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"Einzigartiges Konzept"

Mega-Projekt "BioArtCampus" in Seeham nimmt Formen an

Suche nach Gastro-Betreiber

Nach exakt einem Jahr Bauzeit sind beim BioArtCampus in Seeham (Flachgau) die ersten Wandfliesen gelegt. Mit 1. Juli sollen die 5.000 Quadratmeter bezogen sein. Das Kompetenzzentrum bietet Heimat für 27 Firmen. Das Konzept ist in Europa einzigartig und hat ein Ziel: Bio erlebbar machen. SALZBURG24 war beim Lokalaugenschein.

Seeham

Im Mittelpunkt des knapp Zehn-Millionen-Euro-Projektes steht der 200 Quadratmeter große Biomarkt im Erdgeschoss des Campus, betrieben von Margit und Thomas Wallner. Die Wallners sind es auch, die gemeinsam mit der Bauunternehmerfamilie Hillebrand aus Wals-Siezenheim (Flachgau) und jener von BioArt-Gründer Robert Rosenstatter dieses Mega-Projekt aus der Taufe gehoben haben. „Drei Salzburger Familien investieren. Mit den Mieteinnahmen soll sich das dann über die Jahre rechnen“, erzählt uns Robert Rosenstatter beim SALZBURG24-Lokalaugenschein in Seeham.

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Gepostet von BioArt am Dienstag, 20. Juli 2021

Kompetenzzentrum mit höchstem Gebäudestandard

Der Bau liege trotz Pandemie voll im Zeitplan und man sei sehr zuversichtlich, dass die Eröffnung im Sommer hält. Auch die Baukosten hielten sich im Rahmen. „Hätten wir nur wenige Monate später angefangen, wären sie vermutlich aufgrund der hohen Baustoffpreise in die Höhe geschnellt“, sagt der Unternehmer erleichtert. Der Hybridbau entspricht dem „klimaaktiv Gold-Standard“. Das gesamte Gebäude steht auf Säulen und ist mit Holz ummantelt, hat ein hochwertiges Holzdach samt Photovoltaikanlage und eine Tiefgarage mit 30 Stellplätzen und Ladestationen für E-Fahrzeuge. Geheizt wird mit heimischen Hackschnitzel, deren Werk sich gleich hinter dem Gebäude befindet.

Europaweit einzigartiges Konzept entsteht in Seeham

Rosenstatter führt uns strahlend durch alle Räume des dreistöckigen Campus mitten in der Bio-Region im Salzburger Land. Das Konzept sei einzigartig in Europa und das Ziel sei klar: „Wir wollen Bio erlebbar machen – aber nicht wie in einer großen Disneywelt, sondern klein und fein." Neben dem Bioladen gibt es also auch viel Platz für eine Entdeckerküche für Kochkurse, Produktentwicklung und Lebensmittelhandwerk, wie etwa der Bio Heumilch Schokoaufstrich Manufaktur. Daneben finden auch Bio-Läden für Kaffee, Öle, Schnäpse und Brände, Tee, Torten und Kosmetik eine neue Heimat im BioArtCampus. Durch große Glasfronten können die Besucher den Bio-Lebensmittel-Handwerkern bei der Arbeit zuschauen.

 

Kreative treffen im BioArtCampus aufeinander

In den oberen Stockwerken findet man Seminarräume mit Blick auf den Obertrumer See, Büros für Werbe- und Social Media Agenturen, Unternehmensberatung, Softwareentwicklung und Coaches. „Mit unserem Konzept haben wir die Kreativen richtig angezogen“, schmunzelt Rosenstatter. Auch dabei sind ein Physiotherapeut und ein Yoga Institut. Fix eingeplante Begegnungszonen sollen die unterschiedlichen Köpfe dann zusammenbringen. Zudem will die BioAustria eine Bio-Akademie entwickeln, die Kurse und Trainings sollen in Seeham abgewickelt werden.

Hier geht's zur BioArtCampus-Firmenübersicht.

Suche nach Gastro-Partner

26 von 27 Unternehmerinnen und Unternehmer haben schon ihren fixen Platz im Campus gefunden. Was fehlt, ist der Gastro-Betrieb. „Wir suchen aktuell nach einem Partner, der den Restaurant- oder Bistro-Bereich übernehmen möchte“, so Rosenstatter. In der jetzigen Zeit jemanden zu finden, sei gar nicht so einfach. „Das macht mir im Moment schon noch ein bisschen Bauchweh.“ Der Gastro-Bereich im Erdgeschoss ist etwa 200 Quadratmeter groß und bietet Platz für 50 Sitzplätze im Inneren und zusätzlichen 30 auf der Terrasse. „Wir sind offen für alles – ob Tagesbetrieb, ein After Work-Konzept oder Take away – wir sind offen für alles und freuen uns über jeden, der sich bei uns meldet.“

BioArtCampus will Vorreiterrolle übernehmen

Mit dem BioArtCampus will man weit über das Biodorf Seeham hinaus eine Vorreiterrolle übernehmen. So ist Österreich mit einem Anteil von 20 Prozent Bio-Landwirtschaft Weltmeister, die Dichte im Salzburger Land ist mit 60 Prozent nochmals deutlich höher. Im neuen Kompetenzzentrum soll dieses Knowhow nun gesammelt werden. „Der Campus ist eine zeitgemäße Möglichkeit, den hochwertigen, regionalen Produkten der Salzburger Bäuerinnen und Bauern eine Bühne zu geben. Gleichzeitig erhöhen wir damit das Bewusstsein für dieses Thema und können die Bevölkerung motivieren, diesen ökologischen Weg mitzugehen“, so Bio-Pionier Rosenstatter, für den in wenigen Monaten bei der Eröffnung des BioArtCampus ein langersehnter Traum in Erfüllung geht.

(Quelle: SALZBURG24)

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