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Nach Aus in Wien

Gut Aiderbichl will Polizeipferde aufnehmen

Die berittene Polizei in Wien ist nun Geschichte. Das Projekt ist laut Innenministerium offiziell beendet. Gut Aiderbichl in Henndorf (Flachgau) bietet nun an, die Polizeipferde aufzunehmen und zu betreuen. Auch die Pfotenhilfe in lochen äußerte erneut Interesse.

Henndorf am Wallersee

Erfahrung habe man beim Gut Aiderbichl: Seit mehr als zehn Jahren werden Polizeipferde aus München am Hof untergebracht. 14 Tiere waren vorgesehen, 12 Pferde sind im Rahmen dieses Projekts seit 2018 bei der Cobra in Wiener Neustadt untergebracht worden. Sie haben, gemeinsam mit 16 Polizisten, mit der Ausbildung begonnen. Noch im Juli hieß es aus dem Innenministerium: "Das Projekt läuft und wird evaluiert". Fragen zu Kosten "werden nicht kommentiert". Laut einem Medienbericht hat die Reiterstaffel bisher knapp 2,5 Millionen Euro gekostet.

"Guter Platz" für Pferde gesucht

Die arbeitslosen Pferde sollen nun bald "einen guten Platz bekommen", sagte Gerald Hesztera, Sprecher des Innenministeriums (BMI), am Donnerstag auf Nachfrage der APA. Das sei Teil des Auftrags zur Auflösung des ganzen Projekts gewesen. Wo das sein wird, müsse aber erst überlegt werden. Bei zwei Pferden sei es einfach - die beiden Rappen "Zalan" und "Zadar" waren Geschenke des ungarischen Premiers Viktor Orban und würden daher wieder nach Ungarn kommen, teilte der Sprecher mit.

Erfahrung mit Polizeipferden in Henndorf

Ein Angebot aus Salzburg gäbe es bereits. Gut Aiderbichl will den Tieren ein neues Zuhause geben: „Wenn ein Bedarf an optimalen Betreuungsplätzen für die Pferde besteht, helfen wir gerne und können die Tiere jederzeit aufnehmen. Insgesamt stehen 770 Pferde unter dem Schutz von Gut Aiderbichl“, betont Geschäftsführer Dieter Ehrengruber in einer Aussendung. Erst im Oktober 2019 ist „Fidelio“, ein 13 Jahre altes Polizeipferd der Reiterstaffel München, auf Gut Aiderbichl in Rente gegangen und genießt jetzt dort seinen Lebensabend.

Auch Pfotenhilfe will Polizeipferde

Nach dem Aus für die berittene Polizei erneuert auch der Tierschutzhof Pfotenhilfe sein bereits im Mai gemachtes Angebot zur Übernahme der nun nicht mehr benötigten Pferde: "Das Leiden dieser Tiere muss jetzt ein Ende haben. Das darf aber sicher nicht bedeuten, dass sie bei Fiakern oder sonstwo in dunklen Stallboxen dahinvegetieren, wie es ebenfalls nach Kickls Abgang angeboten wurde", ist Pfotenhilfe-Geschäftsführerin Johanna Stadler besorgt.

(Quelle: SALZBURG24)

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