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Mooserboden Stausee

Felslawine erfasst mehrere Wanderer

Ein Toter und zwei Verletzte

Am Mooserboden bei Kaprun (Pinzgau) ist laut Polizei am Mittwochnachmittag eine Steinlawine abgegangen. Ein Felssturz traf eine Gruppe von vier Personen, ein Mensch wurde verletzt. Für eine zweite Person kam jede Hilfe zu spät: Sie verstarb noch an der Unfallstelle. Der zweite Felssturz betraf eine andere Wandergruppe, hier wurde laut Landesmedienzentrum aber niemand verletzt.

Zell am See

Die Felsen lösten sich von der Bärrinne, am Kammerschartenweg zwischen Kitzsteinhorn und Fürthermoaralm traf das Geröll eine Gruppe Alpinisten. Zwei Einheimische, ein 53-Jähriger und seine 51-jährige Lebensgefährtin, hatten zuvor ein Paar aus Deutschland kennengelernt. Die vier entschlossen, gemeinsam weiterzugehen. Beim Abstieg am frühen Nachmittag lösten sich plötzlich die Felsbrocken, berichtet die Polizei. Die Gruppe versuchte noch, vor den herabstürzenden Felsbrocken zu flüchten. Der 53-Jährige wurde jedoch von einem Felsen getroffen und so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle starb.

Partnerin des Toten unverletzt

Seine 51-jährige Lebensgefährtin bleibt unverletzt, erlitt aber einen schweren Schock. Die beiden Urlauber, eine 45-Jährige und ein 41-Jähriger, wurden leicht verletzt.

Wie der Einsatzleiter des Roten Kreuzes, Stefan Herbst, gegenüber SALZBURG24 am Nachmittag erzählt, sei der Einsatz abgeschlossen. Im Moment werde das Todesopfer noch vom Polizeihubschrauber geborgen. "Zwei Leichtverletzte wurden in Krankenhaus nach Zell am See geflogen. Die Partnerin des Toten wird derzeit vom Kriseninterventionsteam betreut." Zuerst sei auch die Hundestaffel alarmiert worden, weil aber keine Suche notwendig war, wurde sie wieder "storniert", sagt Herbst.

Grafik Steinlawine Kaprun APA/ROBERT JAEGER

50 Einsatzkräfte am Mooserboden

„Vier Hubschrauber und zirka 50 Einsatzkräfte von Bergrettung, Rotem Kreuz, Feuerwehren, Verbund und Alpinpolizei sind zur Zeit im Einsatz, retten Verletzte und suchen das Gebiet nach weiteren Betroffenen ab“, schilderte Einsatzleiter Manfred Höger von der Bezirkshauptmannschaft Zell am See. „Und es gab einen zweiten Felssturz im Bereich der Kebmattenalm, der aber ohne Folgen blieb“, erklärte Höger. Wie Maria Riedler von der Bergrettung Salzburg gegenüber der APA sagte, war die Gerölllawine riesig und verschüttete den Weg bis zu vier Meter hoch. Im Einsatz standen zwei Mann der Alpinpolizei Zell am See, elf Mann der Bergrettung Kaprun sowie drei Notarzthubschrauber und ein Polizeihubschrauber.

Zuerst war von fünf Verschütteten die Rede gewesen sowie vier Verletzten und einem Todesopfer. Diese Information wurde korrigiert.

(Quelle: SALZBURG24/APA)

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