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Assistenzeinsatz

Zell am See ruft Heer zu Hilfe

Die Gefahr von Murenabgängen ist im Süden Salzburgs weiterhin hoch. Am Montag starteten erste Erkundungsflüge über die betroffenen Gebiete. Zell am See (Pinzgau) hat indes das Bundesheer um Unterstützung gebeten.

Zell am See

„Die Hochwassersituation hat sich weitgehend entspannt. Aufgrund der Vorhersagen der ZAMG ist ein neuerlicher Anstieg der Pegelstände nicht zu erwarten. Allerdings haben wir aber nach wie vor das Problem von gefährlichen Murenabgängen“, berichtet Herbert Reischl vom Katastrophenschutz des Landes. Wir berichten im LIVETICKER über die aktuelle Lage.

Prioritäten bei den Hubschrauberflügen liegen im Lungau bei Muhr und im Pongau im Gasteiner- und Großarltal. Im Pinzgau herrschte am Vormittag kein Flugwetter.

Kein Flugwetter im Pinzgau

Im Pinzgau werden Drohnen zur Erkundung der Lage eingesetzt. Polizei-Hubschrauber stehen für einen Einsatz bereit, sobald es das Wetter zulässt. Fünf Sachverständige müssen mit den zahlreichen Einsatzgebieten koordiniert werden. Bezirkshauptmann Bernhard Gratz bittet um „Verständnis, dass wir nicht in allen betroffenen Gebiete gleichzeitig sein können, sondern je nach Gefahrenlage Prioritäten setzen müssen. Aber wir kümmern uns um alles so schnell wie möglich.“ Auch das Bundesheer wurde um Assistenzeinsatz mit 40 Mann ersucht. Ob der Stadtkern von Zell am See freigegeben werden kann, wird gegen Mittag entschieden.

Zivilschutzwarnungen weiter aufrecht

Im Pongau sind seit Vormittag Hubschrauber unterwegs. „Die Flüge werden von allen betroffenen Gebieten die wichtigsten Erkenntnisse liefern“, so Einsatzleiter Norbert Paßrucker. Aufgrund der dringlichen Lage wurde ein privater Anbieter geordert. Die Zivilschutzwarnungen für Hüttschlag, Großarl und Bad Hofgastein bleiben aufrecht.

Unterstützung aus Graz im Lungau

Im Lungau übernimmt die Libelle, der Polizeihubschrauber aus Graz, den Erkundungsflug. Während der Nacht sind die Pegelstände in den Bächen und Gräben im Lungau zurückgegangen. Zurzeit werden in Zusammenarbeit von Gemeinden, Feuerwehr, Wildbach- und Lawinenverbauung, Bezirkshauptmannschaft Tamsweg, privaten Unternehmungen und den Grundbesitzern erste Maßnahmen zu Bachrückführungen, Sicherung von Rutschungen oder Lösung von Verklausungen gesetzt. Besonders betroffen sind noch die Gemeinden Muhr, Zederhaus und Ramingstein. Die Bezirkshauptmannschaft führt einen verkleinerten Einsatzstab. Die freiwilligen Helfer werden derzeit durch rund zehn Bagger privater Unternehmen unterstützt.

(Quelle: SALZBURG24)

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