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Salzburger Plagiatsjäger

Weber findet weitere Hinweise zu Baerbock-Buch

Prüfung erfolgt aus Eigeninteresse

Annalena Baerbock von den deutschen Grünen APA/AFP/Tobias SCHWARZ
Der österreichische Medienwissenschaftler Stefan Weber hat weitere Hinweise auf Parallelen zwischen dem Buch der deutschen Grünen Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock und anderen Veröffentlichungen publik gemacht. (Archivbild)

Der österreichische Medienwissenschaftler Stefan Weber hat weitere Hinweise auf Parallelen zwischen dem Buch der deutschen Grünen Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock und anderen Veröffentlichungen publik gemacht.

In einem am Mittwoch an Journalisten versendeten E-Mail nennt Weber vier weitere Textstellen, die er "Funde" nennt. Er komme bisher auf 14 "Fragmente".

Auch nüchterne Passagen 

Die von Weber angeführten Passagen umfassen auch eher nüchtern und faktisch formulierte Sätze. Die Grünen und auch der Ullstein Verlag, der Baerbocks Buch "Jetzt. Wie wir unser Land erneuern" veröffentlichte, argumentieren, die Wiedergabe allgemein bekannter Fakten sei unproblematisch.

Ungewöhnliche Formulierungen in Baerbock-Buch

Eine ungewöhnliche Formulierung aus einem Artikel in der Zeitschrift "Internationale Politik" findet sich beispielsweise auf Seite 16 von Baerbocks Buch. Die Grünen-Chefin schreibt dort: "Wer immer nur von der Gegenwart aus denkt, verharrt in der Kurzfristigkeit und verliert an strategischer Tiefe." Die Forscherin Florence Gaub, die sich mit sicherheitspolitischen Fragen beschäftigt, schreibt ihrerseits: "Wer ständig in Krisen denkt, verharrt in der Kurzfristigkeit und verliert an strategischer Tiefe."

Weber prüft aus Eigeninteresse

Weber versicherte in seinem E-Mail erneut: "Im Fall Baerbock prüfe ich aus Eigeninteresse und ohne Bezahlauftrag. Ich habe auch keinen Auftraggeber, mit dem vereinbart worden wäre, genau dies zu behaupten: nämlich, dass es keinen Auftrag gäbe. Das erkläre ich hiermit an Eides statt." Er wies zugleich Vorwürfe der deutschen Grünen zurück, die am Vortag von einem bösartigen Vorgehen oder Rufmord gesprochen hatten.

(Quelle: APA)

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