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Kampf gegen Stau-Chaos

Salzburger Regionalstadtbahn bis nach Hallein?

UVP für geplanten Ausbau nötig

Salzburger Lokalbahn Franz Neumayr/Symbolbild
Die Lokalbahn, die Schnellbahn aus Straßwalchen oder das Stiegl-Gleis könnten an die Regionalstadtbahn angebunden werden.

Stadt und Land Salzburg drücken bei der seit Jahrzehnten diskutierten Lokalbahnverlängerung durch die Mozartstadt aufs Gas: "Wenn, dann geht es in dieser politischen Konstellation. Jetzt ist das Zeitfenster offen, die Gelder zu organisieren", sagte am Dienstag Verkehrslandesrat Stefan Schnöll (ÖVP) bei einem Hintergrundgespräch. Erhoffter Baubeginn ist das Jahr 2023.

Hallein, Salzburg, Straßwalchen

sich Schnöll und Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP) heute optimistisch, dass es nun wirklich auf Schiene kommt. Stefan Knittel, seit kurzem Chef der "Regionalstadtbahn-Planungsgesellschaft", skizzierte nun auch den Fahrplan. Zunächst werde man die Verlängerung vom Lokalbahnhof bis zum Mirabellplatz angehen, wobei für diesen Abschnitt die Kosten auf 140 Millionen Euro geschätzt werden; und der Landesrat auf einen Spatenstich bis 2023 hofft. Läuft alles nach Plan, könnte schon zwei Jahre später der Endbahnhof "Mirabellplatz" heißen. Derzeit sei man am Vereinbaren der Termine mit der neuen Bundesregierung, mit der die Kostenteilung verhandelt werden muss.

Salzburger Pläne auf der Schiene

Freilich macht für Schnöll und Preuner das Projekt erst mit der Verlängerung bis Hallein wirklich Sinn. "Wir haben in der Stadt auf der Straße keine Möglichkeiten mehr, daher brauchen wir dringend diese Schienen-Infrastruktur", sagte Schnöll. Auch wenn Salzburg mit seinen 150.000 Bewohnern keine Großstadt sei, sei das Einzugsgebiet im 50-Kilometer-Radius mit 1,1 Millionen Menschen riesig. Beide ÖVP-Politiker betonten heute auch, dass nicht nur die Lokalbahn, sondern etwa auch die Schnellbahn aus Straßwalchen (Flachgau) oder das Stiegl-Gleis angebunden werden sollen. Für den kompletten Nord-Süd-Korridor bezifferte Knittel die Kosten mit geschätzten 650 Millionen Euro.

UVP für Regionalstadtbahn nötig

Klar ist auch, dass für das Gesamtprojekt eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) notwendig wird. Knittel hofft, dass man die erste, rund 700 Meter lange Bauetappe bis zum Mirabellplatz ohne UVP vorziehen darf, wenn man sich gleichzeitig verpflichtet, diese im Gesamtverfahren zu berücksichtigen.

Noch völlig offen ist hingegen die genaue Trasse der Bahn, und auch die Frage, wie lange sie unter der Erde weiterfahren soll, wobei immer noch das Ende des Tunnels im Bereich der Akademiestraße im Raum steht. Selbst die Salzachquerung – Tunnel oder Brücke – ist noch nicht geklärt. Auf jeden Fall soll eine möglichst kostengünstige Variante gefunden werden. Und auch über die Bauweise – also offen oder geschlossen – vermochte der Planungschef zunächst noch keine Angaben zu machen.

Knittel sprach am Dienstag auch die von Kritikern genannten hohen Kosten für das Projekt an. Man solle diese jenen Kosten gegenüberstellen, die in Salzburg jeden Tag durch verlorene Zeit im Stau entstünden.

(Quelle: APA)

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