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Ein positiver Test

Corona-Aufruf für drei Lokale und Eishockey-Match

Sicherheitsbedienstete in der Stadt Salzburg infiziert

Geisterstadt Salzburg FMT-Pictures/KJ
Zwei der betroffenen Lokale befinden sich am Rudolfskai.

Für drei Lokale in der Stadt Salzburg sowie das Eishockey-Match Red Bull Salzburg gegen München veröffentlichen die Gesundheitsbehörden am Mittwoch einen öffentlichen Aufruf. Personen, die diese Orte besucht haben, sollen auf ihren Gesundheitszustand achten.

Salzburg

Der Aufruf für die drei Lokale und das Eishockey-Match hängen zusammen. Wie die Stadt Salzburg in einer Aussendung mitteilt, sei eine Bedienstete aus der privaten Sicherheitsbranche positiv auf das Coronavirus getestet worden.

"O‘Malleys"

  • Dienstag, 8. September, zwischen 19.30 und 1 Uhr
  • Mittwoch, 9. September, zwischen 19.30 und 1 Uhr

"Shamrock"

  • Dienstag, 8. September, zwischen 19.30 und 1 Uhr
  • Mittwoch, 9. September, zwischen 19.30 und 1 Uhr

"Brasa"

  • Sonntag, 13. September, zwischen 12.30 und 14.15 Uhr

Eishockey-Spiel Red Bull Salzburg – Red Bull München

  • Sonntag, 13. September, zwischen 15.30 und 20 Uhr

Beim Eishockey-Spiel im Volksgarten sei der Haupteingang rechter Hand betroffen, heißt es. Präventiv sollen Personen, die diese Orte besucht haben, ihren Gesundheitszustand genau beobachten und bei Auftreten der gängigen Symptome (z.B. Kurzatmigkeit, Fieber, Husten, Verlust des Geschmacks-/Geruchssinnes, Halsschmerzen) umgehend die Gesundheitshotline 1450 kontaktieren.

Corona-Aufruf in Bad Hofgastein

In Bad Hofgastein startete die Gesundheitsbehörde einen öffentlichen Aufruf nach einem positiven Fall in der Bar "Weitmoserin" in Bad Hofgastein. HIER findet ihr die Details.

(Quelle: SALZBURG24)

So kommt es zu offiziellen Corona-Aufrufen

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(SYMBOLBILD)

Wird eine Person positiv auf das Coronavirus getestet, setzt das ein Prozedere in Gang. Mittels Contact Tracing wird versucht, mögliche Kontakte schnell zu finden und abzusondern. Ein Mittel dazu ist der sogenannte „offizielle Aufruf“. Wir haben nachgefragt, in welchen Fällen dieser angewandt wird und wer darüber entscheidet.

Allein in den letzten drei Tagen kam es in Salzburg zu vier offiziellen Aufrufen. Drei davon betreffen die Landeshauptstadt, einer den Flachgau. Am Sonntag wurden Besucher eines Fitnessstudios aufgerufen, in den nächsten Tagen ihren Gesundheitszustand zu beobachten. Am Montag wurde bekannt, dass das auch für jene Menschen gilt, die sich am 11. September in der Sport-OASE-Salzburg Bowling aufgehalten haben. Am heutigen Dienstag schließlich folgten die nächsten beiden Aufrufe: Betroffen ist der Eurospar im Forum 1 und die Buslinie 120 zwischen Hauptbahnhof und Obertrum (Flachgau). Insgesamt gab es im Bundesland seit August 13 solcher Bekanntmachungen, manche Örtlichkeiten waren mehrmals betroffen.

 

Gesundheitsbehörden entscheiden über Aufruf

Ob es zu einem öffentlichen Aufruf kommt oder nicht, das entscheiden die Experten der Gesundheitsbehörde, erklärt Jochen Höfferer vom Informationszentrum der Stadt Salzburg auf Anfrage von SALZBURG24. Diese Entscheidung hängt eng mit dem Contact Tracing zusammen.

Mit dieser Methode versuchen die Behörden Infektionsketten rückzuverfolgen und somit eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Das Ziel ist, den Infizierten innerhalb von 24 Stunden zu isolieren. In den nächsten 24 Stunden sollen die Kontaktpersonen erhoben werden und nach weiteren 24 Stunden ebenfalls abgesondert sein. Innerhalb von drei Tagen sollte die Infektionskette also bekannt sein. In Salzburg beginnt das Contact Tracing schon vor dem Testergebnis, nämlich bei der Anmeldung zum Covid-19-Test über die Gesundheitsnummer 1450. "Das bedeutet sehr viel mehr Arbeit für die Gesundheitsbehörden", erklärt Franz Wieser, Pressesprecher des Landes Salzburg, im S24-Gespräch. In jeder der fünf Bezirkshauptmannschaften ist deshalb ein Kernteam von bis zu 15 Leuten täglich damit befasst. Treten mehr Fälle oder größere Cluster auf, können in einer Bezirkshauptmannschaft bis zu 50 Menschen beim Contact Tracing helfen.

 

Wenn Kontakte nicht in die Kategorien passen

Als Kontaktperson gilt man, wenn man sich 48 Stunden vor Auftreten der Symptome oder eines positiven Corona-Tests in der Nähe eines Infizierten aufgehalten hat. Diese Menschen werden dann in zwei Kategorien eingeteilt. Die kurze Definition: Wer sich in einem Abstand von weniger als zwei Metern und länger als 15 Minuten in der Nähe der positiv getesteten Person aufgehalten hat, gilt als Kontaktperson der Kategorie Eins. Dauerte der Kontakt weniger als 15 Minuten bei einem Abstand von unter zwei Metern, bedeutet das Kategorie Zwei (eine ausführliche Definition findet ihr hier: PDF: Behördliche Vorgangsweise bei SARS-CoV-2 Kontaktpersonen.pdf ). Lassen sich die Kontakte nicht klar in diese zwei Kategorien einteilen, wird eine Risikoabschätzung gemacht. Und „dann entscheiden unsere Experten immer wieder: Jetzt machen wir einen Aufruf“, schildert Höfferer.

Er betont, dass es sich dabei um eine Präventionsmaßnahme handelt. Wer zum genannten Zeitpunkt am betroffenen Ort war, soll deshalb den eigenen Gesundheitszustand beobachten. Beim Auftreten von Symptomen ist die Gesundheitshotline 1450 zu kontaktieren. Kommt es zu einem Covid-19-Test, dann startet der Prozess wieder von vorne.

Aufgerufen am 30.09.2020 um 10:02 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/corona-aufruf-fuer-drei-lokale-und-eishockey-match-92914771

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