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Rückkehr in den Fußball?

Schwaiger: "Ja, es knistert wieder"

Wie es um ein Engagement bei Grödig steht

Christian Schwaiger, Christian Haas Krugfoto
Christian Schwaiger (li.) und Grödig-Boss Christian Haas beim Regionalliga-Spiel am Fuße des Untersberg.

Zwei Monate lang verschwand Ex-SAK-Präsident Christian Schwaiger von der Bildfläche im Salzburger Amateurfußball. Nun ist die Leidenschaft beim Unternehmer wieder zurück. Am Wochenende besuchte er sogar Regionalligist Grödig. Im SALZBURG24-Interview erklärt er, was es damit auf sich hat.

Wie die "Salzburger Nachrichten" zuerst berichteten, sah sich Schwaiger das Duell des Ex-Bundesligisten gegen Leader Kuchl gemeinsam mit Grödig-Macher Christian Haas an. Wir baten den Ex-Boss der Städter nun zu einem Gespräch.

Christian Schwaiger zwischen Vernunft & Emotionen

SALZBURG24: Christian Schwaiger war in Feierlaune auf dem grünen Rasen in Grödig. Das nächste Anzeichen für ein Engagement bei den Flachgauern?

CHRISTIAN SCHWAIGER: Zwei Monate Fußball-Pause sind genug. Ich habe mir bewusst eine Auszeit genommen und mich zurückgezogen. Mit Grödig bzw. Christian Haas gab es bislang nur lose Gespräche, nichts Konkretes.

Christian Schwaiger, Grödig Krugfoto
Christian Schwaiger (zweiter v. re.) stand nach Grödigs 3:2-Erfolg gegen Kuchl mit dem Spielern auf dem Rasen.

Eine Partnerschaft in Grödig ist bereits in die Brüche gegangen. Ist für dich eine Zusammenarbeit in Zukunft vorstellbar?

Grundsätzlich gefällt mir der Verein SV Grödig sehr gut. Ich mag Christian Haas und verstehe mich auch sehr gut mit ihm. Es wäre an sich eine spannende Adresse in Salzburg. Fakt ist nur, sollte es zu intensiveren Gesprächen kommen, müssten ein paar Dinge abgeklärt werden.

Sprich, du hättest wieder Lust, ein neues Projekt zu starten?

Es knistert wieder. Die Leidenschaft ist zurück und ich habe die Emotionen auf der Tribüne sowie auf dem Platz sehr genossen. Das ist mir zuletzt schon abgegangen.

Christian Schwaiger als Präsident beim SAK 1914. Krugfoto
Bei Christian Schwaiger ist die Lust nach Fußball wieder retour.

Du und dein Namensvetter Christian Haas, ihr seid beide sogenannte Macher. Könnte das gemeinsam funktionieren?

Ich wiederhole mich: Gewisse Sachen und wichtige Details müssten vor einem möglichem Einstieg klipp und klar besprochen und definiert werden.

Und die wären?

Das kann ich nach derzeitigem Stand nicht genau sage, weil wir uns nur zwischen Tür und Angel unterhalten haben. Aber mir fällt da auf Anhieb die Verteilung der Zuständigkeiten ein. Wir sind beide Alphatiere, die seit mehreren Jahren keinen Chef an der Seite haben. Ich bin ein Typ, der gemeinsam mit jemanden etwas umsetzt und nicht ständig zum Rapport gebeten werden will.

Was spricht für einen Einstieg?

Einfach die Lust nach Emotionen, der Spaß daran, eine Mannschaft anfeuern zu können und etwas zu entwickeln.

Und was dagegen?

Ich habe in den letzten zweieinhalb Jahren beim SAK viel gelernt und Erfahrungen im Fußball-Bereich sammeln können. Die Vernunft sagt mir, dass ich es mir fünf Mal überlegen soll. Zudem habe ich einfach die Zeit mit meiner Familie genossen.

Apropos SAK: Würde Grödig mit einer ähnlich großen finanziellen Unterstützung rechnen können wie die Nonntaler?

So weit sind wir noch lange nicht. Aber sollte das wirklich zustande kommen, würde ich Grödig nur mit einem Bruchteil des SAK-Budgets unterstützen. Mehr lässt die Situation aufgrund der Corona-Auswirkungen derzeit einfach nicht zu.

Vielen Dank für das Gespräch.

(Quelle: SALZBURG24)

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