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Buchingers Olympia-Traum lebt

"Ich kämpfe bis zum Schluss"

Karate-Ass hat noch nie so hart trainiert

Alisa Buchinger, Tokio Ewald Roth
Mit Bronze in Tokio konnte es Buchinger "allen beweisen, dass ich es noch drauf habe".

Nach Alisa Buchingers Bronzemedaille beim Premier-League-Turnier in Japan war letztes Wochenende in Chile bereits nach Runde eins Schluss. Die Salzburgerin unterlag Ex-Weltmeisterin Kayo Someya, die sie zwei Wochen zuvor noch von der Karate-Matte fegte. "Da ist ein bissl Pech dabei gewesen, aber nach Platz drei in Tokio war das nicht so tragisch", erklärt Buchinger im SALZBURG24-Gespräch. "Dort konnte ich nämlich allen beweisen, dass ich es noch drauf habe."

Nach aufsteigender Formkurve im Frühling warf die 26-Jährige eine komplizierte Beinverletzung zurück. "Im Sommer habe ich in Frage gestellt, ob es sportlich überhaupt noch für die Weltspitze reicht", gibt Buchinger gegenüber S24 offen zu. Doch die Trendwende kam: "Ich wollte wieder zu mir selbst finden und habe es auch dank meines Mentaltrainers geschafft." So hart habe die Salzburgerin noch nie zuvor an sich selbst gearbeitet: "Ich bin froh, diesen steinigen Weg genommen zu haben."

"Harte Arbeit hat sich ausgezahlt"

Eine der wichtigsten Erkenntnisse sei es gewesen, auch Positives aus Niederlagen zu ziehen. "Die harte Arbeit im Sommer hat sich ausgezahlt, ich kämpfe bis zum Schluss für Olympia." Es sei schwierig die richtige Balance zu halten, denn "Freud und Leid liegen im Leistungssport so nah beieinander", betont Buchinger. "Ich habe gelernt, auf keinen Fall überheblich zu sein, aber auch nicht an Tiefschlägen zu zerbrechen."

Zwei Tage lang am Flughafen ausharren

Nach dem 24-Stunden-Trip von Chile zurück nach Salzburg steht nun zunächst etwas Regeneration auf dem Programm. "Das Umsteigen und Warten auf die Anschlussflüge kann schon sehr anstrengend sein." Doch der bislang heftigste und wohl stressigste Rückflug für Buchinger und Co. ist noch gar nicht so lange her: "Beim Rückflug aus Tokio hat uns der Monsun einen Strich durch die Rechnung gemacht. Allein am Flughafen Seoul mussten wir zwölf Stunden auf den Gängen ausharren", erinnert sich das Karate-Ass. "Insgesamt hat die Rückreise fast 48 Stunden gedauert." So viele Filme könne man sich gar nicht anschauen, um die Zeit rumzukriegen, schmunzelt die Salzburgerin.

Buchinger hat Olympische Spiele im Blick

Um das Ticket für die Olympischen Spiele 2020 zu lösen, gibt es zwei Wege. Entweder Buchinger qualifiziert sich über eine hohe Gesamtpunktzahl in der Premier League oder die 26-Jährige ist eine der besten Drei beim olympischen Karate-Qualifikationsturnier im Mai in Paris. "Es ist sehr schwierig, aber bis zum Schluss ist alles möglich", zeigt sich Buchinger selbstbewusst und angriffslustig. Am ersten Oktober-Wochenende macht die Karate Premier League Halt in Moskau.

(Quelle: SALZBURG24)

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