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Salzburg nutzt im Nationalpark Hohe Tauern Chance für Wildnisgebiet

Der Nationalpark Hohe Tauern soll zum Wildnis-Nationalpark weiterentwickelt werden. Neumayr/Archiv
Der Nationalpark Hohe Tauern soll zum Wildnis-Nationalpark weiterentwickelt werden.

Erstmals in der Geschichte des Nationalparks Hohe Tauern wird der Nationalparkfonds selbst Eigentümer größerer Flächen im Schutzgebiet.

Am Donnerstag unterzeichneten Vertreter des Vereins Naturschutzpark Lüneburger Heide und Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) die Verträge über den Ankauf von 3.000 Hektar Grund im Unter- und Obersulzbachtal durch den Nationalparkfonds.

Haslauer: "Das ist eine Jahrhundertchance"

"Das ist eine Jahrhundertchance", sagte Haslauer bei dem Festakt in Salzburg. Die Grundflächen an der Nordabdachung des Großvenedigers in der Gemeinde Neukirchen liegen in der Kernzone des Schutzgebiets und gelten als unberührte Natur. Damit eröffne sich die Chance, eine große Wildniszone im Nationalpark zu schaffen, sagte die für das Schutzgebiet zuständige LH-Stv. Astrid Rössler (Grüne): "Wir haben dort alle Qualitäten für die internationale Anerkennung als Wildniszone." In dem Gebiet soll es außerdem einen Schwerpunkt auf Forschung geben. Darüber hinaus werden umweltpädagogische Projekte geplant, sagte Rössler.

Verein war größter privater Grundbesitzer im Schutzgebiet

Die Flächen sind eng mit der Entstehung der Nationalparkidee und der Schaffung des Schutzgebietes verbunden. Der Verein Naturschutzpark ist 1909 in München gegründet worden und hatte das Ziel, Schutzgebiete zu schaffen, um die Natur für kommende Generationen zu bewahren. Eines dieser Schutzgebiete sollte ein Alpenpark sein, ein anderer war der Nationalpark Lüneburger Heide in Deutschland. Über Initiative des Salzburger Landtagsabgeordneten August Prinzinger kam es 1913 zum Kauf von Flächen in den Hohen Tauern. Der Verein Naturschutzpark war bisher in Salzburg der größte private Grundbesitzer im Schutzgebiet.

Nationalpark Hohe Tauern soll Wildnis-Nationalpark werden

"Mit der Übergabe der Flächen wollen wir Salzburg dabei unterstützen, den Nationalpark zu einem Wildnis-Nationalpark weiterzuentwickeln", sagte der Vereinsvorsitzende Wilfried Holtmann bei der Vertragsunterzeichnung. Das Ziel, die kostbaren Naturflächen dauerhaft zu schützen, sei mit der internationalen Anerkennung des Nationalparks im Jahr 2006 erreicht worden.

(APA)

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