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Steigerung um 12 Prozent

Corona treibt Immobilienpreise in die Höhe

Im Schnitt 1,5 Millionen Euro für ein Haus

SB: Miete, Schlüssel, Delogierung, Wohnung pixabay
Wer in Salzburg auf Wohnungssuche ist, muss tief in die Tasche greifen. (SYMBOLBILD)

Die Corona-Krise hat den Salzburger Immobilienmarkt kräftig aufgewirbelt. Während die verfügbaren Immobilien immer weniger werden, steigen gleichzeitig die Preise. Die SPÖ fordert daher den Bau von 15.000 neuen Mietwohnungen.

Der Wohnungsmarkt in Salzburg ist seit Jahren angespannt. Die anhaltende Corona-Krise hat die Situation dazu noch befeuert. „Der Trend zu kräftigen Preissteigerungen zeigt sich sowohl bei Einfamilienhäusern als auch bei Wohnungen“, weiß Elisabeth Rauscher, Geschäftsführerin vom Makler-Büro Team Rauscher. Das zeigt eine Preisanalyse von über 3.000 Immobilienangeboten, die von Juli bis September zum Verkauf standen.

Immobilienpreise um zwölf Prozent gestiegen

Im Vergleichszeitraum des Vorjahres legte der Preis der angebotenen Einfamilienhäuser im Salzburger Land (ohne Stadt) von durchschnittlich 771.000 Euro auf rund 865.000 Euro zu. Das entspricht einer Preissteigerung von zwölf Prozent. Das Angebot war um 200 Häuser oder knapp 20 Prozent geringer.

Kaum verfügbare Einfamilienhäuser

In der Stadt betrug der Preisanstieg rund drei Prozent, wobei das knappe Angebot von nur rund 100 Häusern beschränkte Aussagekraft besitzt. Im Vorjahr waren noch knapp doppelt so viele Häuser auf dem Markt zu finden. Der Durchschnittspreis der angebotenen Häuser in der Stadt Salzburg liegt mittlerweile bei 1,5 Millionen Euro.

Eigentumswohnungen legen ebenfalls zu

Ähnlich verhält es sich bei den Eigentumswohnungen. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis einer angebotenen Wohnung in der Stadt Salzburg betrug 2019 noch rund 4.830 Euro. Heuer wollten Verkäufer mit knapp 5.290 Euro bereits 9,5 Prozent mehr für ihre Immobilie. Auch im Salzburger Land stiegen die Preise kräftig, hier werden relativ gesehen mehr Neubauobjekte angeboten als in der Stadt.

Expertin rät dennoch zum Kauf

Mit zwei Prozent Steigerung bei Wohnungsgrößen von 60 bis 90 Quadratmetern fiel der Preisanstieg im sehr beliebten Segment verhältnismäßig gering aus. „Wer seine Immobilie verkaufen möchte, sollte das aktuelle Preisniveau nutzen“, meint Rauscher. „Wer sich den Traum vom Eigenheim erfüllen möchte, macht auf längere Sicht sicher nichts falsch, jetzt zu kaufen. Wohnimmobilien werden gerade auch in den wirtschaftlich schwierigen Zeiten nach der Pandemie eine stabile Wertanlage bleiben.“ 

SPÖ will 15.000 neue Mietwohnungen

Um langfristig leistbares Wohnen in der Stadt Salzburg zu garantieren, will die SPÖ den geförderten Mietwohnbau priorisieren. „Das Ziel für die Stadt Salzburg muss ein Anteil von mindestens 40 Prozent geförderter Mietwohnungen in der gesamten Stadt sein“, fordert Wohnsprecherin Nicole Solarz. Salzburg hält hingegen bei „nur“ 22 Prozent.

Wie soll die Stadt Salzburg in Zukunft aussehen? ???? Um nichts weniger als um diese wichtige Frage geht es, wenn vom...

Gepostet von SPÖ Salzburg Stadt am Mittwoch, 11. November 2020

Solarz richtet den Blick nach Wien. In der Bundeshauptstadt beträgt der Anteil der geförderten Mietwohnungen 43 Prozent, in Linz gar 54 Prozent. In den nächsten 25 Jahren sollen laut Solarz daher insgesamt 15.000 neue Mietwohnungen geschaffen werden.

Zu viele Zweitwohnsitze

Gemeinderat Kay-Michael Dankl von der KPÖ PLUS ortet indes ein weiteres Problem: „Die Salzburger finden kaum noch bezahlbare Wohnungen. Gleichzeitig stehen laut Landeshauptmann Haslauer (ÖVP, Anm.) bis zu 10.000 Wohnungen leer. Unzählige Wohnungen dienen als Zweitwohnsitze und fehlen am knappen Wohnungsmarkt. Da passt die Balance nicht.“

(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 04.12.2021 um 08:41 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/steigerung-um-12-prozent-corona-treibt-immobilienpreise-in-die-hoehe-95482945

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