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Nächtlicher Einsatz in Salzburg

So läuft eine Tiertransport-Kontrolle ab

Nur wenige Tage der Verein gegen Tierfabriken (VGT) einen gesetzeswidrigen Kälber-Transport von Bergheim (Flachgau) nach Spanien bekannt gemacht hat, will das Land Salzburg am Mittwoch ein Maßnahmenpaket präsentieren. Im Interview berichtet der Salzburger Tiertransport-Inspektor Manfred Pledl vom seinem jüngsten Einsatz am Walserberg.

Wals-Siezenheim

Acht Stunden saß Pledl in der Nacht auf Dienstag wartend im Auto am Walserberg, ehe der Lastwagen-Gespann mit Tieren an Bord an ihm vorbeifuhr. Nach einer Stunde eigentlicher Kontrolle war dann alles erledigt. Im Interview mit dem Landes-Medienzentrum (LMZ) schildert er den Einsatz.

LMZ: Wie lief das vergangene Nacht ab?

MANFRED PLEDL: Routinemäßig. Es handelte sich um einen Langstrecken-Transport aus Deutschland mit jungen Zuchtkälbern, die fit genug sind für eine längere Reise. Sie hatten genug Platz, die Deckenhöhe war in Ordnung. Der Fahrer sprach Deutsch und war sehr kooperativ. Das ist nicht immer der Fall.

Warum dann die lange Wartezeit?

In der internationalen Datenbank steht zwar die geplante Reiseroute drin. Hier schaue ich nach, wann der Lkw in Salzburg sein sollte. Wenn aber der Fahrer noch vor Salzburg seine neunstündige Ruhepause einlegt, verzögert es sich dementsprechend.

Was genau passiert bei einer Kontrolle?

Ich überhole mit meinem Einsatzwagen den Transporter, schalte den Leuchtschriftbalken am Heck ein und winke den Lkw-Fahrer zur Seite. Dann beginnt die Kontrolle: Zuerst die Papiere, um mir einen Überblick zu verschaffen, und dann schaue ich mir natürlich die Tiere und die Bedingungen genau an.

Wie streng wird in Salzburg kontrolliert?

Salzburg ist mit Oberösterreich das einzige Bundesland, das noch Tiertransport-Inspektoren im Einsatz hat. In den anderen Bundesländern übernimmt das die Polizei, die mit einem Amtstierarzt ausrückt. In Salzburg können wir dadurch natürlich flexibler reagieren, und das Tag und Nacht.

Zeigen sich die Fahrer kooperativ?

Überwiegend ja. Erst einmal kam es vor, dass einer nicht anhielt. Da musste ich die Polizei verständigen. Manchmal ist auch die Kommunikation schwierig, wenn die Fahrer kein Deutsch sprechen. Und wenn etwas mit den Tieren nicht passt, muss ich veranlassen, dass der Transport gestoppt wird und die Tiere versorgt werden.

Tiertransporte: Maßnahmenpaket für Salzburg

Nachdem in der Vorwoche ein erschreckender Fall eines Kälber-Transports von Bergheim ausgehend bekannt wurde, berief das Land Salzburg für Mittwochvormittag eine Pressekonferenz ein. Gemeinsam mit der Salzburger Landwirtschaftskammer soll ein Maßnahmen- und Forderungspaket zur weiteren Vorgehensweise bei Langstrecken-Tiertransporten präsentiert werden. SALZBURG24 berichtet für euch umfassend.

(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 27.05.2019 um 10:16 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/flachgau/tiertransport-inspektor-manfred-pledl-ueber-kontrollen-in-salzburg-68192248

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