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Plus 131,7 Prozent

Negativrekord bei Arbeitslosigkeit in Salzburg

33.000 Menschen ohne Beschäftigung

AMS APA/HERBERT PFARRHOFER
Die Arbeitslosigkeit in Salzburg ist massiv angestiegen. (SYMBOLBILD)

Die Beschäftigung in Salzburg ist so stark zurückgegangen, wie noch nie zuvor in der Geschichte der zweiten Republik. Laut AMS wurde der bisher stärkste Rückgang 2009 während der Finanzkrise mit -2,2 Prozent erreicht. Das Coronavirus bringt ein Minus von 8,2 Prozent.

Mit Stand Ende März ist die Zahl der Dienstverhältnisse im Bundesland um 21.535 auf 240.963 gesunken. Das ist ein Minus von 8,2 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres.

Arbeitslosenquote bei 10,8 Prozent

Bei gleichzeitig 29.107 Arbeitslosen – ohne Schulungsteilnahmen – ebenfalls Ende März erreicht auch die Arbeitslosenquote einen traurigen Höhepunkt. Mit 10,8 Prozent wird der bisherige Höchstwert aus den Monaten November 2014 und November 2015 von jeweils sieben Prozent deutlich übertroffen.

Salzburgs "guter Polster"

„Wir verdanken es gewissermaßen unserem ‚guten Polster‘, dass wir bei der Arbeitslosenquote erstaunlicherweise immer noch auf dem drittbesten Wert bundesweit liegen, obwohl sich Arbeitslosigkeit und Beschäftigung nirgends so stark zum Schlechteren verändert haben, abgesehen von Tirol“, resümiert Landesgeschäftsführerin Jacqueline Beyer. Lediglich Oberösterreich (8,2 Prozent) und Vorarlberg (8,9 Prozent) weisen niedrigere Quoten auf, österreichweit liegt der Wert bei 12,3 Prozent.

Corona bringt viele Arbeitslose

Die mit Abstand stärksten Beschäftigungsrückgänge verzeichnete das Hotel- und Gastgewerbe mit einem Minus von fünfzig Prozent bzw. nahezu 14.000 Beschäftigten. Damit entfallen allein auf diesen Wirtschaftsabschnitt fast zwei Drittel der neuen Arbeitslosen. „Unter diesen Umständen beinahe überraschend gibt es auch Beschäftigungszuwächse, weniger überraschend sind aber die Branchen“, formuliert Jacqueline Beyer, „Das Informations- und Kommunikationswesen verzeichnet einen Zuwachs um 7,1 Prozent, das Gesundheits- und Sozialwesen um 1,7 Prozent.“

33.000 Menschen in Salzburg ohne Arbeit

Eine Zwischenbilanz bei den Arbeitsmarktdaten zeigt einen weiterhin starken Zuwachs der Arbeitslosigkeit. Zur Monatsmitte April waren 30.827 Personen ohne Job. Um 17.523 Vorgemerkte oder 131,7 Prozent mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres.

Seit der letzten Zählung vor zwei Wochen haben weitere 1.720 Personen ihre Arbeit verloren. Schulungsteilnahmen eingerechnet, sind damit aktuell knapp 33.000 Menschen ohne Beschäftigung. „Obwohl die Kurve bei den Zuwächsen in den meisten Bundesländern stark nach oben zeigt, hat sie sich bei uns und in Tirol etwas abgeflacht“, beschreibt AMS-Chefin Beyer den Umstand, dass die Arbeitslosigkeit in Salzburg Ende März um 138 Prozent, jetzt aber „nur“ um 131 Prozent zugenommen hat. „Hier sehen wir die Auswirkung des abrupten, vorgezogenen Saisonendes im März, wodurch die Arbeitslosenzahlen in den Tourismusregionen geradezu explodiert sind“, erläutert Beyer.

Abrechnungstools für Kurzarbeit online

Ab Montag sind auch die Online-Tools für die Abrechnung der Kurzarbeit verfügbar. Für das Hochladen der Abrechnungen ist ein eAMS-Konto erforderlich. Für die Monate März und April ist die Abrechnung bis 28. Mai möglich, für Kurzarbeit ab Mai dann jeweils bis zum 28. des Folgemonats.

In Salzburg hat sich die Zahl der Kurzarbeitsanträge über das Wochenende um ca. 250 auf rund 6.000 erhöht.

(Quelle: SALZBURG24)

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