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Folge der Pandemie

Immer mehr Jugendliche nehmen Antidepressiva

"Gesundheitskompetenz gehört in den Unterricht"

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Seit Beginn der Pandemie nehmen Jugendliche 41 Prozent mehr Antidepressiva ein. (SYMBOLBILD)

Die Pandemie hat vielfältige Auswirkungen. Vor allem auf Kinder und Jugendliche. Besonders deutlich zeigt sich das daran, dass Jugendliche seit Beginn der Krise um 41 Prozent mehr Antidepressiva einnehmen.

64 Prozent weniger Besuche beim Hausarzt, 41 Prozent mehr Antidepressiva: "Das sind zwei Eckzahlen, die zeigen, wie die Corona-Pandemie die Kinder- und Jugendgesundheit beeinflusst hat", sagte Peter Lehner, Co-Vorsitzender der Konferenz der Sozialversicherungsträger, bei der Eröffnung des 8. Kinder- und Jugendsymposiums des Dachverbands der Sozialversicherungen. Expertinnen und Experten diskutierten online die Auswirkungen der Pandemie auf die Kinder- und Jugendgesundheit.

Jeder siebente junge Mensch leidet unter psychischen Störungen
A student sitting behind a barrier works on a tablets as they return to in-person learning at St. Anthony Catholic High School during the Covid-19 pandemic on March 24, 2021 in Long Beach, California. - The school of 445 students implemented a hybrid learning model, with approximately 60 percent of students returning to in an in-person classroom learning environment with Covid-19 safety measures including face masks, social distancing, plexiglass barriers around desks, outdoor spaces, and schedule changes. (Photo by Patrick T. FALLON / AFP)

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Pandemie zeigt Schwachstellen auf

Lehner betonte in seiner Rede, dass die Pandemie nicht "als singuläres Ereignis gesehen werden darf", sondern dass die Krise eine Vielzahl von Entwicklungen sichtbar macht und beschleunigt. "Corona zeigt die Schwachstellen und Defizite schonungslos auf", unterstrich Lehner. "Wir müssen ein verstärktes Gesundheitsbewusstsein bei den jungen Menschen schaffen. Gesundheitskompetenz gehört in die Klassenzimmer und in den Unterricht."

Kinder- und Jugendgesundheit beeinträchtigt

Die Pandemie habe tief in die Kinder- und Jugendgesundheit eingegriffen. "Weniger durch die Infektion selbst als durch Kollateralereignisse", sagte Reinhold Kerbl, Vorstand der Abteilung für Kinder und Jugendliche des LKH Hochsteiermark in Leoben und Generalsekretär der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde. "Bildungsdefizite, Impflücken, verspätete Diagnostik und Therapie, eingeschränkte Sozialerfahrungen, Bewegungsmangel und überlange Bildschirmzeiten können sich langfristig negativ auswirken." Kerbl forderte "so viel Normalität wie möglich und das Nachholen von Versäumtem".

Caroline Culen, Klinische Gesundheitspsychologin und in der Geschäftsführung der Liga für Kinder- und Jugendgesundheit, unterstrich, dass die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen, das Gesundheitsrisiko Kinderarmut sowie chancengerechte Bildung und soziale Lernerfahrungen besondere Aufmerksamkeit brauchen. "Ungleichheiten werden größer, die soziale Chancengerechtigkeit verringert sich", betonte Culen.

(Quelle: SALZBURG24)

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