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Nach "Datenskandal"

Ärztekammer fordert Stopp von Einmeldung in EMS

Lücke ermöglicht Unbefugten Eintragungen in System

SB: Coronavirus, Covid-19, SARS, corona, Corona-Test, Testung, pixabay
Die Ärztekammer will, dass vorerst keine Impfdaten mehr ins Epidemiologische Meldesystem (EMS) eingetragen werden. (SYMBOLBILD)

Die Ärztekammer will, dass vorerst keine Impfdaten mehr ins Epidemiologische Meldesystem (EMS) eingetragen werden. Davor müsse es eine umfassende Untersuchung und entsprechende Maßnahmen nach dem "jüngste Datenskandal" geben, verlangte Johannes Steinhart, Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer und Bundeskurienobmann der niedergelassenen Ärzte am Mittwoch.

Vergangene Woche hatte die Grundrechtsplattform epicenter.works auf eine "massive Sicherheitslücke" im EMS hingewiesen, in das unter anderem Positivergebnisse nach Corona-Testungen eingetragen werden. Über die Lücke sei es Unbefugten möglich, allen Menschen in Österreich beliebige anzeigepflichtige Krankheiten im EMS einzutragen und im begrenzten Umfang abzufragen, ob jemand in Österreich diese Krankheit bereits hat. Laut Gesundheitsministerium handelte es sich um einen unbefugten Zugriff auf ein Einmeldesystem des Bundes für Labore, auf welches sich Dritte widerrechtlich Zugang verschafft haben, nicht um das EMS.

Impfdaten in EMS

Steinhart zeigte sich dennoch "höchst beunruhigt", wie er in einer Aussendung am Mittwoch wissen ließ: "Wie sollen Ärztinnen und Ärzte ruhigen Gewissens einmelden, wenn die Daten schlussendlich im EMS für Hacker quasi zur freien Entnahme herumliegen?" Es dürften bis zur Klärung keine Impfdaten mehr eingespielt werden.

Schließlich könnte dann auch die gesamte Impfpflicht ad absurdum geführt werden, wenn sich beliebig COVID-Infektionen eintragen lassen, die dann ja aufschiebende Wirkung für die Impfung haben, argumentierte Steinhart. Aktuell werden via ELGA täglich e-Impfregisterdaten ins EMS gespielt.

(Quelle: APA)

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