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Oberndorfer Druckerei

Konkurs trifft 160 Mitarbeiter

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Die Oberndorfer Druckerei musste nun Konkurs anmelden (Symbolbild).

Die in die Bredouille geratene Oberndorfer Druckerei hat nun Konkurs beantragt. Das teilt der Kreditschutzverband von 1870 (KSV) Donnerstag in einer Aussendung mit. Bereits seit März konnte das Flachgauer Unternehmen seine 160 Mitarbeiter nicht mehr bezahlen.

Über die Insolvenzursache und die Höhe der Insolvenzmasse sei derzeit noch nichts bekannt, auch habe man die Angaben des Unternehmens noch nicht überprüft, teilt der KSV mit. Masseverwalter ist Harald Kronberger, Gläubiger könnten sich bis 26. Juni 2019 beim KSV melden.

Der Alpenländische Kreditorenverband (AKV Europa) informiert, dass die aktuell fälligen Verbindlichkeiten laut Insolvenzantrag 12,3 Millionen Euro betragen. Zum Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung war auf dem Firmenkonto ein Guthaben von etwa 77.000 Euro vorhanden. Ob eine Weiterführung des Unternehmens mit anschließender Sanierung angestrebt wird, sei dem Insolvenzantrag nicht zu entnehmen. 300 Gläubiger soll es geben.

Oberndorfer Druckerei mit Problemen

Am Donnerstag letzte Woche wurde bekannt, dass das Unternehmen mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten kämpft. Die Gehälter der Mitarbeiter seien deshalb seit März dafür benötigt worden, „die Produktion aufrechtzuerhalten“, sagte der stellvertretende Betriebsrat Markus Kosmaier gegenüber S24.

Ansprüche der Mitarbeiter abgesichert

"Leider hat das Unternehmen nun tatsächlich Insolvenz angemeldet", sagte Gerald Forcher, Geschäftsführer der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) Salzburg, am Donnerstag in einer ersten Reaktion zur der APA. "Wir werden nun gemeinsam mit der Arbeiterkammer mit den Beschäftigen in Kontakt treten und alle offenen Gehalts- und Entgeltsansprüche aufnehmen." Forcher geht davon aus, dass die Ansprüche der 160 Mitarbeiter vom Insolvenz-Entgeltfonds abgesichert sind.

Zudem werde die Gewerkschaft alles daran setzen, Investoren oder Interessenten für den Betrieb zu finden. "Die Betriebsräte sagen, dass die wirtschaftliche Situation nicht ganz so schlecht ist. Die Auftragsbücher sind offenbar gut gefüllt. Das nährt die Hoffnung, dass der Standort übernommen werden kann." Im schlimmsten Fall - der Schließung des Betriebes - müsse man eine Arbeitsstiftung für die betroffenen Mitarbeiter einrichten, um das Aus so sozial wie möglich zu gestalten und die Beschäftigten wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

(SALZBURG24/APA)

Aufgerufen am 22.05.2019 um 07:02 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/flachgau/oberndorfer-druckerei-meldet-konkurs-an-69312532

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