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Immer weniger Corona-Patient:innen in Spitälern

Wie soll künftige Pandemieüberwachung aussehen?

symb_Spital, symb_Krankenhaus, APA/HELMUT FOHRINGER/Archiv
In den Krankenhäusern müssen immer weniger Menschen mit und wegen Corona versorgt werden. (SYMBOLBILD)

Immer weniger Corona-Patient:innen müssen in den Spitälern behandelt werden. Das zeigen die aktuellen Zahlen am Freitag. Derzeit liegen österreichweit noch 1.461 Menschen mit und wegen Corona in den Krankenhäusern.

Die Zahl der Patient:innen, die in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion im Krankenhaus behandelt werden, sinkt weiterhin. Am Freitag waren dies 1.461 Menschen, das sind 60 weniger als am Tag zuvor. Todesfälle wurden seit Donnerstag zwölf registriert. Gleichzeitig gab es 6.271 Neuinfektionen, 435 weniger als am Vortag und fast 1.300 weniger als vergangenen Freitag. Die Zahl der Intensivpatienten geht ebenso zurück, aktuell werden 73 Schwerstkranke betreut.

Bislang mehr als 4,7 Millionen positive Testergebnisse

Die 6.271 Neuinfektionen liegen unter dem Wochendurchschnitt von 6.371 positiven Tests pro Tag. Bei der Sieben-Tage-Inzidenz je 100.000 Einwohner wurden 494 Fälle verzeichnet. Mit Freitag gab es insgesamt 88.574 aktive Fälle und somit 1.707 weniger als am Vortag. In den vergangenen sieben Tagen wurden 97 Todesfälle gemeldet, das sind 14 pro Tag. Bisher gab es in Österreich 4.776.787 positive Testergebnisse. Seit Pandemiebeginn sind laut den Zahlen von Innen-und Gesundheitsministerium 19.177 Menschen mit einer SARS-CoV-2 Infektion verstorben und 4.669.036 wieder genesen.

60.029 aussagekräftige PCR-Tests gab seit dem Vortag. Dabei liegt die Positiv-Rate von 10,4 Prozent über dem Durchschnitt der vergangenen sieben Tage (7,9 Prozent). Die meisten Neuinfektionen wurden in Wien mit 2.102 gemeldet. Danach reihen sich Niederösterreich mit 1.505 Fällen, Oberösterreich (715), Steiermark (665), Tirol (325), Kärnten (310), Salzburg (279), Burgenland (239) und Vorarlberg (131).

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"Kurzfristige Entlastung"

Die reine Zahl der Neuinfektionen ist laut Wissenschaftern seit dem Rückgang der Testzahlen im Sommer nicht mehr aussagekräftig genug. Es zeige sich aber, dass auch der Spitalsbelag und das Virussignal in den Abwasseranalysen sinken, wenn auch "nicht in gleichem Maße" wie die Zahl der positiven Tests, erläuterte der Wiener Simulationsforscher Niki Popper am Freitag im Ö1-"Morgenjournal".

Der Experte sieht "jetzt eine kurzfristige Entlastung. Aber das Niveau bleibt in Summe sehr hoch und hier muss man sich in den Krankenhäusern auch anschauen, ist es eben wegen Covid oder ist es mit Covid. Also hier gilt es weiter zu differenzieren, damit wir nicht im Blindflug sind." Das bedeute nicht, "dass man jetzt alle testen muss, um einen guten Durchblick zu haben", betonte er mit Blick auf den Herbst.

Krankenhauszahlen werden immer wichtiger

Es müsse aber überlegt werden, ob "wir denn eigentlich die System-Dynamik noch modellieren" und weiterhin auf das Dashboard schauen wollen. Oder fokussieren wir uns, wie zum Beispiel die EU-Seuchenschutzbehörde ECDC empfehle, auf die Krankenhauszahlen? Die Entscheidung liege bei der Politik - und diese Entscheidung hätte idealerweise bereits "vorgestern" fallen sollen, sagte Popper auf Nachfrage. Die "Diskussion zwischen Bund und Ländern, die ist, glaube ich, für uns alle als Bürgerinnen und Bürger mittlerweile nicht mehr so leicht erträglich", merkte der Simulationsforscher an.

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 13.08.2022 um 04:39 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/corona-1-461-spitalspatienten-und-zwoelf-weitere-todesfaelle-125242972

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