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Ab Mitte Juni

Medienberichte: Freie Fahrt nach Italien fix

Schallenberg: "Mitte dieser Woche großen Schritt setzen"

Grenze Italien APA/EXPA/JOHANN GRODER
Die Einreisekontrollen an der Grenze zu Italien sind weiter aufrecht. 

Die Bundesregierung will am Mittwoch eine weitere Reihe von Grenzöffnung beschließen. Laut Informationen von "Presse" und "OE24" ist auch die Öffnung der Grenze zu Italien mit 16. Juni bereits fix. Die Verordnung der Einreisebeschränkungen läuft am 15. Juni um Mitternacht aus und dürfte für die meisten europäischen Länder wohl nicht verlängert werden.

Bei einem Runden Tisch im Bundeskanzleramt könnte dem Vernehmen nach, die Öffnung der Grenzen zu mehr als zwei Dutzend europäischen Staaten - darunter die Urlaubsländer Italien und Griechenland - ab dem 16. Juni beschlossen werden. Wie "Presse" und "OE24" bereits am Dienstag berichten, soll das Ende der Corona-Bestimmungen an den Grenzen schon beschlossene Sache sein.

Ein Reisen wäre dann ab 16. Juni um 00.00 Uhr ohne Auflagen bei der Rückkehr - wie einem negativen Coronatest oder einer 14-tägigen Heimquarantäne - möglich.

Beschränkungen für Reisende aus Schweden bleiben

Das Außenministerium bestätigte am Dienstag offiziell nur die geplante Öffnung der Grenze zu Kroatien zu diesem Datum. Die Grenzöffnung zu den anderen Ländern werde am Mittwoch endgültig bei dem Treffen von Alexander Schallenberg (ÖVP) mit Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne), Innenminister Karl Nehammer und Europaministerin Karoline Edtstadler (beide ÖVP) im Bundeskanzleramt beschlossen, hieß es aus dem Außenministerium.

Verlängert werden dürften nach APA-Informationen aber die Einreisebeschränkungen für Reisende aus Schweden.

Schallenberg "sehr zuversichtlich"

Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) hat sich "sehr zuversichtlich" gezeigt, dass Österreich schon binnen Tagen die Grenzen für Italien öffnen könnte. "Diese Woche, vielleicht schon Mitte dieser Woche" könnte man "einen sehr großen weiteren Schritt Richtung Reisefreiheit setzen", sagte Schallenberg am Montag in der Sendung "Milborn" auf "Puls4".

"Was wir versuchen, ist, auch unter Umständen einen regionalen Ansatz zu wählen", so der Ressortchef weiter. Derzeit würden noch Expertengespräche laufen. "Ich möchte dem nicht vorgreifen. Aber ich glaube, dass wir Mitte dieser Woche - ich und gemeinsam mit dem Gesundheitsminister (Rudolf Anschober) - doch einen erheblichen Schritt Richtung Reisefreiheit setzen können und bekanntgeben können", sagte Schallenberg .

 

Grenzen nach Italien noch zu 

Er sei laufend in Kontakt mit dem italienischen Außenminister Luigi Di Maio, unterstrich Schallenberg. Der Ansatz könne zwar nicht nur Südtirol und die Lombardei betreffen, sagte Schallenberg auf eine entsprechende Frage zu einer möglichen regionalen Differenzierung, aber: "Das wäre ein Punkt, dass man es herunterbricht auf Regionen." Er wolle diesbezüglich den Experten nicht vorgreifen. Italien sei doch der erste europäische Corona-Hotspot gewesen.

Schallenberg: "Voll Reisefreiheit herstellen"

"Wir hoffen alle, dass wir sehr schnell die volle Reisefreiheit herstellen können, aber wir müssen uns auf Daten und Fakten berufen können, wenn wir diese Schritte setzen. Und das ist die Arbeit, die jetzt ganz intensiv hinter den Kulissen läuft", so der Außenminister. Die Pandemie-Zahlen hätten es in der vergangenen Wochen noch nicht hergegeben, dass Österreich auch die Grenzen für Italien öffne.

(Quelle: APA)

Kontrollen zu Nachbarländern außer Italien fallen

Grenze APA/GEORG HOCHMUTH
Österreich stellt die komplette Reisefreiherit wieder her. Eine Ausnahme bleibt bestehen, Italien.

Österreich stellt nach rund drei Monaten Corona-Beschränkungen wieder vollständige Reisefreiheit zu seinen Nachbarländern mit Ausnahme zu Italien her. Mit 4. Juni werden die Grenz- und Gesundheitskontrollen gegenüber Deutschland, Liechtenstein, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn eingestellt, teilte Außenminister Alexander Schallenberg am Mittwoch mit.

Für diese Länder gelte die Vor-Corona-Situation - es gebe keine Quarantäne oder Test-Erfordernisse bei der Einreise nach Österreich. Bei Deutschland, der Schweiz und Liechtenstein ist zu beachten, dass die dortigen Beschränkungen weiterhin bis zum 15. Juni aufrecht bleiben. Details dazu findet ihr auch HIER.

Zu Italien bleiben die Beschränkungen bestehen, nächste Woche soll die nächste Evaluierung erfolgen. Man sehe, dass sich die Situation auch in Italien deutlich verbessert habe und einzelne Regionen - wie beispielsweise Südtirol - schon gute Covid-19-Zahlen vorweisen könnten, sagte Schallenberg. Den Vorschlag aus Bozen, wonach gegenüber italienischen Regionen geöffnet werden könnte, wolle man daher "sehr ernst nehmen". Ziel sei eine "Öffnung zu Italien, sobald die Zahlen es zulassen".

 

Teil-Öffnung zu Italien eventuell am 15. Juni

Außenminister Schallenberg betonte, dass die Lockerungen "keine Entscheidung gegen Italien" seien und man "so bald wie irgendwie möglich" auch diese Grenze öffnen wolle. Auch die Schweiz und Slowenien würden noch nicht zu Italien öffnen. Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) ergänzte, es sei "nicht ausgeschlossen", dass eine (teilweise) Öffnung zu Italien bereits am 15. Juni erfolgen könne.

In einem Großteil der italienischen Regionen sei die Entwicklung positiv, so die beiden Minister. Auch eine Regionalisierung oder andere Möglichkeiten seien denkbar. Schallenberg sagte, er verstehe es, wenn die Nicht-Entscheidung zu Italien Enttäuschungen hervorrufe. Italien sei ein "sehr enger Freund und bedeutender Nachbar", er werde auch noch am Mittwoch mit seinem italienischen Amtskollegen Luigi Di Maio sprechen. "Der heutige Beschluss ist eine Momentaufnahme."

Reisefreiheit, Pressefoyer nach Ministerrat APA/ROLAND SCHLAGER
Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) und Gesundheitsminister Rudolf Anschober (G) im Rahmen einer PK nach einer Sitzung des Ministerrates in Wien am Mittwoch, 3. Juni 2020. 

Italien hat Grenzen für Urlauber wieder geöffnet

Italien selbst hat seine Grenzen wieder für Urlauber geöffnet. Seit Mittwoch gilt für Menschen aus den anderen EU-Ländern sowie weiteren Staaten wie Großbritannien, Norwegen und der Schweiz wieder die Reisefreiheit. Eine zweiwöchige Quarantäne für Ausländer, die nach Italien reisen, wurde abgeschafft.

Global besteht Corona-Pandemie weiterhin

In Bezug auf andere Länder mahnte der Außenminister zu Geduld. Schweden, Großbritannien und Spanien seien "schwierige Fälle", bei denen man noch nicht sagen könne, wann eine Öffnung möglich sein wird. In Hinblick auf Nicht-EU-Staaten gebe es den Wunsch, sich in der EU abzustimmen, etwa bei Reisen nach Lateinamerika, Russland, China und in die Subsahara. "Global gesehen stecken wir noch mitten in der Pandemie", dämpfte Schallenberg diesbezüglich die Erwartungen. Daher könne Reisefreiheit in viele Länder voraussichtlich über Monate nicht hergestellt werden.

Hausverstand ist "bester Reieschutz"

Der Außenminister appellierte auch an Hausverstand der österreichischen Reisenden. Dieser wäre "der beste Reiseschutz". Die Reisenden sollten sich insbesondere auch überlegen, wie sie gegebenenfalls wieder zurückkommen würden. Die Bereitschaft im Außenministerium für weitere Rückholaktionen sei "sehr überschaubar".

Auch Anschober betonte, die Pandemie sei noch nicht beendet. Derzeit verschiebe sich der Schwerpunkt u.a. auf Lateinamerika sowie die USA. "Aber auch in Europa ist es nicht vorbei." Man dürfe keine Risiko eingehen und "nur dort Reisetätigkeit durchführen, wo man das Gefühl hat, man ist auf der sicheren Seite".

Aufgerufen am 13.07.2020 um 02:21 auf https://www.salzburg24.at/news/oesterreich/italien-offene-grenzen-mit-mitte-juni-88660864

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