilige-nikolaus-46144786

Kommentare

Mehr zum Thema