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"Salzburg rocks"

Bunter Trend erobert Salzburg

Was hinter den bemalten Steinen am Wegesrand steckt

Salzburg rocks SALZBURG24/Glantschnig
100 Steine hat die Salzburgerin bereits gemeinsam mit ihrem Sohn bemalt und im gesamten Land "ausgewildert".

Finden, grinsen, posten und wieder auswildern: Mit den „Salzburg rocks“ hat uns ein neuer Trend aus den USA erreicht. Steine werden bemalt, verziert, mit Sprüchen versehen und an Plätzen oder am Wegesrand deponiert. Sie sollen ihren Entdeckern ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Einfach so. Wir haben jene Salzburgerin ausfindig gemacht, die den Trend zu uns geholt hat.

Salzburg

Aufmerksamen Fußgängern ist der ein oder andere bunt bemalte Stein am Weg bestimmt schon ins Auge gestochen. Denn sie sind immer öfters anzutreffen: Die „Salzburg rocks“. 100 Steine hat die 34-jährige Julia Huber-Glantschnig gemeinsam mit ihrem Sohn (5) schon bemalt, mit Sprüchen versehen und an Spielplätzen, Parks oder Wanderwegen i nganz Salzburg wieder „ausgewildert“. „Mir geht es einfach darum, die Menschen zum Lächeln zu bringen“, so Glantschnig im SALZBURG24-Gespräch.

Salzburg rocks SALZBURG24/Glantschnig
Viel Spaß beim Bemalen und Verzieren der Steine.

Trend kommt aus den USA

Die Idee der bemalten Steine ist nicht neu. In den USA ist der Trend unter dem Namen „painted rocks“ (Deutsch: bemalte Steine) nicht mehr wegzudenken. „Du gehst dort einmal spazieren und hast innerhalb kürzester Zeit eine ganze Handvoll bunter Steine zusammen“, weiß die 34-Jährige.

„Als ich letztes Jahr bei meiner zweiten Familie in Connecticut (US-Ostküste) auf Urlaub war, stand im Wohnzimmer ein Tisch mit vielen Steinen und Acrylfarben. Mein Sohn hat sich sofort hingesetzt und zu malen begonnen“, schildert die Salzburgerin ihre erste Begegnung mit den „painted rocks“. Seither sei es ihr Herzensprojekt, den Menschen in Salzburg mit ganz kleinen Mitteln wie den bemalten Steinen eine kleine Freude zu bereiten. Die Steine werden bei gemeinsamen Spaziergängen mit ihrem Sohn ausgesucht, später zu Hause bemalt oder mit Sprüchen versehen. „Wir legen die Steine dann dort hin, wo viele Menschen sind. Schließlich wollen wir, dass sie gefunden werden.“

Slazburg rocks Glantschnig/Facebook "Salzburg rocks"
Diese bemalten Steine wurden vor Kurzem  in Salzburg "ausgewildert". 

„Salzburg rocks“: Keep or rehide

Was eigentlich mache ich, wenn ich einen Stein am Wegesrand finde? „Das entscheidet jeder selbst. Man kann ihn entweder behalten oder wieder verstecken – egal ob in Salzburg oder einem anderen Land“, so Glantschnig. Dem US-Trend zufolge fotografiert der Finder den bunten Stein und stellt das Foto mit dem Hashtag #salzburgrocks ins Netz. So kann beobachtet werden wo, welche „Salzburg rocks“ wieder gefunden werden oder sogar um die Welt reisen.

Salzburg rocks SALZBURG24/Glantschnig

Jeder kann mitmachen

Und natürlich kann, darf und soll jeder, der Spaß an der Sache hat, mitmachen. Auf der eigens für Salzburg eingerichteten Facebook-Seite „Salzburg rocks“ vernetzen sich derzeit 65 Mitglieder. Wer bei dem Trend dabei sein will, hat folgende drei Regeln zu beachten:

  1. Die Steine werden mit „Salzburg rocks“ beschriftet. Dabei dürfen nur jugendfreie, legale und positive Sprüche verwendet werden.
  2. Steine mit umweltfreundlichen Materialen bemalen und mit einem Lack auf Wasserbasis versiegeln
  3. Steine nicht bekleben, um Tiere zu schützen.

Der Trend sei ideal, um vor allem gemeinsam mit Kindern eine Freizeitbeschäftigung zu haben, die Spaß mache und mit der man anderen Menschen eine kleine Freude machen kann. Aber auch für Menschen, die sich einfach künstlerisch ausleben oder darin Ruhe finden möchten, könne das ein schönes Hobby sein, meint die Salzburgerin.

Und für den Finder lädt ein solcher Stein vielleicht auch mal kurz zum Innehalten ein. Ein Ankerpunkt, der in unserem schnelllebigen und gestressten Alltag einen daran erinnert, einmal tief durchzuatmen.

(Quelle: SALZBURG24)

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