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Grünes Licht für Mega-Projekt

Salzburger Gemeinderat stimmt für S-Link

Keine Bürger:innenbefragung zur Verlängerung

S-Link Haltestelle Mirabellplatz S-LINK/DUNKELSCHWARZ
Der Mirabellplatz soll nach den Entwürfen eines Salzburger Architekturbüros umgestaltet werden. 

Die mit Spannung erwartete Gemeinderatssitzung in der Stadt Salzburg endete am Mittwoch mit klaren Ergebnissen: Zum einen wurde die Erweiterung der Mönchsberggarage nach der Bürger:innenbefragung endgültig versenkt, danach gab es grünes Licht für die Finanzierung der ersten Etappe der geplanten Regionalstadtbahn S-Link und die empfohlene Trassenführung für die zweite Etappe.

Salzburg

Zum Amtsbericht für die Lokalbahnverlängerung durch die Stadt Salzburg hatte es in den vorberatenden Gremien Planungsausschuss und Stadtsenat zwar heftige Diskussionen, aber keinen Beschluss gegeben, im Gemeinderat fiel dieser dann heute recht eindeutig aus – nur die SPÖ (elf von 40 Sitzen) stimmte dagegen. Und auch das nicht, weil sie gegen das Vorhaben an sich wäre, sondern weil ihrer Ansicht nach für einen Beschluss noch zu viele Fragen unbeantwortet geblieben seien.

Grünes Licht für Salzburger S-Link

Der erste – unterirdische – S-Link-Abschnitt macht vom Bahnhof bis zum Mirabellplatz rund 900 Meter aus, die Kosten wurden mit 200 Millionen Euro geschätzt, von denen die Stadt nun ein Viertel übernehmen wird. Gleichzeitig wurde auch der Trassenführung bis zur Akademiestraße zugestimmt. Damit kann die Projektgesellschaft das Projekt ohne Verzögerung vorantreiben. Der Gemeinderat beschloss heute aber auch, dass der Geschäftsführer der Gesellschaft dem Stadtsenat quartalsweise berichten muss und die Stadtpolitik somit eingebunden wird. Außerdem hat die Stadt als Grundeigentümer immer noch einen Griff zur Notbremse.

Ein Zusatzantrag der NEOS, dass der Amtsbericht einer Bürger:innenbefragung zur Verlängerung der S-Link unterzogen werden soll, fand hingegen keine Mehrheit im Gemeinderat.

Verlängerung der Salzburger Lokalbahn

Der S-Link ist die teilweise unterirdische Verlängerung der Salzburger Lokalbahn vom Salzburger Hauptbahnhof durch die Altstadt Richtung Süden und weiter bis nach Hallein. Mit dem Bau des ersten Abschnitts bis zum Schloss Mirabell könnte bereits Ende 2023 begonnen werden. 50 Prozent der Kosten übernimmt der Bund, die andere Hälfte teilen sich Stadt und Land zu gleichen Teilen. Wie viel Geld dann der nächste Bauabschnitt kosten wird und wie sich Bund, Land und Stadt die Kosten aufteilen, ist noch unklar.

Aus für Möchsberggaragen-Ausbau fix

Und auch der seit Jahren geplante Ausbau der Mönchsberggarage um 650 weitere Stellplätze wurde nach dem "Nein" in der Bürger:innenbefragung formal abgesagt. Bis auf die ÖVP und Christof Ferch von der Liste SALZ stimmten alle Fraktionen gegen Ausbau der Mönchsberggarage.

Nach dem heutigen Aus für die Erweiterung der Mönchsberggarage kündigte der Geschäftsführer der Parkgaragengesellschaft, Helmut Sattler, an, den Fokus nun auf ein Investitions- und Optimierungsprogramm der bestehenden Garage zu richten. "Wir wollen die Qualität weiter verbessern und werden in die Bereiche Beleuchtung, Orientierung und Elektrifizierung investieren. Es soll in Zukunft mehr Möglichkeiten geben, dass Elektroautos auch während des Parkens aufgeladen werden." Zudem wird die Vernetzung mit anderen Anbietern zur Anzeige freier Parkplätze geprüft, um so den Parksuchverkehr zu reduzieren.

(Quelle: APA/SALZBURG24)

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