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Kolonnen auf A10

Maßnahmen gegen Ausweichverkehr

Stau FMT-Pictures/MW/ARCHIV
Bei Stau auf der A10 fahren viele Autofahrer von der Autobahn ab. Das will Salzburg künftig vermeiden.

Das Maßnahmenpaket gegen den Sommer-Ausweichverkehr nimmt konkrete Züge an. Die Schritte für weniger Ausweichverkehr hat Verkehrslandesrat Stefan Schnöll (ÖVP) am Mittwoch präsentiert. So will man die Gemeinden vor Stau-Umfahrern bewahren.

Darüber hinaus werden weitere Möglichkeiten geprüft, um den Verkehr auf ein erträgliches Maß zu reduzieren, sodass eine Abfertigung der Urlauber-Kolonnen möglichst nur über die Autobahn stattfinden kann.

Neue Hauptausweichroute

Neben dem Weg über den Walserberg auf der Autobahn wird es eine ausgewiesene „Hauptausweichroute“ geben. Der Weg führt über die Abfahrt Salzburg Süd und weiter Richtung Grödig über die B160 Berchtesgadener Straße nach Marktschellenberg und weiter nach Berchtesgaden. Von dort gibt es zwei Möglichkeiten über Bad Reichenhall/Piding (plus 30 Minuten) oder über Inzell (plus 40 Minuten), um wieder auf die A8 München-Salzburg zu gelangen.

Die Maßnahmen:

  • Ausgewählte Autobahn-Abfahrten sollen in Abstimmung mit Asfinag und Polizei komplett gesperrt werden. An den Verordnungen wird bereits gearbeitet. Umsetzen wird die Sperren das Bundesministerium für Verkehr. Die zu sperrenden Abfahrten werden in Abstimmung mit allen Gemeinden und Regionalverbänden entlang der A10 Tauernautobahn festgelegt. „Wir werden die Anrainer und Wirtschaftstreibenden rechtzeitig informieren, damit sie sich darauf einstellen können“, versichtert Schnöll.
  • Andere betroffene Abfahrten, von denen Ausweichverkehr zu erwarten ist, bleiben offen, um auch den Ziel- und Quellverkehr zu ermöglichen. Für alle stark betroffenen Straßen im untergeordneten Straßennetz soll es Verordnungen geben können, die nur Ziel- und Quellverkehr erlauben. Kontrollieren sollen das Polizei und private Sicherheitsfirmen.


Für die Test-Wochenenden wird eine Einsatzzentrale eingerichtet, die den Verkehrsfluss permanent beobachtet und bei Bedarf reagieren kann. Die Einsatzzentrale wird aus der Verkehrsrechts-Behörde des Landes, der Polizei und der Asfinag bestehen. Die bisher geplanten vier Test-Samstage nur Richtung Süden für das Staumanagement auf der A10 werden auf sechs Wochenenden, also Samstag und Sonntag, und auf beide Richtungen (Norden und Süden) ausgeweitet – konkret von 13. und 14. Juli bis 17. und 18. August.

Verkehrsfluss aufrechterhalten

Im Lungau wird erneut versucht, soweit wie möglich auf Blockabfertigungen zu verzichten. Dreh- und Angelpunkt des Konzepts und der Maßnahmen soll ein beschleunigter Verkehrsfluss sein. Die Ergebnisse der Test-Wochenenden im vergangenen Jahr und eine weiterentwickelte Studie der Asfinag bilden die Grundlage dafür. Experten der Asfinag empfehlen neben baulichen Adaptierungen bei der Mautstelle St. Michael im Lungau weiterhin auf manche Blockabfertigungen zu verzichten, solange es der Verkehrsfluss zulässt. Das wird auch gemacht. In Richtung Norden werden von der Asfinag aktuell weitere Maßnahmen geprüft, um zu einem besseren Verkehrsfluss beizutragen.

(Quelle: SALZBURG24)

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