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Grenzraum

Salzburg und OÖ starten Mobilitätspaket

Verkehrslösungen für den Flachgau

In Sachen Verkehr soll es künftig eine engere Zusammenarbeit zwischen Salzburg und Oberösterreich geben. Die beiden Länder haben heute ein gemeinsames Mobilitätspaket gestartet. Darin werden Verkehrslösungen für den nördlichen Flachgau und Braunau festgelegt.

Die Landeshauptmänner Wilfried Haslauer und Thomas Stelzer sowie die Verkehrslandesräte Stefan Schnöll und Günther Steinkellner trafen einander heute Vormittag zu einem Arbeitsgespräch in Salzburg, um über eine engere Zusammenarbeit im Grenzraum zwischen dem nördlichen Flachgau und dem Bezirk Braunau zu sprechen. Ziel des Gesprächs war, den Startschuss für ein gemeinsames Mobilitätspaket für die Grenzregion zu geben, das in den nächsten Wochen ausgearbeitet werden soll.

Auch Lkw-Fahrverbot auf B156 Thema

Gesprochen wurde auch über das von Salzburg geplante Lkw-Fahrverbot auf der B156 Lamprechtshausener Straße.

„Wir sind bestrebt, eine gemeinsame Lösung zu finden, da es sich schließlich um einen gemeinsamen Wirtschaftsraum handelt, der für beide Bundesländer wichtig ist. Nach dem heutigen Gespräch bin ich zuversichtlich, dass wir ein gemeinsames Paket schnüren können, um künftig noch mehr im Bereich Mobilität umsetzen zu können“, so Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer zum konstruktiven Gespräch. „Wir wollen gemeinsam eine Lösung finden, die für beide Länder zufriedenstellend ist. Ich bin zuversichtlich, dass uns das in einem guten Miteinander gelingen wird“, so Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer.

Anrainer entlasten und Öffis attraktivieren

Salzburg und Oberösterreich sind sich einig, dass es zur besseren Bewältigung der Verkehrsmassen auf der Straße eine gute Zusammenarbeit braucht, nachdem es enge Beziehungen innerhalb der Grenzregion gibt: Beispielsweise pendeln täglich zahlreiche Innviertler nach Salzburg zur Arbeit. „Mein Ziel ist, unsere verkehrsgeplagten Anrainer an den Landesstraßen zu entlasten. Dazu braucht es eine Vielzahl an Maßnahmen. Da gehören für mich Lkw-Fahrverbote dazu, aber auch eine Attraktivierung der Öffis in der Region“, so Salzburgs Verkehrslandesrat Stefan Schnöll nach dem Gespräch. „Wir sind uns alle einig, dass Mautflüchtlinge weder auf die oberösterreichischen noch auf die Salzburger Landesstraßen auszuweichen haben, um dadurch Geld sparen zu können. Insellösungen, die lediglich eine Verschiebung der Verkehrsströme auf die B147 Braunauer Straße bewirken, bringen keine Bewältigung des Problems. Als gemeinsam fungierender Wirtschaftsraum ist eine grenzübergreifende Lösung das Gebot der Stunde“, so der oberösterreichische Infrastrukturlandesrat Günther Steinkellner.

Bemühen um gemeinsame Lösungen

Salzburg hat angekündigt, auf der B156 ein Lkw-Fahrverbot für Lkw mit Anhänger über 7,5 Tonnen und Sattelzüge zu verhängen, ausgenommen Ziel- und Quellverkehr Salzburg. Oberösterreich will dazu noch Gespräche führen und eine Ausnahme für den Bezirk Braunau erwirken. Das Ergebnis: Oberösterreich wird in den nächsten Wochen genau erheben, welche Lkw welche Routen benutzen. Danach wird es ein abschließendes Gespräch geben, und man bemüht sich um eine gemeinsame Lösung.

Mobilitätspaket für attraktivere Öffis

Salzburg und Oberösterreich sind sich einig: Der öffentliche Verkehr in der betroffenen Region muss attraktiver werden, damit mehr Menschen überzeugt werden können, vom Auto auf die Öffis umzusteigen. Beim Gespräch wurde vereinbart, für die Region ein Mobilitätspaket zu schnüren, das Investitionen in die Schiene, in das Angebot und für Tarif-Maßnahmen beinhalten soll. 

(Quelle: SALZBURG24)

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