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Deutscher harrt neun Tage lang in Holzhütte in Loferer Steinbergen aus

Acht Nächte harrte der Deutsche in der Hütte aus. ÖBRD, Lofer
Acht Nächte harrte der Deutsche in der Hütte aus.

Ein 44-Jähriger hat im Pinzgau notgedrungen acht Nächte in einer kleinen Biwakschachtel in den Loferer Steinbergen ausgeharrt. Der Bergsteiger war bereits am 15. Jänner von St. Martin bei Lofer (Pinzgau) mit seinen Schneeschuhen zur "Prax Biwakhütte" aufgebrochen. Der Deutsche wollte in der kleinen Holzhütte in 1.800 Metern Seehöhe lediglich eine Nacht verbringen.

Als er am nächsten Tag absteigen wollte, herrschte allerdings ein Schneesturm. Deshalb verschob er den Abstieg immer wieder. Nachdem der Schneefall die ganze Zeit anhielt und in den vergangenen Tagen noch zunahm, wagte es der Mann wegen der hohen Lawinengefahr nicht mehr, die Hütte zu verlassen. Schließlich entschloss er sich am Dienstag, die Bergrettung zu rufen.

App zeigt falsches Wetter an

Da ein Aufstieg zum Hütte aufgrund der hohen Lawinenwarnstufe nicht möglich war, wurde der 44-Jährige von einem Polizeihubschrauber geborgen. Der Mann war laut Polizei für das Unternehmen gut ausgerüstet. Er hatte zunächst ausreichend zu Essen, sein Proviant war aber eigenen Angaben zufolge nach sechs Tagen erschöpft. Er meinte auch, dass die Wetter-App, welche er auf sein Handy geladen hatte, das total falsche Wetter angezeigt habe.

Schneeschuhwanderer tritt Heimweg an

Der Deutsche habe nicht viel gesagt. Offenbar sei er schon länger unterwegs gewesen und von Berlin mit öffentlichen Verkehrsmitteln in den Pinzgau gekommen, so Leitinger. Laut Polizei-Sprecherin Irene Stauffer ist er am Mittwoch in Richtung seines Wohnortes Traunreut aufgebrochen.

(APA)

(Quelle: S24)

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