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Heimpleite nach 281 Tagen

Grazer fegen wie ein Sturm über Salzburg

Bullen verlieren nach vier Jahren daheim gegen Sturm Graz

Red Bull Salzburg kassierte nach 281 Tagen die erste Bundesliga-Heimpleite. Sturm Graz überrannte die Bullen am Samstag glatt mit 3:1. Für die Marsch-Crew war es die erste Heim-Pleite gegen die Grazer nach über vier Jahren – just vor dem Champions-League-Spiel gegen Bayern München.

Salzburg-Trainer Jesse Marsch setzte vor dem Königsklassen-Duell gegen Bayern München auf Rotation und schonte einen Großteil seiner Stammkräfte.

Kuchler Seiwald feiert Startelf-Debüt

Dafür durften mit Omar Solet, Karim Adeyemi und dem Kuchler Eigengewächs Nicolas Seiwald sowie Noah Okafor Kicker aus der "zweiten Reihe“ von Beginn an ran. Für Seiwald war es der erste Bundesliga-Einsatz vom Start weg.

Red Bull Salzburg, Sturm Graz GEPA/Red Bull
Der Kuchler Nicolas Seiwald (Mitte) lief gegen Sturm Graz das erste Mal von Beginn an für Red Bull Salzburg auf.

Marsch schont Einser-Garnitur für die Bayern

Andreas Ulmer, Sekou Koita, Mohamed Camara und Maxi Wöber nahmen auf der Bank Platz und sahen eine flotte Anfangsphase. Zlatko Junuzovic war gar nicht mit dabei – er wurde für die Königsklasse geschont. Das Fehlen der Stammkräfte sollte im Auftritt der Bullen wiederspiegeln. Die Salzburger fanden in der ersten Hälfte sehr wenig Großchancen vor.

Bis auf zwei Abschlüsse von Noah Okafor, einem abgefälschten Lattenkracher von Albert Vallci und zwei Ramalho-Gelegenheiten kam von den Bullen im Angriff sehr wenig. Sturm Graz machte es den Heimischen sehr schwer und trat im Angriff drei Mal gut in Erscheinung.

Blitzstart der Grazer schockt Salzburg

Andreas Kuen (41.) verbuchte im ersten Abschnitt die beste Gelegenheit, nachdem Jakob Jantscher nach einem Konter an der Strafraumgrenze quer legte – nur Rasmus Kristensens Grätsche verhinderte Schlimmeres.

Zwei Ex-Bullen stürmen Salzburger Festung

Danach erwischten die Grazer nach Wiederanpfiff einen Blitzstart. Ivan Ljubic (48.) traf nach einem hohen Ball in den Sechszehner zur Sturm-Führung: Nicolas Seiwald und Omar Solet waren zu weit von Ljubic, der per Direktabnahme zum 1:0 einnetzen konnte – Stankovic war nur mehr leicht dran und konnte nicht mehr entscheidend eingreifen. Schuld traf den Schlussmann am Gegentreffer jedoch keine.

Danach drehten die Grazer so richtig auf. Hierländer bediente nach einem verlorenen Kopfball-Duell von Solet Ex-Bulle Jantscher (53.), der zum 2:0 einschob.

Marsch: "Das war sehr enttäuschend"

"Ja, das war sehr, sehr enttäuschend. Sturm Graz hat mehr Zweikämpfe gewonnen und ist mehr gelaufen. Ich habe von Anfang an gesehen, dass wir nicht bereit sind zu kämpfen. Es war eine unreife Leistung. Ein großes Kompliment an Sturm Graz, sie haben um alles gekämpft.", erklärte Salzburg-Trainer Jesse Marsch.

Nur sechs Minuten später setzte eine Kombination zweier Ex-Bullen die Salzburger Schachmatt: Nach einem hohen Ball spielte der Ex-Liefering-Kicker aus Bischofshofener, Sandro Ingolitsch, auf Jantscher, der mit seinem zweiten Tor das 3:0 markierte.

"Peinlich": Stankovic redet Klartext

"Das war sehr peinlich. Sturm hat so gespielt, wie wir spielen wollten. So können wir in der Bundesliga nicht auftreten", brachte es Tormann Cican Stankovic auf den Punkt.

Berishas Traumtor zu wenig

Salzburg konnte im Endspurt nur mehr eine Ergebniskosmetik vornehmen. Mergim Berisha hämmerte nach einer Koita-Vorlage von 16 Metern die Kugel ins rechte Kreuzeck – ein Traumtor zum 1:3-Endstand und eines der wenigen Lebenszeichen des Serienmeisters.

Für die Bullen war es die erste Heimpleite nach 281 Tagen. Am 14. Februar verloren die Salzburger gegen den LASK mit 2:3. Heute war es in der laufenden Saison die erste Bundesliga-Niederlage im achten Spiel. Gegen die Grazer war es die erste Liga-Pleite nach über vier Jahren. Im ÖFB-Cup-Finale 2018 verloren die Salzburger zuletzt gegen die Grazer ein Bewerbsspiel.

Auf Bullen wartet nun Bayern München

Am Mittwoch wartet auf die Bullen Champions-League-Titelverteidiger Bayern München. Da müssen die Salzburger einen Gang zulegen, will die Marsch-Crew Zählbares mitnehmen. Wir berichten auch am Mittwoch ab 20.50 Uhr von der Allianz Arena im LIVETICKER.

Red Bull Salzburg – Sturm Graz im S24-LIVETICKER

(Quelle: SALZBURG24)

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