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Warum Dosenbier besser als sein Ruf ist

Die Dose feiert Geburtstag

symb_bierdose PIXABAY
Heute ist internationaler Tag der Bierdose. (SYMBOLBILD)

Vor genau 87 Jahren, am 24. Jänner 1935 kam die erste Bierdose in den Handel. Sie war damit die erste Getränkedose überhaupt, die auf den Markt kam. Obwohl sie keinen guten Ruf genießt, ist die Dose das perfekte Gebinde für Bier. Wir klären auf, warum das so ist.

„Es schmeckt metallisch“, hört man regelmäßig, wenn man über Dosenbier spricht. Und das seit seiner Markteinführung vor 87 Jahren. Heute, am internationalen Tag der Bierdose, ist es Zeit einige Mythen und Unwahrheiten aufzuklären.

 

"Dosenbier schmeckt metallisch" – falsch

Heutzutage sind nahezu alle Dosen aus Weißblech und mit einer Zinkbeschichtung versehen. Im Inneren hat das Bier dank einer zusätzlichen Beschichtung nie Kontakt mit dem Metall. Meist verursacht das Vorurteil den metallischen Geschmack, der sonst gar nicht da ist.

"Dosen sind schlecht für die Umwelt" – falsch

Dosen sind nahezu zu 100 Prozent recycelbar, während zum Beispiel für Pfandflaschen Unmengen an Wasser für die Reinigung benötigt wird. Zudem ist die Dose platzsparender, wodurch beim Transport zirka die Hälfte an CO2 eingespart wird.

"Dosenbier ist minderwertig" – falsch

In der sogenannten Craftbeer-Szene erfreut sich die Dose seit Jahren großer Beliebtheit. Grund dafür sind die Eigenschaften kein Licht und Sauerstoff ins Innere zu lassen. Besonders hopfenbetonte Biere profitieren davon. Zudem freuen sich Brauer heutzutage darüber ihre Dosen bunt und kreativ gestalten und mehr Informationen darauf platzieren zu können.

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Gepostet von Bier OK am Freitag, 23. April 2021

Die natürlichen Feinde des Bieres

Licht ist der natürliche Feind des Bieres. Gelangt Licht ins Bier, verändern sich Hopfenbestandteile und das Bier stinkt. Experten sprechen vom sogenannten „Lichtgeschmack“, in Amerika auch „skunk“, also Stinktier genannt. Der Geruch erinnert ein wenig an Cannabis und ist besonders in hellen (grün oder durchsichtig) Bierflaschen zu erkennen. Tipp: Vergleicht einfach mal eine Dose und eine grüne Flasche der gleichen Biersorte.

Sauerstoff wirkt sich ebenfalls negativ auf das Bier aus. Kommt das Bier mit Luft in Kontakt, oxidiert es. Geschmacklich und aromatisch erinnert der Gestensaft dann an nassen Karton, oder im Anfangsstadium an Johannisbeeren. Je weniger Sauerstoff bei der Abfüllung ins Gebinde gelangt, desto besser. Und da hat die Dose wieder die blecherne Nase vorn.

Die Dose ist ein Mini-Fass

Aus diesen und weiteren Gründen nennt man Bierdosen auch gerne „Mini-Fass“. Die knapp 90 Jahre alte Dose ist somit das beste Gebinde für Bier. Ihren schlechten Ruf hat sie somit gar nicht verdient.

(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 27.05.2022 um 07:05 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/warum-dosenbier-besser-als-sein-ruf-ist-115989610

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