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Postalm-Lifte melden Insolvenz an

Am Dienstag stellte der Eigentümer der Postalm-Lifte einen Insolvenz-Antrag (Symbolbild). APA/dpa/UNBEKANNT
Am Dienstag stellte der Eigentümer der Postalm-Lifte einen Insolvenz-Antrag (Symbolbild).

Nach langem Hin und Her haben nun auch, nach dem Skigebiet Gaissau-Hintersee (Flachgau), die Postalm-Lifte in Strobl (Flachgau) Insolvenz angemeldet. Schulden in der Höhe von rund 1,9 Millionen Euro der Winterpark Postalm GmbH & Co KG stehen Aktiva von knapp 1,1 Mio. Euro gegenüber.

Damit ist in Salzburg in diesem Jahr bereits das zweite kleine Skigebiet in die Pleite geschlittert. Am Landesgericht Salzburg ist am Mittwoch ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung über die Betreibergesellschaft der Postalm-Lifte im Salzkammergut eröffnet worden.

Postalm seit 1970 als Skigebiet genutzt

Die Postalm ist Österreichs größtes Almgebiet und liegt zwischen Strobl am Wolfgangsee und Abtenau. Neben der klassischen Almbewirtschaftung im Sommer wird es seit 1970 auch als Skigebiet genutzt und ist vor allem bei Familien mit Kindern beliebt. Die Skiregion Postalm besteht aus einem Vierersessellift, vier Schleppliften, einem Tellerlift und einem Transportband. Eine künstliche Beschneiung gibt es nicht, Schneesicherheit ist also nicht gegeben.

40 Gläubiger und ein Mitarbeiter von Insolvenz betroffen

Von der Insolvenz betroffen sind laut KSV1870 rund 40 Gläubiger und - saisonbedingt - nur ein Bediensteter. Laut Lifte-Eigentümer Karl-Heinz Prentner seien nahezu die gesamten Passiva Altschulden, die er übernommen habe. Prentner hatte die Postalm-Lifte im September 2016 vom Trachtenhersteller Gerhard Gössl erworben. Dessen Privatstiftung hatte ihrerseits die verschuldete Liftgesellschaft erst im Sommer 2015 übernommen. Gössl hegte ehrgeizige Pläne für die Region und wollte auf der Hochebene 1.500 zusätzliche Betten schaffen, war dann aber auf erheblichen Widerstand gestoßen.

Sanierungsplan will quote von 20 Prozent in zwei Jahren

Als weitere Insolvenzursache führte der KSV am Mittwoch die unklare Situation über eine Vertragsverlängerung mit der fast 50 Bauern umfassenden Agrargemeinschaft an. Der Sanierungsplan sieht jedenfalls eine Quote von 20 Prozent innerhalb von zwei Jahren vor.

In Krispl-Gaißau soll investiert werden

Erst im Jänner war auch über die Betreibergesellschaft des Skigebiets Krispl-Gaißau in der Salzburger Osterhorngruppe ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet worden. In diesem Verfahren hatten 91 Gläubiger Forderungen gestellt, die mit einer Höhe von 2,66 Millionen Euro nahezu zur Gänze anerkannt wurden. Vor ungefähr einem Monat stimmten die Gläubiger einem Sanierungsplan mit einer 30-Prozent-Quote zu. Der Betreiber des Skigebiets kündigte auch Investitionen in eine künstliche Beschneiung und in die Lifte an.

(APA)

(Quelle: S24)

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