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Heftiger Unfall

Zug contra Auto in Straßwalchen

Mutter und Tochter schwer verletzt

Zu einem Verkehrsunfall mit zwei Schwerverletzten ist es Dienstagabend in Straßwalchen (Flachgau) gekommen. Eine Pkw-Lenkerin dürfte am unbeschrankten Bahnübergang Haidach einen Regionalzug übersehen haben. Bei dem folgenschweren Crash wurde eine Insassin im Auto eingeklemmt.

Straßwalchen

Aus bislang unbekannten Gründen fuhr die Pkw-Lenkerin trotz blinkender Signalanlage und zwei angebrachter Stoppschilder auf die Bahngleise. Aus Richtung Straßwalchen näherte sich ein Regionalzug und erfasste den Pkw, der dadurch auf eine angrenzende Wiese geschleudert wurde. Anrainer bemerkten den Unfall und leisteten sofort Erste Hilfe.

Die beiden Autoinsassen – eine Salzburgerin (49) mit ihrer Tochter (23) – wurden bei dem Crash schwer verletzt. Die Mutter am Beifahrersitz wurde im Unfallwrack eingeklemmt, war aber ansprechbar.

Horror-Crash am Bahnübergang

Die Freiwillige Feuerwehr Straßwalchen konnte die Verunfallte aus ihrer misslichen Lage befreien. Zuvor wurde der Zugverkehr auf der Strecke gestoppt. Eine Schwerverletzte kam dann mit der Rettung in das Salzburger Landeskrankenhaus, die andere Frau in das Unfallkrankenhaus. Die Zugstrecke und auch die Fahrbahn waren rund eine Stunde für den gesamten Verkehr gesperrt. 

Die Feuerwehr stand mit sieben Fahrzeugen und 50 Mann im Einsatz und das Rote Kreuz rückte mit zwei Notärzten, zwei Rettungsautos und einem praktischen Arzt aus.

Schranken in Straßwalchen-Haidach ab Mai

Pikantes Detail: Am Bahnübergang Haidach sollte nach Angaben der Einsatzkräfte eigentlich eine Schrankenanlage installiert worden sein, da es in der Vergangenheit an dieser Stelle zu schweren und tödlichen Unfällen kam.

"Die ÖBB weisen die Vorwürfe einer Bauverzögerung nach dem tragischen Unfall auf einer Eisenbahnkreuzung in Haidach entschieden zurück", heißt es dazu von Sprecher Robert Mosser. "Die Planungen und Bauarbeiten wurden nach dem Beschluss und dem Genehmigungsverfahren schnellstmöglich umgesetzt und verlaufen plangemäß." Die Inbetriebnahme sei für den 3. Mai vorgesehen und die Gemeinde sei über den Termin bereits vor einigen Tagen in Kenntnis gesetzt worden. "Im Zusammenhang mit dem Unfall appellieren wir erneut an alle Verkehrsteilnehmer, im Bereich von Eisenbahnkreuzungen besonders aufmerksam zu sein und unbedingt die vorhandenen Sicherungseinrichtungen zu beachten", so ÖBB-Sprecher Mosser.

(Quelle: SALZBURG24)

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