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Russischer Einmarsch

100.000 Menschen in der Ukraine auf der Flucht

Was kommt auf Österreich zu?

Nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine befürchtet die EU einen starken Anstieg von Flüchtlingen aus dem Land. Der für Migration zuständige Vizepräsident der EU-Kommission, Margaritis Schinas, hatte die Zahl der möglichen Flüchtenden zuletzt auf zwischen 20.000 und mehr als eine Million geschätzt. Nach Angaben des UNO-Flüchtlingshochkommissariats (UNHCR) sind bereits rund 100.000 Menschen in der Ukraine auf der Flucht.

Nach Angaben von EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen wurden mit allen östlichen EU-Ländern "Notfallpläne" erarbeitet, um Menschen aus der Ukraine sofort aufzunehmen. "Wir hoffen, dass es so wenige Flüchtlinge wie möglich sind, aber wir sind umfassend vorbereitet", sagte von der Leyen. EU-Innenkommissarin Ylva Johansson hatte Polen, das stark betroffen sein dürfte, finanzielle Unterstützung zugesichert sowie mögliche Hilfe durch die Grenzschutzagentur Frontex.

Zerstörung in Kiew APA/AFP
Kiew am zweiten Tag des Krieges in der Ukraine.

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Flüchtlingswelle aus Ukraine erwartet

Was kommt auf Österreich zu?

Österreich ist nach den Worten von Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) zur Aufnahme von Flüchtlingen aus der Ukraine bereit. "Bei der Ukraine verhält es sich anders als bei Ländern wie Afghanistan. Da reden wir von Nachbarschaftshilfe", sagte Nehammer am Mittwoch. Doch dürften Polen, die Slowakei und Ungarn die wichtigsten Zielländer sein.

Auch der Vorarlberger Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) betonte als aktueller Vorsitzender der Landeshauptleutekonferenz die Bereitschaft der Bundesländer, Flüchtlinge aufzunehmen: "Falls notwendig, werden alle Bundesländer ukrainische Kriegsflüchtlinge aufnehmen."

Nachbarländer richten Aufnahmezentren ein

Wie bereiten sich Polen auf Flüchtlinge vor?

Polen hat eine mehr als 500 Kilometer lange Grenze zur Ukraine und kündigte an, Erstaufnahmezentren für ukrainische Flüchtlinge einzurichten. Die geplanten Unterkünfte sollen nach Angaben des Innenministeriums in Warschau an den wichtigsten Grenzübergängen beider Länder entstehen. Polen werde "so viele, wie an unseren Grenzen sein werden", aufnehmen, sagte der polnische Innenminister Mariusz Kaminski.

Im Bild: Trauernde Ukrainerin am Tag des Kriegsbeginns in Oslo
Ukrainian Olga Lietnieva, on holidays in Norway, is wrapped in the Ukrainian flag and cries as she attends a demonstration against Russia's invasion of Ukraine on February 24, 2022, in front of the Russian embassy in Oslo. - She just had received a phone call from her aunt in the city of Donetsk, Ukraine, and breaks out in tears after her aunt told her about the situation. (Photo by Heiko Junge / NTB / AFP) / Norway OUT

Europäische Länder wollen Ukrainer aufnehmen

Mehrere europäische Länder haben am Donnerstag ihre Bereitschaft zur Aufnahme von Flüchtlingen, aber auch von Verletzten aus der Ukraine gezeigt. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sieht …

Die allgemeine Stimmung in Polen sei solidarisch, sagte die Politologin Marta Kozlowska von der Technischen Universität Dresden der Nachrichtenagentur AFP. Das Motto vieler Menschen sei: "Egal wie viele Flüchtlinge es sind, wir müssen ihnen in dieser Kriegssituation helfen."

Was ist mit den anderen Nachbarländern der Ukraine?

EU-Anrainerländer der Ukraine sind auch die Slowakei, Ungarn und Rumänien. Die Slowakei hat sich ebenfalls auf eine mögliche Ankunft von fliehenden Menschen aus der Ukraine vorbereitet. Mehrere Unterkünfte zur Unterbringung von Menschen aus der Ukraine stünden bereit, sagte Innenminister Roman Mikulec. Rumänien als einer der ärmsten EU-Mitgliedstaaten erwartet bisher nicht, dass Ukrainer sich dorthin flüchten. Wenn dies doch der Fall sei, sei Rumänien darauf vorbereitet, eine halbe Million Menschen aufzunehmen, sagte Verteidigungsminister Vasile Dancu.

HASLAUER_3.jpg APA/FRANZ NEUMAYR
Zusätzlich zu einem Lockdown für Ungeimpfte wird in Salzburg die FFP2-Maskenpflicht ausgedehnt, teilt Landeshauptmann Wilfried Haslauer heute mit. 

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Ungarn kündigte diese Woche an, Soldaten aus Sicherheits- sowie aus humanitären Gründen an die Grenze zur Ukraine zu schicken, um eventuell ankommende Flüchtlinge zu versorgen. Auch die Republik Moldau, die kein EU-Mitglied ist, grenzt an die Ukraine. Präsidentin Maia Sandu schrieb am Donnerstag im Onlinedienst Twitter, es seien bereits mehr als 4.000 Menschen aus der Ukraine in ihrem Land eingetroffen.

(Quelle: APA)

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