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Vor 50 Jahren starten erste Schülerlotsen in Salzburg

Eine Erfolgsgeschichte feiert Geburtstag: Die Schülerlotsen werden 50. Am 13. November 1964 wurde in Salzburg an der Hauptschule Lehen der österreichische Schülerlotsendienst aus der Taufe gehoben.

Im Rahmen einer Jubiläumsveranstaltung wurden die Schülerlotsen der ersten Stunde am Dienstag geehrt und ein historischer Rückblick auf dieses richtungweisende Modell für mehr Sicherheit am Schulweg geboten, das heute nicht mehr wegzudenken ist.

 

Langjährige Schülerlotsen wurden am Dienstag geehrt. / KFV/APA/Vogl Salzburg24
Langjährige Schülerlotsen wurden am Dienstag geehrt. / KFV/APA/Vogl

Der 13. November 1964 ist die Geburtsstunde des österreichischen Schülerlotsendienstes. Nach zwei Jahren Vorbereitung traten die ersten 14 "Nothelfer" - wie sie der damalige Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Haslinger bezeichnete - ihren Dienst vor der Hauptschule Lehen an. "Dass diese Schulwegsicherungsmaßnahme aus dem heutigen Verkehrsgeschehen nicht mehr wegzudenken ist, ist jenen Menschen zu verdanken, die damals - obwohl noch jede gesetzliche Grundlage fehlte - die Initiative für mehr Sicherheit ergriffen haben", so Othmar Thann, Direktor des KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) am Dienstag. "Die verantwortlichen öffentlichen Institutionen sagten gemeinsam mit der Schule, den Eltern, der Exekutive und dem KFV "Ja" zu diesem richtungsweisenden Modell, das  man heute erfinden müsste, würde es das nicht geben", so Thann.

Schülerlotsen: Eine Erfolgsgeschichte

Der vor 50 Jahren von Salzburg ausgehende Schülerlotseneinsatz habe sich als effizientes Mittel bewährt, Schulkinder im Nahbereich von Schulen vor den immer größer werdenden Gefahren des Straßenverkehrs zu schützen und das sichere Überqueren der Fahrbahn zu ermöglichen. „Als Verkehrslandesrat bin ich besonders stolz, dass eine für die Verkehrssicherheit so wichtige Initiative gesetzt wurde", betonte Hans Mayr. Heute versehen österreichweit jährlich rund 3.000 Schüler ihren Dienst als Schülerlotse, auch bei widrigen Wetterverhältnissen, und sie tun dies ehrenamtlich und unentgeltlich. "Wir brauchen diese engagierten jungen Menschen, die sich für das Miteinander einsetzen, Schülerlotsinnen und -lotsen sind Vorbilder, und mit dieser Veranstaltung möchten wir auch unseren Dank aussprechen", so Thann weiter.

Schüler vom Smartphone abgelenkt

Die Gefahren sind in den letzten 50 Jahren nicht kleiner geworden, sie haben sich nur verändert. "Heute laufen viele Kinder vom Smartphone abgelenkt über die Straße, viele Fahrzeuglenker ignorieren die Tempolimits - auch vor Schulen. Umso wichtiger sind gerade heute jene engagierten jungen Menschen, die für die Sicherheit ihrer Mitschüler sorgen", führt Mayr.

Schülerlotsendienst - die "Schutzengel in Gelb"

Schülerlotsen (und auch Schulwegpolizisten) werden durch die heimische Exekutive geschult und über ihre Aufgaben und Pflichten informiert. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit, AUVA, Exekutive und Schulen ziehen dabei an einem Strang und sorgen für die Schulung des "Nachwuchses". Sie sichern jeweils morgens und mittags - bei Schulbeginn bzw. Schulende - Schutzwege, indem sie Verkehrslücken abwarten, in denen sie die Schüler über die Fahrbahn leiten. Helle Kleidung und eine Warnweste mit reflektierenden Streifen sowie ein Signalstab helfen dabei.

Schülerlotsen sind im Auftrag der Schuldirektion tätig, daher sind sie im Rahmen der gesetzlichen Unfallversicherung für Schüler und Studenten versichert. Schulwegpolizisten sind meist Erwachsene, die im Auftrag der Behörde Schulweg-Sicherheitsdienst versehen. Diese Personen haben gemäß der gesetzlichen Regelung das Recht, Fahrzeuge anzuhalten.

Aufgerufen am 15.12.2018 um 12:42 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/vor-50-jahren-starten-erste-schuelerlotsen-in-salzburg-46002439

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